Ausgabe 
22.8.1886
 
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ein Bote von des Gehringers Schloß ist eingetroffen. Der Erbe des Hauses ist im Streit mit dem Nidgauer gefallen, und der

Eiserne begehrt nun den zweiten Sohn von uns zurück. Ihr

sollt Eurem jungen Freund sein Schicksal verkünden.

Auf den Wangen des stillen Mannes wechselte die Farbe von tiefster Blässe zu jäher Gluth.Das Schicksal ist Gott! sagte er leise. Ehe er nach der Zelle schritt, in der ihn Franz erwartete, hielt er einige Augenblicke vor dem Kreuzbild an, das die Eingangshalle des Ge bäudes schmückte, um das ungestüme Pochen seines Herzens zu bändigen.

Der junge Mann hörte die unerwartete Trauerkunde mit starrem, fast verständnißlosen Blick an. Dann zuckte plötzlich ein heller Licht strahl über seine Züge und ein Zittern und Frösteln, wie vor namen loser Etregung, überrann seine Glieder. Sanft und mild wollte der Mönch ihn an sich ziehn, aber mit einer heftigen Bewegung entwand er sich den treuen Armen, und indem er die schmale Hand seines Freundes ergriff, warf er sich laut schluchzend zu dessen Füßen.

Vergieb mir, Silas! rief er, indeß sein heißer Mund auf der kalten

traulichen, kindlichen Ausdruck erhellt erschien. mit schüchternem Griff in die dargebotene Hand.

ganzen Botenrittes beschäftigt.

Todten und die prunkvolle Bestattung desselben.

wittern die Krähen ein Fest.

Im Walde verlassen.

Hand des Mönches brannte.Du weißt und siehst, daß es nicht der Schmerz ist, der aus mir weint, sondern das große, neue, unermeßliche Glück! Ein Strom von entzückender Hoffnung, von Frühlingsluft, von Lebenswonne und Thatendrang wogt durch meine Seele. Du weißt, daß ich gefaßt war, zu entsagen. Aber Gott ist zu groß und zu gut, er konnte das Opfer nicht annehmen. Ach, Silas, ich habe ihn nie erkannt, bis zu dieser Stunde! Jetzt erst thut sich's wie ein, süßes, himmlisches Licht vor meinen Augen auf; jetzt erst fasse ich's, wie

überwältigend die Barmherzigkeit des Gottes ist, der mir als er⸗ Vergieb mir, Silas, daß ich mich freue! Ach Du ahnst nicht, wie viel tausendmal besser, edler,

habener und strenger Herr erschien.

gläubiger mich diese Freude macht, als der Kummer, den ich hier Jahre lang schweigend ertrug! N

Ein schwerer Tritt auf den Fliesen das Ganges und ein lautes Klopfen an der Zellenthür schreckten den Knieenden empor. Zitternd schob Franz den Riegel zurück.

Da stand ein breiter, rothwangiger Schalk in ledernem Reiter

wams und hohen Stulpenstiefeln, an dessen ganzer, fröhlicher Er

scheinung auch nicht ein Zug die Trauerbotschaft verrieth, die er

anzukünden gekommen war.

Der lauschende Knabe streckte die Arme aus, wie um die Kraft seiner Sehnen zu prüfen und wollte eben erwidern, daß er von nun an auch dabei sei, wenn es zu strafen und zu rächen gälte; aber ein Blick auf das traurige, stille Gesicht des Mönches schloß ihm die Lippen. Wie ein stechender Schmerz stahl sich plötzlich der Gedanke an den nahen Abschied von dem theueren, treuen Genossen in sein erregtes Herz. Silas, der den inneren Kampf seines Lieb lings aus dessen Mienen las, suchte seinen Trennungskummer unter einem harmlosen, fröhlichen Lächeln zu verbergen.

Die Mönche ließen es sich nicht nehmen, den eifrigen Wilram, der zu sofortigem Aufbruch drängte, wenigstens eine Nacht lang zu beherbergen und durch eine erlesene Abendmahlzeit zu ehren. Der Klosterwein löste die Scheu, welche die ernste Umgebung dem heiteren Manne anfänglich eingeflößt, und während die Brüder näher und traulicher um den immer gesprächiger werdenden Gast zusammen⸗ rückten, stahlen sich Silas und Franz aus dem Refektorium hinaus ins Freie, wo der Vollmond sein weißes Licht ergoß. Es waren nur wenige schlichte, ernste Worte, mit denen der Mönch seine Mahnungen und Segenswünsche für den Scheidenden aussprach, aber dieser fühlte, wie jedes Wort aus einem unerschöpflichen Born von Liebe quoll.

Wilram! rief Franz, indem sein thränenvolles Auge von einem Der Knappe schlug Die feuchten Blicke seines Herrn machten ihn verlegen, er hatte ganz vergessen, daß er eine Trauerkunde überbringe; nur die Freude des nahen Wieder sehens und die Genugthuung, daß aus demMönchlein nun doch noch ein ehrlicher Mensch werden müsse, hatten ihn während dieses tun mußte er dem lauschenden Herrn alle Einzelheiten der letzten Tage und Wochen berichten, den Kampf mit dem Nidgauer, die Belagerung von dessen Burg, das schnelle Ende des finsteren Bruders, den ein Pfeil, den die Belagerten ent sandt, mitten ins Herz getroffen, den traurigen Heimritt mit dem

Der Nidgauer mag nur seine Mauern stützen und seine Pfeile schärfen, sagte der Erzähler,Euer Vater wird ihm den Tod seines Erben nicht schenken, und wenn der im Zorne drein schlägt, so

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