Ausgabe 
21.2.1886
 
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5 N und für sie nur Pflichten, Leiden und Schmerzen schuf. Damals der Residenz des kleinen deutschen Herzogthums? Frank war der fühlte sich der Mensch noch dem Thiere näher, war sich noch bewußt, Familienname meiner Mutter. Ich hatte ihn in Amerika an daß er wie jenes aus Eines Schöpfers Hand hervorgegangen sei, genommen, nachdem mein Vater sich von mir losgesagt hatte. daß Beide der Hauch Gottes ins Leben rief. Während meines langjährigen Aufenthalts 55 den Vereinigten

Acht Jahre war ich in den Vereinigten Staaten, als mich eine[Staaten hatte ich nur zweimal Nachricht aus der Heimath erhalten durch meinen Freund, den

Postmeister. In dem ersten

Briefe, den ich ein Jahr nach

meiner Ankenft drüben erhielt,

theilte er mir mit, daß des

Herzogs Adjutant wenige

Monate nach meiner Flucht

meine frühere Braut heim⸗

geführk habe. Der alte

Kommerzienrath habe seinem

Schwiegersohn als Hochzeits

geschenk ein Rittergut gekauft,

die alte Kommerzienräthin aber sei vor Freude und

Hochmuth närrisch geworden.

Iduna scheine auch ganz

glücklich. Sie sei auf allen

Hofbällen die gefeierte Schön⸗

heit, mache ein großes Haus

und dergleichen mehr. Ich lächelte über diese Geschich ten.

Sie kamen mir so komisch,

so wunderlich vor. Ich ver

stand sie kaum mehr, hier in mitten des großen, freien

Lebens einer jungen Nation,

die nicht auf ihrem breiten

Rücken die Vorurtheile und

überlebten Kastenunterschiede

des alten Europa mit sich herumschleppte, wo nur der

Mann aus eigener Kraft galt.

Dann aber schrieb er mir

Folgendes:(Der Erzähler las

die Stelle uns aus einem

Briefe, den er seiner Brust

tasche entnahm, wörtlich vor.)

Deine einstige Verlobte, die

jetzige Baronin Iduna von

Grüner, hat mit ihrem Manne

uns verlassen und ist nach

Berlin übergesiedelt. So viel

ich höre, ist ihre Ehe jetzt

sehr unglücklich. Ihr Mann ist ein wüster Geselle, der jetzt, nachdem auch sein Schwieger vater gestorben, seinen früheren Neigungen, die ihn schon sein eigenes Vermögen vergeuden ließen, ungescheut fröhnt. Er hat kostspielige Liebschaften mit Frauenzimmern, die ihn aussaugen, er spielt, er ist bei allen Wettrennen, kurz, selbst das Ve e des

Kommerzienraths würde für

seine Passionen nicht aus

reichen, wenn dieser nicht in seinem Testamente die für sorgliche Bestimmung getroffen hätte, daß der Baron, so lange Iduna, oder unmündige ite Sehnsucht nach der deutschen Heimath überfiel. Ich Kinder aus seiner Ehe mit derselben leben, nur einen Theil des 0 hatte in den letzten Jahren Glück gehabt, mir soviel erworben, daß Zinsgenusses haben, und erst nach deren etwaigem Tode in den 9 ich im alten Vaterlande als freier und 10 500 hängiger Mann leben vollen Besitz und Eigenthumsgenuß treten solle. Kinder sind aus e 9 konnte. Die Zeit war eine andere geworden. Ich glaubte jenen[der Ehe nicht vorhanden, was noch ein Glück für die arme Iduna Steckbrief, der hinter mir herlief, in Verhessenheit gerathen und 0 die mir trotz alledem sehr leid thut. Sie ist nicht nur ein außerdem Deutschland ist groß. Wer vermuthete in dem Walter Opfer ihrer Koketterie, sondern noch mehr der lächerlichen Eitelkeit

Frank aus St. Louis den ehemaligen verfolgten Demokraten aus Mer Eltern, besonders ihrer Mutter. Wie wenig wahrer Stolz

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Im Plauder winkel.