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2.5.1886
 
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Straße ging? oder war es, ja, ganz gewiß, es war Lord Graham, er selbst, der vorüberging.

Freudig erregt durch ein so glückliches Zusammentreffen, nahte sich ihm Julia mit schnellen Schritten.Hier ist das Geld, flüsterte sie, als sie dicht an seine Seite getreten war,gieb mir nun schriftlich Dein Wort, daß Du unverzüglich die Gegend ver lassen und allen Ausprüchen auf Adeline Lindner entsagen willst.

Ich bitte um Ihren Arm, gnädige Frau, sagte er laut und führte Julia, die sich tief verschleiert hatte, nach einer stillen, ent legenen Straße.

Es sind zehntausend Thaler, flüsterte sie bebend,Du wirst damit gehen, soweit Du nur kannst, um Dich und uns nicht zu verderben.

Meinetwegen, Schatz, sagte er mit großer Ruhe.Du wärest im Stande, mir einen Streich zu spielen. Du bist mir in die Quere gekommen, wer hätte auch die liebe Julia als Herrn Lindner's Frau vermuthet, ich glaubte Dich in guter Obhut bei dem alten verrückten Onkel. Gieb das Geld her; ich will dann die Geschichte als eine verunglückte betrachten und mich meinetwegen jenseits des Oceans resigniren.

Gieb mir es schriftlich, daß Du morgen sogleich die Gegend für immer verlassen wirst und gieb mir die Abschiedszeilen, die Du an meinen Gatten schreiben wirst, und wenn ich diese beiden Schriftstücke in Händen habe, dann ist die Summe Dein, sagte die junge Frau dringend.

Siehe nur die kleine Bourgeoise, wie sie handelt und schachert, lachte er.Das ist nicht die Sprache derer von Manners, nein, gewiß nicht. Also auf einen wirklichen Handel hat es die Baronesse von Manners abgesehen? nun, in dieser heutigen glatten Welt muß sich auch ein Edelmann dem allgemeinen Strome anpassen.

Julia hob ungeduldig die Schultern.Hier ist ein Restaurant, gehe hinein und schreibe, sagte sie dringend.

Nach einigen Minuten kam er zurück und reichte ihr zwei Papiere. Sie las bei dem Lichte, das ein Spielwaarenladen warf, und reichte ihm die Banknoten.

Kein Abschiedswort, Julia? fragte er in vorwurfsvollem Ton, als sie ihm flüchtig die Hand reichte und sich schnell entfernen wollte.

Lebe wohl, halte Dein Versprechen, sonst, trete ich Dir in den Weg, sagte sie mit besonderem, fast drohenden Ausdruck und ging schnell davon.

Als sie zurückfuhr, war es ganz dunkel, der Mond war noch nicht aufgegangen. In dem Schatten des Fichtenwäldchens glaubte sie eine Bewegung gesehen zu haben. Es war wohl wieder die Furcht, die sie an der unheimlichen Stelle beschlich. Sie athmete endlich erleichert auf, der Brief Lord Grahams war eigenhändig von ihr in den Briefkasten gesteckt worden, morgen war er in Mandsfelt. Als sie ankam, fand sie Adeline allein beim Abendessen; ihr Bruder war noch nicht von der Jagd zurück, wie sie sagte, und ihr Vater hatte sich wegen starken Kopfwehs zur Ruhe begeben.

Sie sah, daß Julia eine Bewegung machte, das Zimmer zu verlassen.

Papa will nicht gestört sein, kam sie ihrer Stiefmutter zuvor; er hat mir aufgetragen, Dir dies zu sagen.

Heute berührte sie diese Rücksichtslosigkeit nur wenig, sie war noch zu sehr mit den letzten Ereignissen beschäftigt. Sie hörte aber, wie ihres Mannes Zimmerthür auf und zu ging und hörte auch Adelinens Stimme, wie sie beim Eintreten mit der Köchin sprach.

Herr Lindner hatte sich nicht zur Ruhe begeben, obgleich er so verstört aussah, daß er ihrer gewiß bedurft hätte. Er saß auf dem kleinen Sopha und Adeline saß neben ihm und hielt seine Hände in den ihren.

Das hat nun wieder der plumpe Georg angerichtet, sagte sie verdrießlich,er erzählte es mir schon gestern Abend, daß er Mama mit einem Herrn, der in der Figur Eduard geglichen, am Fichten wald begegnet sei. Ich verbot ihm, es irgend einem Menschen zu sagem und Dir ganz sicher nicht; da mußte er aber seine dummen Späße loslassen und es Dir sagen, ehe Du zur Stadt rittest. Ich habe ihn darüber recht ausgezankt, denn es geht ihn nichts an, und dann hat er garnichts Schlimmes dabei zu denken. Wie geht es Dir, Papachen? fragte sie und sah ihm besorgt in die Augen; soll ich nicht lieber zum Arzte schicken?

Laß das, es ist nur der scharfe Ostwind, der mir den Kopf

ein wenig krank gemacht hat; morgen ist's vorüber. Weißt Du, Adeline, wie sich auch die Sache verhalten mag, ich bin überzeugt davon, daß sich Georg geirrt hat, sagte Lindner fieberhaft erregt.

Ach, nun laß doch die dumme Geschichte! Ich versichere Dich, daß ich keines Trostes bedarf; ich war immer zu fest davon über zeugt, daß Eduard nie an mich gedacht hat und konnte Dich doch nie davon überzeugen, mein allzu gläubiger Papa.

War denn Alles gegen ihn in dieser Stunde der Verwirrung? Selbst sein Kind, seine Adeline verstand ihn nicht mehr.

Die Denkweise und die ernste solide Richtung Deiner Mama entspricht nicht einer Handlungsweise, die man infam nennen müßte, sagte er mit tonloser Stimme.

Die Mama ist jung und wirklich schön; erinnerst Du Dich, welches Aufsehen sie noch vor einigen Tagen auf dem Balle machte? versetzte das junge Mädchen und sah sinnend vor sich hin.

Sie bohrte ihm das Messer nur tiefer in die Brust und er stöhnte schmerzlich. Adeline sah mit den wilden leuchtenden Augen plötzlich zu ihm auf. Sein Gesicht war bleich und entstellt und ein Laut rang sich gewaltsam aus seiner Brust, ein Schluchzen, das wie ein Schrei klang.

Papa! schrie Adeline auf und schlang die Arme um seinen Hals und küßte stürmisch sein eiskaltes Gesicht.Ich bitte Dich, sei ruhig. O, wie hasse ich diese Frau, die Dir so wehe thun konnte!

Lindner barg sein Gesicht in den Händen und weinte laut; und seine Tochter brach ebenfalls in Thränen aus und weinte so lange und heftig, daß er sie schließlich beruhigen mußte.

Am folgenden Tage verließ der Gutsbesitzer sein Zimmer nicht. Julia versuchte einige Male einzutreten, die Thür blieb aber ver schlossen. Sie begegnete Georg im Wohnzimmer, als sie, tief ge demüthigt, bleich von dem vergeblichen Versuch, den sie nun nicht mehr erneuern wollte, zurückkam.Er ist nicht gut gelaunt heute, der alte Herr, lachte Georg;er will Niemanden sehen wie Adeline, und die scheint ihn noch nicht zur Vernunft gebracht zu haben.

Julia sah ihm fragend ins Gesicht.

Solch einen Lärm daraus zu machen, wenn es einer schönen Frau gefällt, einen Abendspaziergang zu machen und dabei einige Worte mit einem alten Bekannten zu wechseln! rief er mit plumpem Humor.Diese alten Männer sind nicht gescheidt.

Die junge Frau war einer Ohnmacht nahe.Lord Graham war erkannt worden; in welchem Lichte stand sie nun ihrem Manne gegenüber? Eine Betrügerin, Intrigantin und ein pflichtvergessenes Weib! Durfte sie ihm die Wahrheit entdecken? Nie und nimmer; es band sie ein heiliges Versprechen. Der Lord war nun bereits ferne; für seine nächste Zukunft war gesorgt, es konnte ihm nicht mehr einfallen, hier das Wagniß zu riskiren und eine Heirath ein zugehen. Was nun aus ihr wurde, aus ihrem Ruf, das fühlte Julia nun plötzlich mit erschreckender Klarheit. Georg sah sie bleich, unbeweglich, wie eine Statue und sagte tröstend:Nun, nimm Dir die Sache nicht allzu sehr zu Herzen; das geht ja bei dem Vater vorüber und eine junge schöne Frau macht doch mit solch einem alten Papa, was sie will.

Sie hörte nicht mehr, was er sagte; sie ging, wie im Traum, die Augen starr vor sich hin gerichtet, in ihr Zimmer. Sie saß stundenlang unbeweglich, fuhr sich bisweilen langsam mit der schlanken Hand über die weiße Stirne und von Zeit zu Zeit fielen ihre Blicke mit einem unsäglich traurig trostlosen Ausdruck auf Ellinor, die neben ihr stand und ihr schmeichelnd über die kalten bleichen Wangen strich.

Lindner reichte gleichgültig seiner Tochter einen offenen Brief hin und sagte nur:von Lord Graham. Sie nahm ihn hastig und überflog ihn mit sprühenden Blicken:Ein Telegramm ruft mich dringender Geschäfte wegen nach London, bedauere unendlich, nicht die Zeit zu haben, Ihnen persönlich zu sagen, wie unangenehm dieser Zwischenfall meine Hoffnungen durchkreuzt.

Ich bin verabschiedet! lachte Adeline auf. Sie war todtenbleich und ihre Augen glühten in düsterem Feuer.Freilich kann man es einem Manne, wie Lord Graham nicht verargen, wenn er nicht wieder in ein Haus zurückkehrt, in welchem ihm die Dame des Hauses mit empörender Taktlosigkeit begegnet ist, freilich, wenn ein rendez-vous ruft

Adeline! rief Lindner in bittendem Tone.

Ja, ja, lassen wir Alles schwinden, vergessen wir Beide; laß

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