Ausgabe 
19.12.1886
 
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Silben-Räthsel.

Aus folgenden Silben: ac, be, bri, ca, che, ci, da, dix, dra, e, el, enz, flo, föhr, he, hu, i, i, ke, kla, la, li, mon, ne, ne, ne, ne, nel, pe, rho, rich, scheikh, se, sel, tow, trus, u, va, wei, zen,

sind 19 Worte zu bilden und so in ein Quadrat zu stellen, daß die beiden Diagonalen, von links oben nach rechts unten, und von rechts oben nach links unten gelesen zwei Worte ergeben.

Die 19 Worte bezeichnen:. 1. Reihe: 1. Insel in der Nordsee. 2. Name eines deutschen Opern⸗ komponisten. 3. Ort im Kanton Bern. 4. Berg in Tirol. 5. Die an beiden Ufern eines Fausses i Weine. 6. Befehlshaber eines e e eFluß in Hochasten. 8. Männlicher Vorname. 9. Eine Blume. 10. Ein Vulkan. 11. Volk in der asiatischen Türkei. 12. Ein Sternbild. 13. Feldherr der Athener(480 vor Chr.) 14. Ein Apostel. 15. Befestigte Stadt in Syrien. 16. Verstorbener deutscher Lustspieldichter. 17. Ein Raubvogel. 18. Nordamerikanischer Freistaat. 19. Weiblicher Vorname.

S

Zweisilbige Charade.

Der keck, als ungebetener Gast, Die zweite Silbe, spitz und fein, 118 heimlich ee Kann tiefe Wunden geben,

Und wenn man glaubt, er sei gefaßt, Und dringt ste gar in's Herz hinein, In flücht'gem Sprung entwichen, So ist's gescheh'n um's Leben.

Den lehrt hier, mit vier Lettern dich, Doch ist sie, statt dem Mord verwandt, Die erste Silbe kennen, 1110 friedlich oft zu sehen,

Doch läßt er nicht gern öffentlich Und mancher fleiß'gen Dame Hand Sich laut bei Namen nennen. Weiß damit umzugehen.

Für's Ganze, zählt man's dann und wann Auch zu den Kleinigkeiten,

Muß, wenn man ihn erhaschen kann,

Der Thäter Strafe leiden,

Und doch, ein Flecken bleibt zurück

Dem Anseh'n lang zum Schaden.

Nun, Leser, such' mit Schick und Glück Mein Räthsel zu errathen.

Gieb, eh' die erste Silbefloh

DenStich ihr mit der zweiten, Um ihr für alle Zeiten so

Das Ganze zu verleiden.

Auflösung des Logogriph in voriger Nummer: Reisende; der drei⸗ silbigen Charade: Fingerhut; des Buchstaben Räthsels:

.

N O E τ 8 Z g.%. e 2 2 2

2 E. . E

o E.E AE I ˖‚ R

Auflösung der Skat⸗ Aufgabe Nr. 73 Vorhand 15

*

* 4 2

4 2

Im Skat 5958 Trefle 7 7 und 8.

Vorhand spielt Carreau 7 aus; Mittelhand wirft Pique As ab und 1 muß dann sämmtliche Stiche machen.

Schach. Problem Nr. 425

von B. G. Laws in London. Schwarz.

3 22

2

1

2 2

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4 * 0* 8 2 e. . nn 12

7 e

155 5 8 1

4

Auflösungen. Problem Nr. 417 von G. Chocholous in Bodenbach. 1) d7 de 2) Dhs- e5: 3) Te7- d7f Kd5e6(e) 4) Td7-(Lds.) f Varianten: 2).. Kc 3) Ldat 4) Dd4 Matt. 1). K cb!(e4) 2) Ddat Kd: 3) Teir 4) el Matt. 1).. Thg: 2) Taff Kes 3) ff Tds Matt. 2). 1).. Te: 2) Tesf Kei(dg) 3) Tes(40 f 4 Ddt Matt. 1). e: 2) Tdrf Koll 3 Dogf 4) Dbs Matt. 1). cs 9). Los Kot 3) Degf 4) Dbs Matt. 1)

Tar ꝛc. Die beiden schönen Wendungen des Hauptspieles sind dieser Aufgabe mit dem im Hamburger Problemturnier gekrönten Vierzüger von J Pospisil gemein. Der Ver⸗

fasser von Nr. 417 theilt uns mit, daß er mit seinem Freunde und Schiller überein ge⸗ 9

kommen, getrennt eine Darstellung bi gleichen Idee zu versuchen. Die durchaus selbst⸗ ständigen Compositionen, welche auf diese Weise entstanden sind, besitzen jede ihre besonderen Vorzüge und Varianten. Die Lösung wurde angegeben von W. Kron in B., Dr. Knopf in G.

Ueber Oekonomie der Mittel in den Schachproblemen.

Das Novemberhest des Chess-Monthly bringt über Mattreinheit und ökonomische Ver- wendung der 5. in Schachproblemen einen Artikel, in welchem ein englischer Problemkomponist, E. Studd, der Verfasser der in dem letzten Problemturnier des Chess-Monthly mit 7255 ersten Preise gekrönten SendungTräumexei, Ansichten ausspricht,

die mit denen der hervorragendsten deutschen und österreichischen Problemlomponisten voll- ö

kommen übereinstimmen. Bezugnehmend auf einen Artikel von Minckwitz im September 1 81 1 Schachzeitung, von welchem eine Uebersetzung im Chess- Monthly erschien, agt Studd: Zustimmung zu dem Tadel, den Herr Minckwetz gegen die gänzliche Miß achtung ausspricht, die so viele i gegen eine scharf pointirte Idee und eine ökonomische Darstellung

derselben an den Tag legen. Es fängt an, mehr zur Regel als zur Ausnahme zu werden, 8

daß in einem Problem ein oder mehrere Ofsiziere am Rande des Brettes müßige Zuschauer bei dem Matt bleiben, zu welchem ihre Gefährten das Netz um den feindlichen König schlie ßen, während sie selbst berufen sind, in einer untergeordneten Variante sich für diesen Dienst zu re⸗ vanchlren. Die Entscheidung darllber, welche Variante das Hauplspiel ist, ist nicht selten eine schwierigere Aufgabe, als die Auffindung der Lösung selbst, und wenn dieses Desideratum überhaupt vorhanden ist, so ist das Matt in demselben oft durch gänzlichen Mangel an Rein⸗ e verunziert, 0 die Felder um den König doppelt und dreifach E fang oder ver⸗ perrt sind. Der schon erwähnte Minckwitz'sche Artilel hat auch C. Planck zu einer Gegenäußerung im Chess-Monthly veranlaßt, aus welcher wir die folgende Stelle hier wieder⸗ geben, weil sie den Standpunkt kennzeichnet, den einer der hervorragendsten englischen Pre⸗ blemkomponisten der Frage der Oekonomie in Schachproblemen gegenüber einnimmtOhne Zweisel ist die Oekonomie der wichtigste Faktor in der Problemk omposition und Mattreinheit (thatsächlich ein Zweig der Oekonomie) 0 einem guten Problem sehr nothwendig; aber die englische Compositionsschule erkennt zwischen absoluter Mattreinheit und großer An⸗ näherung an dieselbe keine solche Kluft an, wie es die deutsche Schule e thut. Auch verstehe ich die Logik nicht, welche darin besteht, an einer Stelle des Brettes die Rein⸗ 5 zu concentriren, und den Rest einer gleichmäßigen Häßlichkeit und Ungenauigkeit zu ilber⸗ assen, und doch ist es nichts anderes als dies, worauf das deutsche

Pland's Erwiderung ist übrigens hauptsächlich der Besprechung der Berger! schen Be · arbeitungen seines preisgekrönten Dreizügers aus dem Mirror⸗Turnier[Pr. 28 d. Bl. zu vergl.] gewidmet; hier sei nur erwähnt, daß Planck die wesentlichste Pointe seines Problems in den vier verschied enen Mattzügen als Antwort auf die vier Königs züge nach 1) 0 g6 Kos: 2) Ddéf sieht, eine Pointe, die es ihm nur durch den weißen Thurm(di) zu er zielen möglich geworden ist, und die er in Bergers Bearbeitungen vermißt. Seine Aus e schließen mit den Worten:Ich habe vom enzlischen Gesichtspunkte aus gesprochen. Obne Zweifel sind Herrn Professor Bergers Verbesserungen, vom deutschen Standpunkte aus be⸗ irachtet, dem Original weit überlegen, und ich balte mit dem Urtheil, welcher Stil mir als der beste erscheint, der deutsche oder der englische, zurück in der That, kaum ein deutscher oder englischer Componist könnte auf diese Frage eine vorurtheilefreie Antwort geben, ob schon Herr Minckwitz anderer Ansicht zu sein scheint. Es sollte jedoch nie vergessen werden, daß, um in Turnieren Erfolge zu haben, der Problemkemponist jeden Stil kultibiren muß und es giebt wabrscheinlich keine bessere Schule als diese, um ihm die schwachen Seiten in der Geschmacksrichtung der verschiedenen Nationen zu zeigen und ihn in den Stand zu setzen, einen mittleren Kurs zu steuern. 1

Briefwechsel. Dr. K. in G. Das Hauptspiel von Nr. 421 folgt nach LIA;* kann hicrauf nich mit Dds l r der Antwort Les oder d2d1(Springer 5 n E. 2 geht durch 1) Le7: Kff 2) ga 5) dt;. 1 ist völlig correct

Druck und Verlag derVolks⸗Zeitung, Akt.⸗Ges. in Berlin, Lützowstr. 105. Verantwortlicher Redakteur: R. Elch o in Berlin, Lützowstr. 105.

Kes 3) Taef 4 l Matt. beliebig 2) Dfs resop.

Ich glaube nicht, daß der echte Problemfreund zu weit gehen kann in seiner

System ost hinaus läuft.