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Oherhessischen UMuchrichten.
Jeder Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift wird strafrechtlich verfolgt werden.
Nr. 37.
Gießen, den 12. September.
Die Erbin. Von Josephine Gräfin Schwerin. Gortsetzung)
XIII.
„Die alte Hexe ist heute übler Laune,“ sagte Assessor von Lengen zu dem Lieutenant von Wandelsloh, als sie an dem Wagen der Frau von Hartwitz vorübergingen,„irgend ein Zauberstück ist ihr heute mißglückt. Brrr, ich könnte vor der alten Person Angst haben.“
„Schnell fahren“ hatte sie dem Kutscher befohlen. Sie hatte das Prinzip, auch mit dem Schlimmen nicht zu zögern, so sollte Martina so bald als möglich erfahren, daß die Hoffnung, die ihr Herz erfüllte, erloschen war. Sie hatte heute früh, als Frau von Hartwitz anzuspannen befohlen, mit jähem Erröthen gefragt:„Du willst fort? Ich meinte, es könnte Besuch kommen— Herr Hedden⸗ heim vielleicht— er sprach davon.“
„Lasse es gut sein, ich bin zur Zeit wieder da,“ hatte die Ant— wort gelautet.
Als nun der Wagen den Halbkreis um den großen Rasenplatz, der die Mitte des Hofes einnahm, umschrieb, trat Martina aus der Hausthür. Sie flog die Stufen hinab und klopfte, als der Wagen hielt, liebkosend den Hals der Pferde.
„Wie heiß sie sind, Du bist ganz unvernünftig gefahren, Ludwig.“
„Die gnädige Frau haben befohlen,“ antwortete dieser, mit merklicher Unzufriedenheit. Martina lächelte zur Tante hinüber; wie gütig von ihr, die wohl ahnte, wie ungeduldig sie erwartet wurde. Ja, ja, dieses ungeduldige Kind hatte die ganze Zeit an dem Fenster gestanden, von dem aus man die Straße übersehen konnte und jede fern aufwirbelnde Staubwolke hatte ihr starkes Herzklopfen verursacht. Doch jedes Mal hatte sich aus derselben irgend ein gleichgiltiges Gefährt entwickelt und der Erwartete war nicht gekommen. Vielleicht spricht die Tante ihn in der Stadt und vielleicht bringt sie ihn mit, hatte sie sich nach jeder Ent⸗ täuschung gesagt. Mitgebracht hatte sie ihn nun freilich nicht, den— noch lächelte Martina strahlend glücklich, was kam es auf einige Stunden warten an, wenn man die Gewißheit unaussprechlichen Glückes im Herzen trug!
Sie ging neben der Tante die Stufen wieder hinauf und in das Haus hinein; die Frage, die ihre Lippen nicht aussprachen, lag in ihren Augen; hatte sie ihn gesehen? brachte sie einen Gruß von ihm?
„Komme mit in mein Zimmer, Kind,“ sagte Frau von Hartwitz voranschreitend.
Martina folgte, die Hände fest in einander gepreßt, tief und beklommen athmend. Kaum daß sie die Thür hinter sich geschlossen, als sie auch nicht mehr länger warten konnte.„Du hast ihn ge— sprochen, Tante— Heddenheim?“
„Setze Dich her, Martina,“ sagte Frau von Hartvitz statt der Antwort, auf den Stuhl ihr gegenüber deutend.
fand sie die Art der Tante pedantisch und quälend.
Martina that gehorsam wie ihr geheißen, aber zum ersten Mal
Frau von Hartwitz zog, wie sie vor wichtigen Auseinander— setzungen zu thun pflegte, die Schleife, mit der sie unter dem Kinn die Haube gebunden, fester und begann dann:„Ohne Umschweife, Martina, Du liebst Heddenheim und wolltest Dich heute mit ihm verloben.“ 0
„Ja, Tante, ich will,“ erwiderte sie, das letzte Wort betonend, denn ihr war die Form in Frau von Hartwitz' Worten nicht entgangen.
„Du wirst es nicht, mein Kind.“
„Tante!“ Martina war aufgesprungen und stand glühend, er— wartungsvoll und willensstark vor ihr.
„Ich habe Heddenheim gesprochen und wir haben Beide erkannt, daß es Gründe giebt, die es unmöglich machen. Du bist ein starkes, stolzes und kluges Mädchen, Du wirst einsehen, daß eine unglückliche Liebe eine Thorheit und etwas Unwürdiges ist und deshalb wirst Du sie überwinden.“
Martina war leichenblaß geworden.„Er sagte mir gestern von einem Grunde— was war es nur— ein unsicheres Loos oder dergleichen— Du solltest entscheiden und ich sagte ihm, daß Dir Geld nicht so wichtig wäre.“
„Da hattest Du recht, Du würdest genug haben auch ohne sein Vermögen.“.
„Was ist es sonst, was kann es sein? Du kannst gegen ihn nichts einzuwenden haben?“
„Lasse es Dir genug sein, daß eine Heirath zwischen Euch unmöglich ist und glaube, daß es besser für Dich ist, das Warum nicht zu wissen.“
„Tante, ich bin keine Sache, über die man verfügt, kein willen⸗ loses Geschöpf, das über sich bestimmen läßt, Du hast mich zu starkem, selbstständigem Wollen erzogen.“
„Doch auch zum Gehorsam. Dies Mal mußt Du gehorchen, mein Kind— zu Deinem Besten.“
„Ich thue es nicht, Tante, Heddenheim hat mein Wort, ich halte es ihm.“
„Er will Dein Wort nicht mehr.“
„Das ist nicht wahr!“ rief Martina außer sich.
„Martina!“ Das eine Wort klang beinahe drohend und es brachte sie zur Besinnung.
Sie fuhr sich mit der Hand über die Stirn und sagte:„Ver⸗ gieb— ich weiß, Du lügst niemals— doch den Grund— den Grund— ich muß ihn wissen!“
„Und ich verweigere ihn Dir.“
„Das darfst Du nicht, Tante!“
„Sei nicht thöricht, Kind, was nutzt es Dir, den Grund zu


