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Intelligenz-BGlatt
für die
Provinz Oberbeſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
M 30.
Sonnabend, den 17. April
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1847.
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Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes.
Betreffend: Die Ueberſicht der praktiſchen Aerzte, praktiſchen Wund⸗ ärzte und praktiſchen Thierärzte, ſowie der Apotheker und Hebammen. Ich fordere Sie auf, unverzüglich und längſtens bin— nen 8 Tagen die Namen der Hebammen anher einzuberichten. Grünberg den 11. April 1847. Ouvrier.
Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungshlatt Nr. 10. von 1847.
1. Bekanntmachung Großh. Geh. Staatsminiſteriums vom 19. Febr., die Wahlen der Abgeordneten zum XI. Landtag betr. Zum Behuf einer vollſtändigen Aufnahme des zur öffentlichen Bekannt⸗ machung beſtimmten Verzeichniſſes derjenigen großherzoglichen Staats⸗ bürger, welche vermöge ihrer Steuerverpflichtung und ihres Alters zu Landtagsabgeordneten der Wahlbezirke und Städte erwählt werden können, werden dieſenigen, welche innerhalb verſchiedener Steuerbezirke die zu einer ſolchen Wählbarkeit qualifteirende Steuerſumme entrichten, aufgefordert, dem Großh. Steuercommiſſär des Bezirks, in welchem ſie wohnen, von heute an binnen vier Wochen ſchriftliche Anzeige zu machen, an welchem Orte die ſteuerbaren Objecte, welche ſie außerhalb jenes Bezirkes beſitzen, gelegen und cataſtrirt ſind. Diejenigen, welche dieſer Aufforderung nach⸗ zukommen unterlaſſen, haben es ſich ſelbſt beizumeſſen, daß ſie in das
erzeichniß der Wählbaren alsdann nicht aufgenommen werden können, wenn ihre jährliche Steuerentrichtung von wenigſtens 100 Gulden directer Steuer, und zwar an Grund⸗, Perſonal⸗ und Gewerbſteuer, ſich nur durch Zuſammenrechnung der von ihnen in mehreren Steuerbezirken ent⸗ richtet werdenden Steuer ergibt.
VI. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: Am 10. Jan. dem Geh. Rath Verdier de la Blaquière für das Comthur⸗ kreuz des Ordens der Würtembergiſchen Krone; 22. Febr. dem Archivar Baur für das Ritterkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen.
5 VII. Ertheilung eines Patents: Am 14. Jan. dem Mecha⸗ nikus Schnell zu Landau für das ganze Großherzogthum auf 5 Jahre das ausſchließliche Recht, die von ihm nach der übergebenen Beſchreibung erfundene verbeſſerte Einrichtung für Steinkohlen-Oefen und Kochheerde allein in Anwendung bringen zu dürfen.
VIII. Dtenſtngchrichten: Am 2. Oct. 1846 wurde der Han⸗ delsmann Chriſtoph Kühne zu Neapel zum Gr. Heſſ. Handels⸗ Agenten daſelbſtz 20. Jan. der Director des ev. Predigerſeminars zu riedberg and 1. Stadtpfarrer daſelbſt, Dr. Cröß mann, zum Decan des evangl.
Decanats Friedberg für die nächſten 5 Jahre ernannt, und der von dem Hrn. Fürſten zu Aſenburg⸗Büdingen auf die 2. ev. Pfarrſtelle zu Bü⸗ dingen präſentirte Pfarramts⸗Candidat Seriba aus Schwickartshauſen für dieſe Stelle beſtätigt; 2. dem Diaconus und Mädchenlehrer Kühn zu Großbieberau die ev. Pfarrſtelle zu Sprachbrücken mit Habitzheim, und dem Schulvicar Maurer zu Bermuthshain, die evang. Schullehrer⸗ ſtelle daß übertragen; 6. der Gerichts⸗Acceſſiſt Sieglitz zu Mainz zum Gerichtsſchreiber bei dem Handelsgerichte daſ. ernannt.
IX. Geſtorben ſind: Am 4. Juni 1846 der penſ. Oberzollinſpector v. Fleiſchbein, zuletzt in Geisweiler wohnhaft; 9. Aug. der Landge⸗ richts⸗Aſſeſſ. Snell zu Seligenſtadi; 6. Dec. der Profeſſor der evang. Theologie Dr. Fritzſche zu Gießen; 9. Jan. der kath. Pfr. und Decan Schneider zu Bingen; 19. der Forſtmitaufſeher Zimmermann zu Feldkrücken; 22. die Penſionärin, Wittwe des auf der Saline Theodors⸗ halle angeſtellt geweſenen Maurergeſellen Ouadro zu Kreuznach.
Ueber den Geiſt des deutſchen Turnweſens.
Nur in einem geſunden Körper kann eine geſunde Seele wohnen, dies iſt der Grundgedanke der deutſchen Turnerei, und nur Uebung macht den Meiſter. Alles zu verhüten, was Körper und Geiſt beſchädigen, lähmen und ſchwächen konnte, bildet die eine, die negative Seite des Turnens. Unausgeſetzte körperliche Uebung und Abhärtung gegen die Kälte des Winters, Sturm und Regen bildet die unmittelbar poſſitive Seite deſſelben. Doch in allen Dingen des Lebens kömmt es darauf an, eine ſolche Methode einzu— ſchlagen, welche dieſelben möglichſt zu fördern geeignet iſt. Die Erfahrung aller Zeiten hat es bewieſen, daß Köͤrper⸗ übungen nur da gedeihen und erſprießliche Früchte tragen, wo denſelben entſprechende geiſtige Uebungen zur Seite ſtanden. Der Turner, welcher den Turnplatz nur beſucht aus Furcht vor Strafe, weil eine gebieteriſche Nothwendigkeit ihn dazu zwingt, kann ſich unmöglich frei an Reck und Barren, am Schwingel und am Klettergerüſte bewegen. Nur wer mit freiem Geiſte die Körperübungen treibt, wird es verſtehen, ſich kühn und frei zu bewegen, nur er wird mit Sicherheit auf dem ſchwebenden Baume dahin gehen, ohne Schwindel in die Tiefe blicken, vor dem 12 Fuß breiten Graben nicht zurückbeben, mit einem Worte ein tüchtiger Turner ſein. Der Freiheit ſteht zur Seite die Lebensfriſche. Wer dieſe nicht beſitzt, zieht es vor, an kalten Winterabenden im warmen Zimmer zu verbleiben, im Regen und Sturm das ſchützende Dach ſeines Hauſes nicht zu verlaſſen, um den fernen Turnplatz vielleicht in finſterer Nacht aufzuſuchen. Nur der lebensfriſche Menſch wird im Winter der ſtarren— den Kälte, im Sommer der Schwüle und der Hitze aus—


