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men Hul. van Mossel bestimmt haben, gewissermaßen einen Windschirm aus
vor ihr.„Höre mich an: was immer von kleinlichen Eifersüchteleien in Deinem sonderbaren Benehmen liegen mag, Du solltest es wissen, 17 daß ich nicht der Mann bin, mich daran zu kehren. Deine Stief—
gewünscht, in der Nähe ihres Vaters zu bleiben, schon um meinetwillen hätte sie es gewünscht. Da sind aber andere Gründe, die den Herrn
. meiner Tochter zu machen, um seine eigentlichen Absichten dahinter tochter ist entzückend; ich fühle mich jung und zu neuem Leben geboren ngen zu verbergen.“ und Adeline Lindner wird meine Frau,— verstehst Du mich?“ ind Sie erhob die sanften blauen Augen zu ihm; sie hatte ihn nicht„Nur zu wohl,“ antwortete sie dumpf und bebte an allen bitte verstanden, war zu sehr mit andern Gedanken beschäftigt, als daß Gliedern.„Wie viel Geld brauchst Du? wie viel willst Du haben lz sie seinen Worten irgend welche Deutung gegeben hätte. für das Versprechen, Deine Vorsätze hier aufzugeben und Dich für Jade⸗ Lindner verließ schnell das Zimmer und Julia sah ihn erst wieder, immer hier aus der Gegend zu entfernen?“ fragte sie mit einer daß als er kam, sie zur Begrüßung des geehrten Gastes zu holen. War Festigkeit, oder vielmehr einem Trotz, der ihrem Gesicht einen ganz
Ball es der schwarze Sammet ihrer Toilette, sie war ganz auffallend bleich, fremden Ausdruck gab.
esten als der Lord sie ehrfurchtsvoll, aber mit einem prüfenden Blick„Du hast eine ganz niederträchtige Meinung von mir; wer N in begrüßte. Adeline war in einer dunkelrothen, purpurfarbenen Sammet⸗ durfte dies anders erwarten?“ fragte er mit einem wegwerfenden
toilette und war ganz außergewöhnlich reizend in ihrer pikanten Achselzucken.„Ich liebe Deine unvergleichliche Stieftochter und dae Schönheit. Auch machten des Lords feurige Blicke kein Geheimniß woher wolltest denn Du die Summe nehmen, die mir mein Glück 10 aus seiner Bewunderung. Im Verlaufe des Abends bei dem in abkaufen könnte, wenn es überhaupt zu verkaufen wäre?“ 8 nit der Eile etwas zu lukullisch bereiteten Mahle, das N als ein im⸗ i„Kümmere Dich nicht darum, nenne sie mir,“ entgegnete sie nter provisirtes gelten sollte, ließ Lord Graham seine Absichten deutlich mit derselben unerschütterlichen Festigkeit.
J- durchschimmern. Er schien zu wissen, daß er als Sieger den Platz„Nein, mein liebes Kind, ergehen wir uns nicht länger in der— verlassen werde und deshalb auch nicht beabsichtige, lange Unter— artigen Unmöglichkeiten,“ sagte er lachend und schlang den Arm
daß
1 handlungen zu pflegen. Sobald das lange Souper vorüber war, um sie. Julia trat, von seiner Berührung erschreckt, hastig zurück. 155 eilte Julia zu Ellinor, die schon eingeschlafen war. Sie war ganz—„Ich werde Dein Schwiegersohn, mein Schatz,— man hat 5 außer sich, rang die Hände und flüsterte leise hastige Worte. schon komischere Situationen im Leben gesehen, wie diese,“ lachte 115 Plötzlich horchte sie erschreckt auf,— das Pferd des Lords wurde er laut auf. f ö 5
1 schon von einem der Knechte in den Hof geführt. Hastig, ergriff„Du wirst meines Mannes Schwiegersohn,“ sagte sie bebend, bund Julia einen Mantel, verhüllte das Gesicht mit einem Schleier und[„und eines schönen Tages erfährt der arme Mann—“
ihr eilte aus dem Hause. Der Mond war noch nicht völlig aufgegangen,„Ver wird es ihm sagen?“ fragte er erbleichend.
geen sie kam ungesehen in den Garten und von da durch das Pförtchen e rief sie außer sich. 1 g g
5„ am Ende des Gartens ins freie Feld. Sie horchte in die Nacht„Du, Julia, Du?“ schrie er auf.— Es trat eine lange Pause 15 1 hinaus; sie hörte noch nichts vom dem Reiter. Ihre kleinen Zähne ein; der Lord blickte finster auf das junge Weib, das jetzt herzzerreißend 05 z zitterten auf einander vor Kälte und Angst. Was konnte sie dem schluchzte. nien 1 gefürchteten Manne sagen, nachdem er seinen Entschluß heute Abend Nach und nach milderten sich seine Züge; sie nahmen den Aus⸗ ln so deutlich zu verstehen gegeben? Würden nicht ihre Bitten umsonst druck zärtlicher Weichheit an und sein Blick ruhte traurig und 5 die sein seiner Hartnäckigkeit gegenüber? Nach einer Viertelstunde stand vorwurfsvoll auf ihr. Nit. sie an dem Fichtenwald. Die hohen schlanken Stämme strebten empor„Gieb mir Deine Hand, Julia,“ sagte er langsam.„Ver⸗
zeihe mir, trage mir keinen Haß nach, ich bin schon unglücklich
. wie ein Wald von schlanken Säulen; eine heilige Ruhe von er— genug. Ich bin bereit, Dir ein Opfer zu bringen; wie nun mein
1 greifender, angstvoller Wirkung herrschte in dem düstern Dome,
war 4 dessen Hintergrund sich in Nacht verlor. Das tiefschwarze mächtige Leben nachher werden wird, das kaunst Du Dir denken. Lebe aten Dach, welches das dunkle Laubwerk bildete, ließ hier und da den Mond wohl, Julia, wir sehen uns nicht wieder!“ Jula leuchtend durch das tiefe Schwarz blicken und gab dem Ganzen einen Sie hielt seine Hand.„Kann ich fest darauf bauen, daß Du
dete ö unheimlich überwältigenden Reiz, der selbst auf Julia seine Wirkung gehen wirst?“ fragte sie fieberhaft.„Werden zehn- bis zwölftausend fte nicht verfehlte. Sie vergaß einen Augenblick lang, gefesselt von dem Thaler Dir genügen, Dir irgendwo eine Zukunft zu gründen?“ der großartig wunderbaren Anblick, ihre Noth und Angst und starrte— Er bewegte als Antwort nur wegwerfend Kopf und Schultern sosen in die sich nach und nach im Dunkel verlierenden Säulen. Da fuhr und ging durch die hochragenden Stämme seinem Pferde zu, das zum sie auf, der Hufschlag eines Pferdes wurde in der stillen Nacht gehört. er in einiger Entfernung angebunden hatte.
gegen Sie zog den Mantel fester um sich und wartete zitternd auf das„Morgen Abend zehn Uhr an dieser Stelle werde ich Dir die x be⸗ Näherkommen des Reiters. Er war nur noch wenige Schritte ent-] Summe einhändigen,“ flüsterte sie ihm nach.
Bett fernt, als sie ihm entgegen aus dem Schatten des Fichtenwaldes trat. Er war verschwunden, er mußte wohl das Pferd auf einer andern
„Siehe da, ich dachte es mir wohl, als ich Dich nicht mehr sah, daß Du auf der Zusammenkunft bestehen würdest,“ flüsterte er, indem er vom Pferde stieg und es vorsichtig in den Säulenwald hinein⸗
Stelle aus dem Walde geführt haben. Julia athmete auf und starrte in den dunkeln Fichtenwald hinein, durch den der Mond hier und da einen Blick warf.
führte.„Was hast Du mir nun zu sagen, mein Schätzchen, das„Ei, guten Abend! Das nenne ich ein unverhofftes Begegnen,“ wichtig genug sein könnte, Dich alle Gefahren vergessen zu lassen, rief eine Stimme dicht hinter ihr. In tödtlichem Erschrecken Lord die eine solche Unvorsichtigkeit über uns Beide zu verhängen im wendete sie sich um und sah ihren Stiefsohn Georg.—„Ich ein Stande ist?“ glaubte von Weitem, Adeline und der Papa wären mir entgegen⸗ cher,„Ich für meine Person achte keiner Gefahr,“ sagte sie leiden— gekommen; beim Näherkommen bemerkte ich aber, daß Du es warst adlich schaftlich erregt,„ich werde kein Mittel scheuen, Dich zu überzeugen, und daß die andere Person— nur ein, Schatten gewesen ist,“ er⸗ 65 daß Du nicht einen Schritt weiter gehen darfst. Ich bin außer mir, klärte g. dem er einen prüfenden Blick an den Fichtenwald warf. ng wie Du heute Abend vorgegangen bist; um Gotteswillen, gehe, Frau fand vor Schreck kein Wort.„Ich bin eitel genug, liebe n mache uns nicht unglücklich.“— Der Lord stand mit verschränkten Mama, mir einzubilden, daß Du meinetwegen den Spaziergang eilen 5 Armen vor Julia, es blitzte in seinen Augen auf, er zog die Lippen unternommen, hast. Mein Brief muß ja doch in Mandsfelt an⸗ 1 ein und erwiderte eine Zeitlang kein Wort. gekommen sein; ich erwartete aber umsonst den Wagen in der und Julia athmete schwer und ihre Augen irrten ruhelos über die Stadt. und dachte schließlich, ich wollte mich auf den Weg machen, 9 1 winterliche Erde.—„Wirst Du morgen abreisen?“ fragte sie endlich der Wagen müsse mir doch begegnen.“ 1 9 mit flehendem Blick. Julia murmelte etwas von Besuch und Souper und einem ders 5„Ganz gewiß nicht,“ antwortete er rasch; ich bin nicht gewohnt, heftigen Kopfweh, das sie in die kühle Nachtluft hinausgetrieben. daß mir ein Mensch auf Erden seinen Willen diktirt, und von den„So weit solltest Du Dich aber doch nicht wagen; in einer i Launen einer Frau habe ich mich nie abhängig gemacht.“ so hellen Mondscheinnacht könnten irrende Ritter auf Abenteuer n„O Du hättest besser daran gethan, die Bitten treuer Liebe ausgehen, und da Du zum Geschlecht der Hochedelgeborenen ge— ien anzuhören,“ rief sie und brach in Thränen aus. hörst, so könnte es einem leicht einfallen, meinen Vater zum Stroh⸗ en„Nun noch Vorwürfe!“ rief er ungeduldig.„Wenn Ihr nur wittwer zu machen.“ Er lachte laut über seinen groben Witz f 122 1 wüßtet, wie dieses Gewinsel uns zuwider ist! Laß die Vergangenheit und Julia zitterte vor dem Gedanken, daß Georg den Lord ge— g 1 10 ruhen, Julia, ich rathe es Dir,“ sagte er drohend und stand dicht sehen haben möge.— Als sie am Gutsgebäude anlangten, war e 9 3 0 1 a


