Die in gutem Zuſtand befindlichen Gebäude beſtehen aus einem zweiſtöckigen geräumigen Wo bnhaus, einer zweiſtöckigen Scheuer mit Stallungen, einem Schaafſtall, Schweinſtaͤllen und einem Holzſchoppen. Hinter dem Haus befindet ſich ein etwa 2 Morgen großer Grab⸗ und Grasgarten, der mit verkauft werden ſoll.
Der Ort Gedern zählt an 2500 Seelen und es fehlt nie an Muͤhlgaͤſten. 5
Kaufliebhaber werden gebeten, ſich an die Vormünder Heinrich und Johannes Nis pel zu wenden.
Gedern am 17. September 1847.
Verſteigerung.
(1629) Montag den 11. Oktober, ſoll in Friedberg ein ganz fehlerfreies, 9 jähriges, vollkommen zugfeſtes Pferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Zeit und Ort der Verſteigerung werden an dem ſelben Tage durch die Schelle beſonders be— kannt gemacht, und das Pferd kann einige Stunden vor der Verſteigerung eingeſehen und gemuſtert werden.
Verlorenes.
(1630) um vergangenen Dienſtag, den 21. September, wurde zwiſchen Niederweiſel und Niedermörlen ein dunkelblauer Tuchmantel verloren. Der redliche Finder wolle denſelben gegen eine gute Belohnung in dem grünen Baum in Niedermörlen abgeben.
Geſuch.
(1631) Ein junger Menſch, welcher geſonnen iſt, die Schneider⸗Proſeſſion zu erlernen, und von guten Eltern erzogen iſt, kann bei mir zu jederzeit aufgenommen werden. Werner, Schneidermeiſter wohnhaft bei Hrn. Seilerm. Eh. Stadelmann.
Fäſſer⸗ Verkauf.
(16320 Ein ſehr gutes Stückfaß, eine Partbie Zöhmige Spiritusfäſſer zum Aufbe⸗ wahren des Aepfelweins geeignet, ſowie auch eine Parthie leere Oehl⸗ und Thranfäſſer ver⸗ ſchiedener Größe ſind billig zu haben bei Georg Groß.
Eine brave Magd,
(1633) welche nähen, bügeln und Haus⸗ mannskoſt kochen und ſogleich in Dienſt treten kann, wird in eine ſtille Haushaltung geſucht. Näheres zu erfragen bei der Expedition d. Bl.
Zur gefaͤlligen Beachtung!!!
(16340 Durch allzu große Ausbreitung meiner Geſchäfte ſehe ich mich veranlaßt, mein großes zu Elbenrod gelegenes, in 60 Morgen Ackerland, 20 Morgen Wieſen und 6 Morgen Gartenland beſtehendes Gut, unter ſehr vor— theilhaften Bedingungen, welche jederzeit bei dem Geſchäftsführer meiner Fabrik dahier ein— geſehen werden können, ganz oder auch getheilt zu verkaufen. Auch kann der bisher als Spritzenhaus proviſoriſch benutzter Nebenbau meiner Fabrik, welcher ſich für eine Färberei ganz gut zum Laboratorium eignet, kauf- oder miethweiſe an einen hieſigen Geſchäftsmann abgegeben werden. Zugleich verfehle ich nicht, ein geehrtes Publikum auf meine ſehr vor⸗ züglichen ſelbſt verfertigten Fabrikate in Seife und Lichtern, ſowie auf mein wohl aſſortirtes Lager in allen Sorten Schmaltuch gefaͤlligſt aufmerkſam zu machen. Grünberg den 24. September 1847. f Ludwig Karle, Seifen- und Lichter fabrikant und Kaufmann en gros in Schmaltuch.
* 2330*
Allgemeine Reutenanſtalt zu Darmſtadt.
anf m ach Kn.
(1545) Der Rechenſchaftsbericht dieſer Anſtalt für das Jahr 1846 iſt im Druck erſchienen und kann dahier bei dem Hauptbureau, ſowie auswärts bei den Herren Bevollmächtigten der
Anſtalt*) unentgeltlich bezogen werden.
Die in dem letzten Quartal d. J. zahlbare Jahresrente für 1847 beträgt von
einer vollen Einlage à 100 fl.
ſcafl. 1.[u. m. v. v. VI. vu vm. N. J X. XI
2* eee 3 A let erf s kla ſe. Geſell⸗
fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr.
fl.] kr. fl.] kr.] fl.] kr. fl.] kr. fl. kr.] fl. kr. fl. fr. 1844 3433 4334334313431 3 433431343 343 3 52
18453363 303 360% 363 363 363 56 36336336
3455 3 36
Den verehrlichen Mitgliedern ſteht es frei, ibre Renten entweder dahier bei dem Hauplbureau oder bei den betreffenden Geſchäftsſtellen zu erheben. Die in dem oben ge⸗ dachten Termin unerhoben bleibenden Renten können eeſt im letzten Ouartal k. J. bezogen
werden.
Hierbei bemerken wir noch, daß die von der ordentlichen am 29. Mai d. J. abgehaltenen Generalverſammlung beſchloſſenen Abänderungen einiger Beſtimmungen der Statuten die lan⸗ desherrliche Genehmigung erhalten haben. Von der in Folge deſſen veranſtalteten neuen Aus⸗ gabe der Statuten werden Exemplare an die verehrlichen Mitglieder der Anſtalt durch die
Geſchäftsſtellen unentgeltlich verabfolgt.
Cine beſondere Ueberſicht dieſer Abänderungen wird gleichzeitig mit abgegeben. Wir knüpfen hieran die Einladung zur Betheiligung bei der ſeit 1. Februar d. J. eröff⸗ neten 4. Jahres⸗Geſellſchaft, welche am 31. Dezember d. J. geſchloſſen werden wird.
Darmſtadt, 30. Auguſt 1847.
Die Direetion.
) In Friedberg: bei Hrn. Joh. Ph. Fritz, in Butzbach: bei Hrn. Bürgermeiſter Seippel,
in Grünberg: bei Hrn. Dec.⸗Rechner Jung, in Hungen: bei Hrn. Rentamtmann Kieß⸗
ling, in Laubach: bei Hen. Stadtrechner Zöckler, in Lich: bei Hrn. Gemeinde⸗Ein⸗ nehmer Dietrich, in Vilbel: bei Hrn. Friedrich Grosholz.
Ein guter Schreiner ⸗Geſelle,
(1638) welcher in Bau⸗ und Möbelarbeſt
gut erfahren iſt, findet dauernde Beſchäftigung
bei F. Heß in Beyenheim.
Faͤſſer-Verſteigerung.
(1636) Mittwoch den 6. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, läßt der Unterzeichnete eine Parthie rein und gut gehaltener Spiritus⸗ fäſſer in circa 400 Ohm beſtehend, ſämmtlich in Eiſen gebunden und in gutem Zuſtande von 2, 2½, 3, 4, 5, 6 und 7½ Ohm Gehalt, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigern, und ladet Kaufliebhaber hierzu mit dem Be⸗ merken ein, daß die größeren Fäſſer in 10 Stückfäſſer 12 Fuderfäſſer und 15 Zuläſte
7 beſtehen. Auf Verlangen kann gegen genügende
Bürgſcheine auch ein Zmonatſicher Credit ge⸗ geben werden. Friedberg den 27. September 1847. Ph. Dan. Kümmich.
Todesanzeige.
(1637) Am 17. d. M. gefiel es dem All⸗ mächtigen meine innigſt geliebte Gattin Jaco⸗ bine, eine geb. Seybold, nach langem Zehr⸗ leiden im noch nicht erreichten 40. Lebens⸗ und 9. Jahre unſerer glücklichen Ehe, aus dieſem Zeitlichen in ein beſſeres Leben abzu⸗ rufen, was ich meinen auswärtigen Verwand⸗ ten und Bekannten, um ſtille Theilnahme bittend, hiermit anzeige.
Nur Diejenigen, welche die treue Verblichene kannten, werden mein und meines einzigen 7jäbrigen Töchterchens Schmerz ermeſſen.
Zugleich nehme ich Veranlaſſung, meinen theuren Mitbürgern dahier meinen innigſten Herzensdank für ihre liebevolle Theilnahme
auszuſprechen, welche ſtie mir in Beziehung auf meine mir unvergeßliche Gattin vor, bei und nach ihrem Tode bewieſen haben, um mich mit meinem einzigen Töchterchen ihrer ferneren Liebe und Freundſchaft zu empfehlen. Vilbel den 21. September 1847. C. C. Kullmann.
Literariſche Anzeige.
(1638) In der Ferber' ſchen Buchband⸗ lung in Gießen iſt ſoeben erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu haben:
Darſtellungen
aus dem
Nibelungenliede. Federzeichnungen v. Erwin Prenſchen.
18 Heft 6 Blatt Querfolio in verzierten Amſchlag geheftet. (Subſcriptions⸗Preis: 15 Ngr. oder 54 fr.)
Das Ganze erſcheint in 30 Blättern oder 5 Heften, wovon alle 3 Wochen eins aus, gegeben wird.
Ueber dieſe großartigen Compoſitionen des talentvollen Künſtlers haben ſich bereits com⸗ petente Kunſtrichter auf das Günſtigſte aus ⸗ geſprochen. Sie werden nicht allein von Künſt⸗ lern und Kunſtfreunden, ſondern von jedem Gebildeten freudig begrüßt werden.
Im erſten Hefte ſind folgende Scenen des Gedichtes vorgeſtellt. 3 Allegoriſcher Titel, die Ankunft Siegfried's
in Worms, die Sachſenſchlacht, Siegfried's
Abſchied von Cbrimhilde, Brunhilde im Wett⸗
kampf, Siegfried's Kampf mit den Zwergen.
Das erſte Heft liegt in jeder Buchhandlung zur Einſicht auf.— Mit dem Erſcheinen des letzten Heftes erliſcht der Sub⸗ ſeriptionspreis.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.
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