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dem Sonnenschein ihres Glückes zu neuer Jugend erblühte, wie ihre blassen Wangen sich rötheten, der Hauch der Schwermuth, der über ihren Zügen gelegen, allmählich wich und ein lieblich helles Lächeln diese verklärte. Sie hatte bisher sich immer noch in Schwarz ge⸗ kleidet, nun fing sie auf Webers Bitten an, helle Farben zu tragen, die ihrer zarten Erscheinung etwas Jugendliches gaben, was ihn entzückte. Es machte ihm Freude, ihr allerlei Zierlichkeiten zur Toilette zu schicken und er entwickelte dabei einen Geschmack und eine Sorgfalt der Auswahl, die ihn selbst überraschten.
„Du verwöhnst mich und wirst mich eitel machen, ich habe der— gleichen nie getragen, nie besessen,“ meinte dann wohl Anneliese.
„Lasse mich doch,“ bat er dann lächelnd,„es ist ja nicht für Dich, nur für mich, weil es mir solche Freude macht, wenn Du so jung und hübsch aussiehst.“
Er wünschte dringend die Hochzeit zu beschleunigen.„Weshalb sollen wir warten,“ sagte er,„mir ist es in meinen vier Wänden gewaltig einsam, ich sehne mich darnach, daß der gute Geist meiner kleinen Hausfrau darin waltet. Du hast keine Heimath und unserm Knaben wird es auch gut thun, unter die väterliche Obhut zu kommen.“
Anneliese theilte zwar den Wunsch ihres Verlobten, doch meinte sie, Frau von Hartwitz' Rückkehr erwarten zu müssen, nicht ihre Hochzeit ohne die Anwesenheit der Frau feiern zu können, der sie so viel dankte. ‚
„Lasse uns geduldig warten,“ bat sie,„ist erst der Sommer da, dann hält es Frau von Hartwitz sicher nicht mehr in Dresden und sie wird Martina dann veranlassen, nach Hause zu kommen.“
Und Weber fügte sich vorläufig seufzend, erlangte aber doch endlich das Versprechen, daß spätestens im Herbst die Hochzeit statt— inden solle, auch im Falle, daß Frau von Hartwitz dann noch nicht in Ornshagen sei.
Seit seiner Verlobung sah er Heddenheim nur selten. Zum Theil fügte es sich dadurch, daß Weber die Stunden, welche ihm sein Beruf frei ließ, beinahe täglich in Ornshagen verlebte, anderer⸗ seits aber vermied auch Heddenheim jetzt das Zusammenkommen mit dem Freunde, das ihm sonst eine liebe Gewohnheit gewesen var. Das glückstrahlende Antlitz Webers, der eine viel zu ehrliche und harmlose Natur war, um nicht in voller Unbefangenheit immer⸗
bort von seiner„kleinen Braut“ und der gemüthlichen Häuslichkeit
zu sprechen, die sie ihm bereiten werde, war für Heddenheim eine stete Erinnerung des eigenen Schmerzes. Er zürnte sich selbst, nannte sein Empfinden häßlichen Neid und konnte desselben doch nicht Herr werden. Er gönnte ja Weber von Herzen alles Glück, sagte er sich, nur sehen mochte er es nicht, mochte sich nicht daran trinnern lassen, daß dem Freunde an derselben Stelle, an der er seiner Liebe hatte entsagen müssen, der ersehnte Preis zu Theil ge⸗ worden war. Alle die bitteren und schmerzlichen Gefühle, die in ihm aufstiegen, versuchte er vergeblich niederzukämpfen, versuchte es vergeblich, sich klar zu machen, daß er, bevor er Martina gekannt, ein zufriedener Mann und fest entschlossen gewesen sei, niemals eine Ehe zu schließen. Jetzt dünkte ihn sein Junggesellenleben öde und farblos, das Einzige, was dem Dasein Schmuck verlieh, schien ihm etzt die Vereinigung mit einem geliebten Weibe, das Einzige, was die Berufsarbeit aus der Erbärmlichkeit schnöden Gelderwerbes erhebe, der Gedanke, daß man für Weib und Kind schaffe.
Neben diesen niederdrückenden Vorstellungen quälte ihn aber auch unausgesetzt der Vorwurf, daß er Martina's Glück zerstört, ihren frischen, frohen Sinn gebrochen habe. So oft er sich's auch sagte, daß er recht gehandelt und nur gethan habe, was er mußte, der nagende Vorwurf wollte nicht weichen und die bleichen, schmerzlichen und zugleich so zornigen Züge des geliebten Mädchens, wie er es letzt im Garten von Ornshagen gesehen, standen anklagend vor einer Seele. Was ihn sonst stets von jeder vorübergehenden Ver— timmung befreit, seine Arbeit, hatte diese Macht verloren, sie war ihm jetzt nur eine schwere Pflicht, die ihn immer von Neuem daran mahnte, daß er in einem Besitz lebe, der ihm nicht gebührte.
Da erschien dann, zuerst nur wie ein momentan aufleuchtendes und ebenso schnell wieder erlöschendes Hoffnungslicht, die Möglich— feit einer Versöhnung mit Martina, und dann gewann diese flüchtig zufsteigende Idee immer festere Gestalt. Was konnte sie denn dafür, daß ihre Mutter ein verworfenes Geschöpf war, das bis zur Ver⸗ bhrecherin— zur Mörderin gesunken? War sie nicht seit früher kindheit von dieser Mutter getrennt und nichts— nichts an ihr zemahnte an eine Erbschaft des Blutes. Es war ja blinde Thor—
heit, zu meinen, daß um der Mutter willen eine Verbindung mit einem Mädchen wie Martina einen Flecken auf seine Ehre bringen könne, blinde Thorheit, um einer vagen Furcht willen, daß diese Frau, die seit länger als zwanzig Jahren im Dunkel verschwunden war, doch noch einmal aus demselben auftauchen könne, sein eigenes und Martina's Glück zu opfern.
Wenn dieser Gedanke ihn neu belebte und mit einer berauschenden Glücksempfindung erfüllte, dann verschwand derselbe auch ebenso schnell wieder vor der Erkenntniß, daß er nicht an eine Vereinigung zu denken habe, sondern an eine Versöhnung, daß nach seinem letzten Begegnen mit Martina er es nicht wagen dürfe, ihr werbend zu nahen; fie zürnte ihm ja und in seinem tiefsten Innern sagte ihm eine Stimme, daß sie ein Recht dazu habe.
Wochen waren unter diesen schmerzlichen Kämpfen, unter dem wechselnden Hoffen und Verzagen hingegangen, bis Heddenheim endlich zu dem Entschluß kam, diesem aufreibenden Zustande, der beinahe zu einem untragbaren für ihn geworden war, ein Ende zu machen. Er wollte es versuchen, Martina zu versöhnen, sie sich zu gewinnen; war sie unerbittlich, nun dann wußte er, daß er auf das Glück seines Lebens verzichten mußte. Doch er wußte auch, in einem Herzen wie das Martina's erlöscht die Liebe nicht, und eben diese Liebe war es ja gewesen, die so tief durch ihn gekränkt worden, und da mußte es seinem heißen Bitten, seiner eigenen starken Liebe gelingen, sie zu versöhnen.
Kaum daß der Entschluß gefaßt war, so brachte er ihn auch zur Ausführung. Er konnte sich in seinem Geschäft leicht für einige Tage durch den ersten Buchhalter vertreten lassen, die nöthigen An— ordnungen deswegen waren schnell getroffen, sein Diener beauftragt, den Koffer zu packen und noch an demselben Abend reiste er ab.
Das Begräbniß von Blanche hatte still und einfach stattgefunden. Martina hatte der Mutter Grab mit Blumen geschmückt und die Thränen, die dabei in ihren Augen gestanden, hatten nicht dem Tode derer, die dort ruhte, sondern ihrem vorangegangenen Leben gegolten.
Sie waren vom Kirchhof heimgekehrt und Frau von Hartwitz hatte im richtigen Erkennen, daß stilles Nachdenken Martina jetzt am wohlthuendsten sein würde, sie allein in ihrem Zimmer gelassen. Sie saß, den Blick auf die im Schooß verschlungenen Hände ge— heftet, und durchlebte im Geist noch einmal, was ihr die letzten Tage an stürmischen Erregungen gebracht hatten. Das Gefühl der Be— freiung, das sie zuerst gehabt, als ihr Frau von Hartwitz gesagt: Deine Mutter hat das Verbrechen, dessen man sie beschuldigt, nicht begangen, war, als sie dann selbst die Mutter gesehen, schmerzlichster Beklemmung gewichen. Es waren harte Kämpfe gewesen, die sie da durchgerungen und sie dankte dem Geschick, das so bald und so milde durch den Tod gelöst hatte, was ihr ein unentwirrbares Netz gedünkt.
In diesem Sinnen kehrte auch der Gedanke an Heddenheim wieder und zum ersten Mal vermochte sie seiner ohne bitteren Groll, ja mit einem Gefühl der Versöhnung, des Verstehens, zu denken. Er hatte damals doch wohl recht gethan, denn nun sie wußte, wie unaussprechlich sie selbst darunter gelitten, diese Frau Mutter nennen zu müssen, begriff sie, daß ein Mann— ihr Gatte— es nicht zu ertragen im Stande gewesen wäre. Und dieser Kampf zwischen Nichtwollen und Sollen, zwischen Pflicht und innerster Auflehnung gegen dieselbe, hatte nur zwei Tage gewährt, wie, wenn er sich durch Monate, durch Jahre hingezogen? Hätte der Gatte der Gattin verwehren können, die hier so schwere Kindespflicht zu erfüllen? Welche Verwirrungen und Schmerzen, welche unmöglichen Verhält— nisse wären daraus entstanden! Der klare Blick des Mannes hatte das überschaut und erkannt, daß er der Liebe entsagen mußte; sie verzieh es ihm jetzt, nur daß er ihr statt seiner Liebe sein Ver⸗ mögen geboten, das war hart gewesen— er hatte es Pflicht ge⸗ nannt, aber nein, nein, er hätte es nicht gedurft! Und nun fingen ihre Thränen an zu fließen.
In der tiefen Versunkenheit in ihre Gedanken hatte sie ein wiederholtes Klopfen überhört, nun öffnete sich die Thür und das junge Dienstmädchen trat ein.
„Ach, das Fräulein ist doch da, ich glaubte schon das Zimmer wäre leer. Hier ist ein Herr, der das Fräulein zu sprechen wünscht.“
Sie reichte Martina, die sich schnell erhoben hatte und mit dem Tuch über ihre nassen Augen gefahren war, eine Karte.
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