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einem heftigen Wirbelsturm fast zu Boden geworfen, in demselben Augenblick aber landeten auch die Böte.
Die verschiedensten Stimmen, Rufe und Gegenrufe schallten ver⸗ wirtt durch einander. Frau Helmich fühlte im Geiste schon die Arme ihres Lieblings um ihren Hals, seine frische, blühende Wange an der ihrigen. Da— warum wurde ihr plötzlich so angst, warum richteten sich ihre Blicke starr nach der Uferstelle, wo die Heim⸗ gekehrten die ihnen entgegengestreckten Hände erfassend mit einem: Gott sei Dank! auf den festen Boden sprangen? Warum hörte man durcheinander ängstliche Fragen und Antworten? Es waren nur zwei Böte gekommen.
Einer der Fischer, indem er als letzter aus seinem Fahrzeug an's Land stieg, sagte mit lauter Stimme, die durch das Sausen des Sturmes ein jeder vernehmen konnte:„Ja, Peter Geerts ist
Ihre Majestät.
noch zurück. Er konnte nicht mit uns fort, und wir hatten selber genug zu thun, um rechtzeitig noch an's Land zu kommen.“
„Das fürchtete ich,“ hörte Frau Helmich noch die Erwiderung des alten Harms,„das kommt, weil Jan nicht bei ihm ist. Der junge Mensch, den er statt seiner mitgenommen hat, versteht nicht zu rudern, hat noch nicht die Kräfte und Erfahrung.“
Max Helmich's Mutter stieß einen Schrei aus und wäre viel— leicht zu Boden gefallen, wenn nicht zwei Arme sie aufgefangen und gestützt hätten. Es war Stinchen, die, selbst zitternd und bebend, die arme bei jedem Schritte strauchelnde Frau in die Hütte führte und sie dort auf eine Bank niedersitzen ließ, die dann wieder nach dem Strand hinunter eilte, um nach ihrem Vater auszusehen.
(Schluß folgt.)
Die Nose.
Die Rosen im freien Lande, also im Blumengarten, gedeihen in jedem wahrhaften, grundwasserfreien lockeren Boden, am besten in mit Kuhmist stark gedüngtem lehmigen Sandboden; wo solcher nicht vorhanden ist, da muß er hergestellt werden und zwar vor allem durch Ableiten hochstehenden Grundwassers und durch Rigolen bis auf wenigstens 65 om Tiefe, wobei ihm folgende Bestandtheile
beizumischen sind: in magerem Sandboden verrotteter Wiesenlehm, wenn möglich von einer Hütung oder Viehweide, und Dünger, von welchem jede Art gut ist, der Rindsdung selbst dann, wenn er noch ziemlich frisch ist, andere Arten in halbverfaultem Zustande; auch Straßenkehricht von gepflasterten oder asphaltirten Straßen; er muß aber wenigstens ein Jahr im Haufen gelegen haben und mehrere Male umgelegt worden sein. Ist der Boden fest und bindig, dann
Die Braut.
muß er porös und locker gemacht werden und zwar während des Rigolens durch Beimischung von Sand oder grober Koksasche und Lauberde, von kleinen Stücken Holzkohlen, Kalk, oder Ziegelsteinen, die im Boden eine gleichmäßige Feuchtigkeit erhalten und den Pflanzen (durch die Wurzeln) reichliche Nahrung bieten, und von Torf; Torf— und Moorboden dagegen müssen durch Beimischung von Kalkmergel, Sand oder Koksasche, Lehm, Asche und Kalkstaub verbessert werden.
Die Rosen gedeihen nur in freier, sonniger Lage; stehen sie weniger günstig, dann wird man sich nicht wundern dürfen, wenn sie wenig und unvollkommen blühen, zu viel oder zu wenig wachsen und stark an Krankheiten und Ungeziefer leiden oder überhaupt bald krank werden und schließlich absterben. Das einzige Heilmittel in solchem Falle besteht nur im Versetzen in eine bessere Lage und in guten Boden.
Man pflanzt die Rosenbäumchen oder Sträucher am besten im Frühjahr; man schone dabei die Wurzeln, hauptsächlich die feinen Faserwurzeln mit ihren immer neu sich bildenden, dem bloßen Auge nicht sichtbaren Wurzelhaaren, durch welche allein die Nahrung aus dem Boden aufgenommen und den Blättern zugeführt wird; nur alle faulenden, vertrockneten oder gebrochenen Wurzeln sind abzu⸗ schneiden.— In Beziehung auf das Hoch- oder Tiefpflanzen ist der Rosenstock sehr geduldig; wenn eine ansprechende Gruppirung, namentlich von Kronbäumchen, es nöthig erscheinen läßt, kann man gar sehr tief pflanzen; im andern Falle setzt man so, daß der
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