Ausgabe 
6.10.1847
 
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Obligations-Verlooſung.

(1667) Bei der Verlooſung der für 1847 abzutragenden hieſigen Gemeinde- Obligationen iſt die Nummer 46 mit 200 fl. rückzahlbar geworden, was dem Inhaber dieſer Partial-Obli gation hierdurch mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag bei der hieſigen Gemeinde⸗ kaſſe oder dem Handlungshaus Simon Lind heimer in Friedberg bis zum 1. Januar 1848 in Empfang zu nehmen iſt, indem von da an keine weitere Zinſen vergütet werden. Holzhauſen den 30. September 1847. Der Grbb. f, Bürgermeiſter i e d.

rr

Privat Bekanntmachungen.

Anzeige.

(1655). Bei unterzeichnetem ſind gußerne Kartoffelfaͤſſer von 3 bis zu 7 Malter, das Malter zu 300 Pfd. gerechnet, billigſt zu haben. Nähere Auskunft ertheilen auch die Herrn J. W. Buderus Söhne in Hirzenhain. Stockheim bei Büdingen im Sept. 1847. J. C. Ko

Geſchaͤfkseroͤffnung.

(1652) Einer geehrten hieſigen und aus⸗ wärtigen Damenwelt widme ich die ergebene Anzeige, daß ich unterm heutigen ein Putz⸗ Modewaaren⸗Geſchaft dahier etablirt habe. Unter Zuziehung meiner Schweſter, die mehrere Jahre als erſte Gehülfin in einem der fre quenteſten Putzgeſchäfte gearbeitet bat, darf ich die Verſicherung geben, daß mein Lager beſtehend in: Damenhüten, Putz und Negligéhauben, Chemiſſeten ꝛc.

ſtets nach dem neueſten Geſchmacke ver⸗

ſehen ſein wird. Zugleich empfehle ich die neueſten franzöſiſchen Stickereien, Bänder, Blumen, alle Sorten Spitzen, ächte und un⸗ achte ſchwarze und weiße Schleier, glatte faco⸗ nirte und geſtickte Mulle, Handſchuhe, Gür⸗ telbänder, Parfümerien, eau de collogne, Fechüs und ſonſtige in dieſes Fach einſchlagende Modewaaren. In der feſten Ueberzeugung, doß ich alle Diejenigen, die mich mit ihren Beſuchen beehren, prompt und reell bedienen werde, ſchmeichle ich mir mit einem zahlreichen Zuſpruch beehrt zu werden. Friedberg den 29. September 1847. S. G. Simon jun. wohnhaft bei Herrn Sattlermeiſter Bechſtein an der Ludwigsſtraße.

Empfehlung.

(1668) Ich erlaube mir hiermit die er⸗ gebene Anzeige zu machen, daß ich ein Mode⸗ geſchäft eröffnet und nach dem feinſten Ge ſchmack alle in dieſes Geſchäft einſchlagenden Artikel, ſowie auch pariſer Blumen in Aus- wahl vorräthig babe.

Einem geneigten Zuſpruch entgegen ſehend, verſpreche ich die mir anvertrauten Arbeiten aufs Billigſte und Modernſte zu liefern.

Friedberg den 2. Oktober 1847.

K. Reitz.

Mehrere tauſend Gulden 1609) ſind demnächſt in der Kirchenkaſſe zu Ilbenſtadt auszuleihen.

Simmerock& Kopp

(1670) empfeblen ihr Faß⸗ und Spalter⸗ hopfen⸗Lager unter Verſicherung reellſter Be⸗ dienung.

Friedberg im September 1847.

338* Die Haupt- Agentur

der regelmäßig gehenden Poſtſchiffe nach Newyork empfiehlt dieſe fur das Großherzogthum Heſſen von höoͤchſtpreislicher Staatsregierung conceſſionirte, ſichere und ſolide Gelegenheit den

Auswanderern nach Nordamerika.

(1612) Durch den Dienſt der regelmäßig, jedesmal am 6., 13., 21. und 28. eines jeden Monats, gehenden Poſtſchiffe zwiſchen London und Newyork iſt den deutſchen Auswanderern eine Gelegenheit geboten, beſtimmt und unausgeſetzt befördert zu werden.

Die Garantieen, die durch die Poſtſchiffe nach Newyork geboten ſind, ſowobl durch Be⸗ quemlichkeiten und gute ausreichende Lebensmittel, als durch äußerſt billige Transportkoſten, frei 1 Friedberg oder Mainz bis Newyork können andere Ueberfahrts-Gelegenheiten nicht bieten.

Die geſtellte Kaution von fl. 3000 bei hoher Staatsbehörde gibt den Auswanderern außerdem eine Bürgſchaft für die genaue Vollziehung der übernommenen Verbindlichkeiten, Seitens der Poſtſchiffsinhaber. 4281 5

Herr Stiftsrechner Faatz zu Friedberg hat die Gefälligkeit den Auswanderern dortiger Gegend jede gewünſchte Auskunft zu ertheilen, und iſt bereit Schiffsaccorde abzuſchließen, weß, halb man ſich daher an denſelben wenden wolle.

Heidelberg am 8. September 1847.

Georg Bindernagel,

von Herrn G. H. Paulſen, Specialagent zu Mainz, alleiniger Bevollmächtigter

für das Großherzogthum Heſſen.

Auf den Grund vorſtehender Veröffentlichung bin ich recht gerne bereit, auf frankirte oder mündliche Anfragen jede gewünſchte Auskunft zu ertheilen, ſowie zur Abſchließung von Schiffsaccorden für obige Poſtſchiffe mich zu empfehlen.

Friedberg am 9. September 1847.

Faatz, Stiftsrechner.

*

Anzeige.

(1671) Von der beliebten Hagedorniſchen Hefe haben wir Herrn F. Hilbrecht in Fried⸗ berg in Commiſſion gegeben, und iſt täglich friſch bei demſelben zu haben, die Maas à 1 fl. 20 kr. Hanau den 28. September 1847. Chr. Ochs Erben. Auf Vorſtehendes Bezug nehmend, halte ich mich bei Bedarf meinen verehrlichen Kunden und Freunden beſtens empfohlen und ver⸗ ſpreche prompte und reelle Bedienung. Friedr. Hilbrecht.

1 fl. 45 kr. Belohnung.

(1672) Am 27. v. M. wurde zwiſchen Butz⸗ bach und Kleinlinden eine braune, pappdecke lene Hutſchachtel, worin eine ſilberne Zucker⸗ doſe mit blauem Glaſe war, verloren. Die Addreſſe war an Herrn Inſpector Gebhardt zu Gießen. Man bittet den redlichen Finder ſie dem Familienwagen nach Friedberg an die Expedition d. Bl. mitzugeben.

Annonce.

(1673) Cin Trog zum Aepfelmahlen nebſt

Stein und Stange ſteht billigſt zu verkaufen

bei Jean Goſſi in Großenlinden.

Lehrlings⸗Geſuch.

(167) Cs wird ein gebildeter Junge, der geſonnen iſt, das Buchbinder, Etuis- u. Galan⸗ teriegeſchäft zu erlernen, in die Lehre geſucht. Wo? ſagt die Expedition d. Bl.

Literariſche Anzeige.

(1675) Bei C. Bindernagel in Friedberg

ſind zu haben:

Wegweiſer zur Kunſt, richtig, wohl und lange zu leben. Ein Haus⸗ und Familienbuch fur Jung

und Alt, insbeſondere für Gelehrte

und Studirende. Herausgegeben von

W. M. Büchner. Neue Ausgabe des diätetiſchen Schatzkäͤſtleins, nebſt einer allgemeinen Geſundheits⸗ lehre und einer Haustafel für Ge⸗ lehrte und Studirende. Groß 16. XXXII und 353 S. In engl. Leinwand cart. 25 Ngr. od. 1 fl. 24.

Landwirthſchaft für Frauen. Vom Viehſtand, Geflügel, Milchweſen, von Aufbewahrung des Fleiſches, den Feldfrüchten, vom Gemüſe, Obſte u. von Bereitung des Flachſes nebſt einer Hausapotheke. Ein unentbehrlicher Rathgeber fñür auf dem Lande woh⸗

nende Frauen. 100 Seiten geh. 15 Ngr. oder 45 kr.

Hausfrauen, welche in ſtädtiſchen Verhältniſſen erzogen, nun beſtimmt ſind, einer Landwirthſchaft vorzuſtehen und mit Einſicht Geſchäfte anzuord⸗ nen und leiten ſollen, die ihnen bisher mehr oder weniger fremd waren, wird in dieſem Buche ein zuverläſſiger Rathgeber dargeboten, ſo wie aber auch ältere, ſelbſt erfahrne Hauswirthinen in dieſem durch ſeine äußere Ausſtattung in ele⸗ gantem mit ſinnigen Zeichnungen verſehenen Um⸗ ſchlag, auch als Geſchenk ſehr empfehlenswerthen Buche viel Neues und Nützliches finden werden.

Populäre Phyſiologie für Gebil⸗ dete aus allen Ständen. Von Dr. R. H. Rohaßbſch. Einge⸗ fuͤhrt durch Dr. G. H. v. Sch u⸗ bert, Hofrath und Profeſſor in Munchen. 8.( B.) broch. 12 Ngr. oder 45 185 Dieſes Werk dient ebenſoſehr, dem Denkenden

Aufſchluß zu geben über die Geſetze, nach denen

das menſchliche Leben vor ſich geht, als es den

Laien oder Anfänger ſchnell auf die Stufe führt,

mediciniſche Werke mit Nutzen zu leſen.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.