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doch von elegantem Gepräge sind, nenne ich Ihnen diejenigen aus rother, rahmgelber oder schwarzer Seide, verschleiert mit übereinstimmend farbigem tulle russe, oben am Bezug wie unten am Griff von einer entsprechenden Bandschleife gehalten. Die Form bleibt immer die große, diejenige des Encas, welche in diesem Sommer allgemein, selbst für die luxuribsesten Schirme, angenommen. Unter all den Phantasieen erhält sich aber stets auf der Höhe der Gunst der solide schwarze Schirm, den man auch gern in schönem, großgemustertem Damast, mit schwarzem Seidenfutter, einem Stock aus brasiliani chem Tannenholz mit enormer silberner Kugel in getriebener Arbeit und mit Silberbeschlägen an den Stahlstäben und dem oberen Ende des Stockes trägt.
Lose Blätter.
Touristen, welche es nicht lieben, dem internationalen Strom der Rei— senden zu folgen und grandiose Naturscenerien 3000 Meter über dem Meeres- spiegel zu suchen, wollen wir auf zwei schöne Punkte im welligen Flußthal aufmerksam machen— auf Muskau und Ob erstein. Im Jahre 1811 gelangte die Standesherrschaft Muskau in den Besitz des letzten Grafen von Pückler, welcher nachmals in den Fürstenstand erhoben wurde. Fürst
Pückler⸗Muskau zählte 26 Jahre, als er in den Vollgenuß seines väterlichen Erbes trat, und da er viel Geschmack und die innigste Freude an der schönen
Natur besaß, so faßte er sofort den Plan, das durch die Callenbergs zur Zeit des dreißigjährigen Kriegs erbaute Schloß von Muskau mit Parkanlagen zu umgeben, wie man sie in Schlesien so wenig als im ganzen Norden Deutschlands bis dahin kannte. Mit einem ungeheuren Aufwand von Geld und Arbeit rief er auf dem ziemlich flachen und öden Terrain an der Neisse
Parkanlagen hervor, welche als ein Meisterwerk der Landschaftsgärtnerei be—
trachtet werden müssen und die allmählig einen Weltruf erlangten. Er schuf Seen und Hügel, weite Alleen und lauschige Pergolas, eine Baumschule und riesiges Arboretum, eine Fasanerie und ein Bad. Der Park breitet sich über ein Terrain von 604 Hektaren aus und bietet Promenaden wie sie herrlicher kaum ein anderer aufzuweisen hat. In den Schattengängen dieses wundervollen Schloßparkes fühlte sich der in Muskau lebende Dichter Scheffer zu poetischen Träumereien und lyrischen Ergüssen angeregt, hier plante der „internirte“ Dichter Heinrich Laube seine Erstlingsdramen und der Fürst Pückler⸗Muskau selbst schrieb hier seine„Briefe eines Verstorbenen,“ seinen „Semilasso,“ seine„Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ und andere Werke, welche seinen Ruf als geistvoller Schriftsteller begründeten. Hier liegt auch die Asche des ruhelosen Fürsten und eine Pyramide bezeichnet innerhalb seiner Schöpfung die Stelle, wo derselbe sein Grab fand. Im Jahre 1845 ging bekanntlich Schloß Muskau mit allen Ländereien in den Besitz des Grafen Nostiz über und Fürst Pückler⸗Muskau umgab seinen neuen Wohnsitz Schloß Branitz im Kreise Kottbus mit herrlichen Parkanlagen. Das Städtchen Muskau wird gegenwärtig um seines Schloßparks willen von Fremden aus allen Weltgegenden besucht. Ja, es giebt Amerikaner und Eng⸗ länder, welche hier dauernd ihren Wohnsitz aufschlagen, weil die Reize der Parkanlagen sie fesselnn. Im Sommer wird Muskau auch von Badegästen besucht, welche in den Stahlquellen des Hermannsbades und den schönen Parkanlagen Erfrischung und Kräftigung ihrer Gesundheit finden.
Was nun Oberstein, die Perle des Nahethals betrifft, so bildet dieses Städtchen den Hauptort des oldenburgischen Fürstenthums Birkenfeld. Die Nahe hat sich hier gewaltsam ein Bett durch die Felsen des Hundsrück ge⸗ sprengt und die Stadt klammert sich an die steil aufragenden Melaphyr⸗ wände und Staffeln der Felsen an. Die evangelische Pfarrkirche ist sogar zur Hälfte in den Felsen eingehauen und ihre Fagade erhebt sich kühn auf vorspringendem Felsensockel. Diese Kirche soll dem zwölften Jahrhundert entstammen. Zwei Bergkuppen sind von Burgruinen gekrönt. Hier hausten einst streitbare Rittergeschlechter, aber ihre Schlösser wurden im 17. Jahrhundert zerstört und ihr Mannsstamm starb aus. Auf dem rechten Felsufer der Nahe erhebt sich der stolze gothische Bau der katholischen Kirche, der ganz in Melaphyr ausgeführt ist. Oberstein und das nahgelegene Idar haben einer Industrie zur Blüthe verholfen, welche einen Weltruf erlangt hat. Hier befinden sich jene Steinschleifereien, aus welchen die farbenreichen Achate, die Amethyste, Jaspissteine und Quarze in aumuthigen Formen und Fassungen hervorgehen. Ringe, Armbänder, Brustnadeln, Stockknöpfe, Pet⸗ schafte und Briefbeschwerer werden hier geschnitten, geschliffen, gefaßt und in alle Welt verschickt. Das waldreiche Birkenfelder Ländchen besitzt lieb⸗ liche Thäler, die von breiten krystallhellen Bächen durchfluthet sind. Diese Bäche setzen hunderte von Schleifsteinen in Bewegung, über welche sich fleißige Schleifer bücken, um jenen Achaten glänzende Flächen und gefällige Formen zu geben, deren Fundorte in Brasilien liegen. Leider ist durch die Massenproduktion der Erwerb der Schleifer sehr geschmälert worden, was umsomehr zu bedauern ist, da der feine Achatstaub die Lungen der Schleifer angreift und in wenigen Jahren ihre Gesundheit zerstört. Für den Tou⸗ risten bietet das kleine Waldland an der Nahe eine Fülle des Sehenswerthen.
R. E.
rynn's Histriomastik oder Geißel der Possenreißer, ein in London ee deen von 1000 Seiten, ist das erste Buch, das in Eng⸗ land verbrannt wurde. Der Verfasser, ein Jurist, wollte in seinem zelotischen Werke darthun, daß Bälle, Maskenfeste, Theatervorstellungen dem Christen⸗ thume zuwider liefen. Da er Hof und Geistlichkeit dadurch angriff, wurde Prynn im Februar 1634 vor Gericht gestellt, der Lästerung des Königs angeklagt, aus dem Advokatenstande gestoßen, an den Pranger geschlossen, zu ewiger Gefangenschaft und Zahlung von 5000 Pfund an die Krone ver⸗ urtheilt. Sein Werk ward durch den Henker verbrannt. Im Jahre 1640 wurde Prynn aus dem Kerker entlassen und Mitglied des Parlaments.
W. G.
Uebelangewandte Geduld und Arbeit. Ein englischer Gelehrter will 1786 einen Kirschkern gesehen haben, worauf 120 verschiedene Köpfe ganz deutlich geschnitten waren, als Päpste, Kaiser ꝛc. Dieses Kunstwerk soll ein Preuße verfertigt haben und von einem Engländer für 300 Pfund Sterling gekauft und nach England gebracht worden sein, wo man auf den Besitz desselben so hohen Werth legte, daß darüber ein langwieriger und kost— spieliger Prozeß entstand.— Dies erinnert an den von Marmeeides ver— fertigten elfenbeinernen Wagen, der so klein war, daß ihn eine Fliege mit ihrem Flügel ganz bedecken konnte, und ein Schiff aus gleichem Stoffe, welches eine Biene mit einem Theil ihres Körpers bedeckte.— Plinius er⸗ ählt, die 15,000 Verse der Iliade Homers seien von einem Schreiber auf 0 dünne kleine Blätter geschrieben worden, daß sie alle in einer Nuß— schale Raum hatten.— Zur Zeit der Königin Elisabeth von England be⸗ schäftigte sich ein frommer Schreiber Jahre lang damit, die Bibel in ein so kleines Büchlein zu schreiben, daß es in eine große Nuß hineinging, dabei hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, seiner Zwergbibel ebensoviel Blätter zu geben, als die gewöhnliche Ausgabe enthielt, und auf eine Seite gerade soviel Worte zu bringen, als auf der entsprechenden der Riesenaus⸗ gabe standen. M.
Fürst Alexei Menzikow, den Czar Peter der Große vom Pasteten⸗ bäckerlehrling zum russischen Minister gemacht hatte und der in Sibirien als Verbannter sterben sollte, schenkte dem Kalmückenfürsten Chiam⸗Khan eine in London erbaute Equipage, die großen Jubel unter dem Volke des Empfängers hervorrief. Chiam⸗Khan versäumte keine Gelegenheit, sie zu zeigen. Selbst Audienz ertheilte er in ihr, wie er auch seine Hauptmahl⸗ zeit in ihr einnahm. Da ereignete sich das Unglück, daß ein Rad brach; leider war unter den Kalmücken kein Stellmacher, der die Reparatur unter⸗ nehmen konnte. Man sandte somit eine Gesandtschaft nach St. Petersburg, die dem Fürsten die Ueberbleibsel des Rades überbringen mußte, und die Bitte um ein neues aussprach. W. G.
Der Ausdruck„Schwein haben“ für„glücklich sein“ schreibt sich von einem Glücksspiele her, das selbst in diesem Jahrhunderte noch nicht auf dem Lande vergessen war. Es hieß Schweingreifen und bestand darin, daß ein Ferkel mit Schmierseife angestrichen und so aufgehängt wurde, daß der Schwanz mit der Hand ergriffen werden konnte. Die Spieler wurden nun im Trab unter dem Thiere fortgeführt und mußten darnach greifen. Wem es gelang, das Schwein festzuhalten, war Sieger und Besitzer des grunzenden oder quikenden Viehs. W. G.
Lord Thurlow und der Herzog von Richmond. Thurlow, der Sohn eines armen Landpredigers in Norfolk und seines Zeichens Jurist, kam 1768 für Tamworth in's Unterhaus und stach hervor durch die Unterstützung, die er dem im Kampfe mit dem Whig-⸗Adel begriffenen Könige zu Theil werden ließ. Dieser sorgte dafür, daß er 1770 sogleich, nachdem Lord North Premier geworden, als Attorney-General(General-Anwalt) berufen wurde. In den heftigen Parteikämpfen während des amerikanischen Krieges kam seine mächtige Persönlichkeit zur vollen Geltung. Von ihr sagte Fox, daß Niemand so weise sei, als Thurlow aussähe. Man verglich ihn mit dem Jupiter. Seine Stimme war dauernd, seine Fähigkeit zum Disputiren und Debattiren und seine classische Bildung so groß, daß Johnson meinte: „Ich würde mich auf keines Mannes Besuch vorbereiten, außer auf Thurlow's. Wenn ich ihn sehen soll, möchte ich es den Tag vorher wissen.“ Durch eine einzige Antwort, die er dem Herzoge von Richmond gab, ward er Zeit seines Lebens populär. 1778 zum Lord⸗Kanzler ernannt, wurde er bald darauf in einer Sitzung des Oberhauses vom Herzog, wegen seiner niedrigen Geburt verspottet, worauf er sich erhob und rief: Ich bin erstaunt ob der Rede Ihrer Gnaden. Der edle Herzog kann nicht vor sich, hinter sich oder zu beiden Seiten sehen, ohne einen edlen Pair zu erblicken, der seinen Sitz in diesem Hause erfolgreichen Anstrengungen in dem Berufe verdankt, dem ich angehöre. Fühlt er nicht, daß es ebenso ehrenvoll ist, diesen Sitz solchen Umständen zu verdanken, als aceidens eines aceidens? Auf alle jene edlen Lords ist die Sprache des edlen Herzogs anwendbar und ebenso beleidigend, wie für mich. Aber ich fürchte mich nicht, ihr auch ganz allein entgegenzutreten. Niemand verehrt die Pairie mehr, als ich thue; aber ich muß sagen, daß die Pairie mich nicht, sondern ich die Pairie suchte. Ja noch mehr: ich kann und will sagen, daß als ein Pair des Parlaments, als Sprecher dieses sehr ehrenwerthen Hauses, als Hüter des großen Siegels, als Wächter des Gewissens Seiner Mafestät, als Lord⸗ Großkanzler von Großbritannien, ja in dem Charakter allein, in dem be⸗ achtet zu werden der edle Herzog für einen Affront halten würde— als ein Mann— bin ich in diesem Augenblicke ebenso achtenswerth, ja ich bitte hinzufügen zu dürfen, ebenso geachtet, als der stolzeste Pair, auf den ich jetzt niedersehe!“ A. B.
ö Ein Speisezettel aus den mittleren Jahren der römischen Republik. 1. Gang: Seeigel und frische Austern in beliebiger Quantität zu verzehren; palorische Gienmuscheln; Lazarusklappen; Weindrossel auf Spargel; eine fette Henne; eine Schüssel mit zugerichteten Austern und Gienmuscheln unter⸗ einander; schwarze und weiße Meertulpen. 2. Gang: Lazarusklappen, süß; Gienmuscheln; Meerdrosseln; Feigenschnepfen, Kotelette von Reh- und Schweinswildpret; Hühnerpasteten; Feigenschnepfen; Stachel- und Purpur⸗ schnecken. Eigentliche Mahlzeit: Schweinseuter; wilder Schweinskopf; Fisch⸗Ragout; gebratene Entenbrüste; wilde Ente, frikassirt; Hasenbraten; gebratene Hühner; Créme aus Kraftmehl und pikomatische Brötchen. u. 8.
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