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und vertiefen!“
Stimme durch ein paar eingelernte Worte zu einer morgen in der kleinen Station B. stattfindenden Theater- und Kunstvorstellung einlud.
Das zarte Gesicht der Kleinen, ihr schwermüthiger Blick und ihr traurigzuckender Mund sprachen beredter als tausend Worte von Kummer, Elend und Noth.
Den beiden Fröhlichen glitt gleichsam ein Schatten über ihre Weihnachtslaune. Edmund nahm das Kind zuerst bei der Hand, da Detlev noch in trübem, wortlosen Sinnen die Bahn verfolgte, auf welche diese kleine, traurige Erscheinung seine Gedanken gelenkt hatte.
„Willst Du noch weiter?“ fragte sie der junge Graf.
„Nach Rotau noch!“ sagte das Kind, indem es die großen Augen erstaunt auf Edmunds Antlitz heftete, das so freundlich, treuherzig und erbarmend zu ihm niedersah.„So fahre mit uns! Willst Du?“ sagte er. „Im Schlitten?“ fragte sie schnell, indem ein glückseliges Leuchten
über ihre Züge ging.
„Ja, ja!“ bestätigte er, und dann hieß er sie neben sich setzen, bestellte Kuchen und Trank für sie und nahm ihr das dünne Mäntelchen von den Schultern. Reizend und rührend war es anzusehen, wie wohl ihr's wurde, als die starren Glieder allmählich von der Wärme des Zimmers aufthauten und der behagliche Duft von Speise und Trank sie umfing.
Nassen Auges setzte die rührige Wirthin das Schüsselchen mit warmer Milch vor sie hin! Mit glückseligem Blick griff sie nach dem Löffel und dem lockenden Gebäck, das ihr Edmund reichte.
„Armes, armes Kind!“ sagte Detlev weich, indem er mit der Hand das wirre, schöne Haar aus ihrer durchsichtigen, seingeäderten Stirn strich.— Es war das erste Wort, das er zu ihr sprach— Sie ließ den Löffel sinken und sah ihn mit erschrockenen, starren Augen an. Das Wort ließ sie Hunger und Weihnachtskuchen ver gessen. Die schöne, leise Röthe, die ihr blasses Gesichtchen gefärbt, verschwand bis zum letzten Hauch, und mit erschütterndem Schluchzen senkte sie den Kopf auf die mageren, rothgefrorenen Hände.
„Nun siehst Du, was Du gethan hast!“ sagte Edmund vor wurfsvoll,„hättest Du sie doch essen lassen!“
Dem Sünder standen selbst die Thränen in den Augen. Er that, was er vermochte, um die Kleine zu trösten.— Allmählich ge— lang es ihm.— Als sie nach langem Zögern wieder zur Speise griff, schlich sich Detlev hinaus und überließ es Edmunds fröhlicher Zauber— kunst, ihr den letzten Thränenthau von den kleinen Wangen zu trocknen.
Als die Fahrt nach kurzer Rast weiterging, war ihr Kummer verflogen.
Selig jauchzend saß sie in dem feinen, pfeilschnell dahinsagenden Gefährt. Das Glück des Augenblicks schien ihr alles Leid ihres traurigen, kummervollen Lebens aufzuwiegen. Mit lachendem Mund und froh schimmernden Augen erzählte sie den Freunden von den elenden Künstlerfahrten der kleinen Wandertruppe, welcher ihre beiden
Eltern, die nun schon seit Jahren todt, einst angehört hatten und
welche sie nun bei sich behalte, um sie zu der traurigen Kunst groß zu ziehn. Es war ein grelles, jammervolles Bild, das sie lächelnd und unbefangen entrellte.— Den trügerischen Flimmer und Flltter, die tausendfachen Enttäuschungen, die leeren Säle, die berechnenden, unbarmherzigen Wirthe, die harten Nachtlager auf kaltem Boden, das trockne, bittre Brod der Armuth, sie kannte alles, alles, und mit ungekünstelter, herzrührender Einfalt erzählte sie es leicht wie etwas Selbstverständliches her, indem sie zwischendrein in das Schellengeklingel des Schlittens hineinsauchzte und bei jeder schnellen Wendung des Gefährtes in ein glockenhelles Jubeln ausbrach. Allmählich, als die Sonne blutroth hinter die Föhren hinabgeglitten war, wurde sie still. 1 1 „Frierst Du?“ sagte Edmund, der sie fester in die bunte Schlitten- decke hüllte. ö g „Ach nein,“ flüsterte sie mit liebreizendem, gedankenvollem Lächeln. Fünf Minuten später sank ihr Köpfchen an Detlev'g Schulter. Un. vermerkt war sie eingeschlafen und lachte nun im Traum, während klare Schneesternchen von dem sich leis umwölkenden Himmel herab— sanken und in ihrem goldigen, weichen Gelock hängen blieben. „Wir lassen sie nicht wieder von uns,“ sagte Detlev,„wir wollen ihr als Christgeschenk eine Heimath geben.“. „Das waren meine Gedanken während der ganzen Fahrt,“ ent— gegnete Edmund. N „Sie soll uns Beiden eine Schwester werden, wir wollen uns in ihre Liebe theilen; das wird unsre Freundschaft noch veredeln
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„Sie wird einmal sehr schön werden,“ sagte Edmund praktisch, „hoffentlich stört das unsre Freundschaft nicht.“ „Dann trete ich zurück,“ entgegnete Detlev, indem er das Tüch— lein der Schlafenden fester um das kleine Gesicht zog. „Oho, Du wärest der Letzte!“ lachte Edmund munter auf. (Schluß folgt.)
Lose Blätter.
Die Illustration unserer Weihnachtsnummer führt uns einen starken Gegensatz vor's Auge: glückliche Kindheit und einsames Alter. Der Nuß— knacker, mit welchem die Kinder spielen, bildet einen Theil der reichen Be— scheerung und unter der freundlich strahlenden Weihnachtstanne versuchen die Beschenkten, wie weit die Leistungsfähigkeit des neuen Spielzeugs geht. Alle Geschenke, welche bei diesem Fest der Liebe unter der Taune erschelnen, ind für das Kindergemüth von einem geheimnißvollen Reiz umwoben. Ist es nicht das Ehristkind, so istres doch ein anderer Sendbote aus himmͤlischer Hohe, welcher diese kostbaren Dinge zur Erde niederträgk. Und die Flämm⸗ chen der Weihnachtskerzen, die so wunderbar durch das duftige Taunengrün strahlen, werfen einen völlig überkrdischen Schein auf alle Gaben. O, dle holden Bilder aus der Weihnachtszeit beglekten uns weit auf unserm Lebeng— wege! Es mag die Zeit kommen, da der heiße Kampf um's Pasein uns dem Weihnachkefest entfremdet, niemals aber kaun der, dem die Weihnachts. tanne in den Tagen der Kindheit die Sinne entzückte, die Erinnerung an so wundervolle Erscheinungen verlieren. Da find dem alten Mustkanten, den unser erstes Bild zeigt„einsame Weihnachten“ beschieden, aber die bolden Genten der Kindheit umgaukeln ihn. Er gehört zu fenen Unglülcklichen, von denen Kueisel singt:
Ich bin ein armer Mustkant, Wie deren viele sind. Ich hab' nicht Haus noch Heimath—
land,
Ich hab' nicht Weib noch Kind. Ich sing' und spiel vor mancher Thür, Wohl um ein Stücklein Brot Und reicht man eine Gabe mir, Und ste versteht mich sederzelt, So sag' ich: Lohn' es Gott. Sie weint und lacht mit mir.
Ja, die Geige lacht und weint mit dem elnsamen Alten auch am helligen Abend, wo er allein ist in der öden Behausung und sie zaubert ihm die trauten Bilder aus der fröhlichen Kindheit wieder vor die Seele, damit Ber nicht mehr allein sei. In den Tönen der Geige verukmmt er das Kulstern der brennenden Kerzen, das Läuten der Weihnachköglocken, das herzliche Grißen der Freunde, das Lachen der Kinder und den Gesang der frommen Mädchen: Heillge Nacht! Und es wird wieder warm in dem alten Herzen und lebe, freundliche Gestalten grüßen ihn und zuletzt singt er hinein in bie Cantllene der Geige: O, du hellige, fröhliche, guadenbringende Weihnachtszeit!
l. h.
Die einz'ge Freundin, die ich hab', Ist hier die Geige mein. Sie zieht mit mir bergauf, bergab In Sturm und Sonnenscheln. Und was mich grämt und wag mich freut, All' das vertrau' sch ihr,
Ein Weihnachtsbaum eigenthümlichster Ark hat vor ein paar Jahren der Mannschaft eines Schisses geleuchtet, und wird denen tgewiß unvergeßlich bleiben, die ihn brennen sahen. Im Junk ls gingen zwel Schisse von Bremerhaven ab, die Germania und die Hausg zu einer Norbpolexpeßbltlon, wurden bei einem starken Nebel unterwegt von einander getrennt und bas Schiff Hansa mußte daun acht Monate an der, Ostklste Grönlands llegen bleiben, weil es im Eise festgefroren war. Die Gefahr, daß das Schiff durch die schwimmenden Eisblöcke zermalmt wurde, war groß, daher verließ die Mannschaft daeselbe und baute auf einer mächtigen Elsscholle aus Preß— kohle, die sie dem Schiff entnahm, ein Haus. Den Mörtel bildete Schnee, der, mit Wasser übergossen, schnell fror. Nachdem noch grade die Lebens,; mittel von dem Schiffe hatten geborgen werden können, ward pagselbe vom Eise zermalmt und sank in die Tiefe. Die Seefahrer aber saßen zwar gle— reltet, doch in elner trostlosen, verlassenen Lage einsam auf khrer Eloscholle, Die bald hereinbrechende Monate lange Polar Nacht war beinah noch schwerer zu tragen, nach ihrer Aussage, als die Gefahren, die Kälte, der Mangel an Lebensmitteln und die umherschleichenden Giobäsren ihnen ver ursachten. Durch Arbeit, gemeinschafklichet Studium, regelmäßige Bewegung auf der großen Scholle suchten sie die Schwermuth fernzuhalten, die sich ihrer bemächligte, und am Weihnachtsabend halten sie sogar so viel Freubig— leit, sich ein kleines Fest zu bereiten und den heimathlichen Ehrlsthaum auf irgend eine Weise sich zu verschaffen. Freilich war eg eine sehr erbärmlsche Nachbildung deeselben denn sie mußten sich damit begulgen, in einen Besensttel künstlich Besenreiser als Aeste zu befestigen und daran Lichter zu stecken. Der heulende Schneesturm umgab dabel die Schiffbrüchigen und drohte jeden Augenblick, dag gebrechliche Haus zu zerstören. Schon am 3. Januar fühlten sie in ihrer Hütte, aus ber sie des furchtbaren Wetters wegen nicht mehr herauskonnten, wie der Boden unter ihren Füßen zu wanken begann und mächtige Risse entstanden auf dem Else, Bald war ble Scholle von Wasser überschwemmt dann barst ste in Stücke. Das Haus fiel in zwei Hälften und schwamm in verschiedener Richtung auseinander, Es blieb den Unglücklichen nur übrig, sich in das noch vorhandene Boot zu retten und sich aneinander zu erwärmen. Im Februar schwand endlich bie Nacht, und die wieder scheinende Sonne gah neuen Muth. Dag mellenwelte Eieseld thellte sich und kleine Kanäle eulstanden. Das Poot mit seinen vierzehn Seefahrern ward flott— und erreichte glücklich Kap Farewell, wo
Eollmos dle Unglücklichen freundlich aufnahmen und von wo ein vorlber— segelndes Schiff die nunmehr Geretteten nach Bremerhaven zurückbrachte, 4.
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