Ausgabe 
15.3.1845
 
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d Sentenzen mit Randgloſſen. ſer ſpät als nie.

zu frühe. Du ſiehſt daraus, wann das angeführte Sprüch⸗

wort wahr und wann es falſch iſt.

7) Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nim⸗ mermehr.

Lerne doch, dieweil du Hänschen heißeſt, was du wiſſen mußt, wenn du, zum Hans geworden, dich ehrlich und ordentlich durch's Leben bringen willſt. Selten gelingt es einem Menſchen, in ſpätern Jahren nachzuholen, was er in der Jugend verſäumt hat, denn fugit irreparabile tempus unwiederbringlich fliehet die Zeit.

8) Jung gewohnt, alt gethan

oder: Gewohnheit iſt zweite Natur eonsuetudo est altera natura ſagt Aeneas. Du mußt dich darum, mein Sohn, an Nichts gewöhnen, von dem du nicht mit Beſtimmtheit weißt, daß du es alle Tage deines Lebens bei behalten kannſt. Haſt du dich in der Jugend an Genüſſe gewöhnt, denen du im ſpätern Leben aus irgend einem Grunde wieder Valet geben mußt, ſo macht dich das nur ungluͤcklich. Auch mußt du dich an nichts Schlechtes ge wöhnen, ſonſt wirſt du es ſchwerlich ganz wieder los, viel mehr mußt du von Früheſtem an darnach trachten, daß das Gute dir zur andern Natur wird und dann haſt du, wenn die Verſuchungen des Lebens kommen, gar viel ſchon gewon nen, da dir die gute Gewöhnung zur Seite ſteht. Eltern können für die Erziehung ihrer Kinder auch aus dem Ge ſagten lernen; es iſt nicht immer nothwendig, daß das Kind ſchon weiß, was und warum es irgend etwas Gutes (3. B. Beten) thut, es reicht im Anfang hin, daß es das Gute thut, damit es ſich an das Thun deſſelben gewöhnt, das Verſtändniß kommt dann ſpäter von ſelbſt.

85% 86.

9) Was dich nicht brennt, das blaſe nicht.

Miſche dich in Nichts, was dich Nichts angeht was deines Amtes nicht iſt, laß deinen Fürwitzder Schuſter bleib' bei ſeinem Leiſten,ne sutor ultra crepi- dam deuteſt du das Sprüchwort ſo, dann kannſt du ſei⸗ nen Rath befolgen. Wenn du aber deines Nächſten Haus brennen, überhaupt ihn in allerlei Noth und Elend ſtecken ſäheſt und du wollteſt dich der Hülfeleiſtung entziehen, indem du ſagteſt: es brennt mich nicht, drum blaſ' ich's nicht, dann wäreſt du ein kalter, herzloſer Böſewicht, der verdiente, daß ihm die Suppe recht bald zu heiß würde und daß dann Niemand da wäre, der ihm den Athem zum Blaſen lethen möchte, wenn's ihm auch ſelbſt daran gebräche.

Guſtav⸗Adolf- Stiftung.

Mit Rückſicht auf die in Nr. 19 dieſes Blattes be findliche Anzeige, die Guſtav-Adolf-Stiftung betreffend, diene im Intereſſe dieſer Stiftung zur Nachricht, daß auch aus dem der Gemeinde Södel benachbarten Kirchſpiele Wöl fersheim ſich 149 Perſonen, und zwar aus Wölfersheim 110, aus dem Filialorte Weckesheim 39, den Mitgliedern des oberheſſiſchen Zweigvereins der Guſtav-Adolf-Stiftung angeſchloſſen haben.

Der Singverein zu Obererlenbach, welcher von Ge ſangfrennden ſtets als ein Vorzüglicher geſchildert wurde, naht wie verſichert wird ſeiner Aufloſung.

Im höchſten Grade wäre dieſes zu bedauern; intereſſant aber wären die Gründe der bevorſtehenden Aufloͤſung zu er fahren, die am Zuverläſſigſten wohl der Vorſtand mittheilen könnte.

Fuͤr die armen Felsberger

ſind eingegangen: v. T. W. H. 1 fl. 45 kr.; von einem Kinde bei ſeinem erſten Ausgange nach einem 5 Wochen langen Unwohlſein durch Prof. Dieffenbach 1 fl.; von einem Ungenannten durch Trapp III. 24 kr., zu⸗ ſammen 3 fl. 09 kr., deren Empfang mit herzlichem Danke beſcheinigt Friedberg am 10. März 1845. L. Matthias, Caſſier.

Bekanntmachungen von Be⸗

hoͤrden.

K

Edietal ladung.

(269) Die Konrad Jungs Ehefrau von hier hat die Johs. Schäfer Cheleute von Flenſun⸗ gen auf Rückzahlung eines Darlehns von 300 fl., das von Letzterem laut gerichtlicher Schuld- und Pfandverſchreibung vom 23. Sep⸗ tember 1835 bei dem Schullehrer Dietz in Atzenhain aufgenommen und von dem Dar leiher der Klägerin in Folge eines Verpfle gungsvertrags uͤberlaſſen ſein ſoll, mit Zinſen vom Tage der Ausſtellung der Obligation da hier belangt und bei der Unbekanntheit des Aufenthaltsorts der Verklagten um deren La dung in den öffentlichen Blättern gebeten. Es werden demzufolge die Johannes Schä fers Eheleute aufgefordert, ſich auf die gegen ſie erhobene Klage, deren Einſicht ihnen in der Regiſtratur des unterzeichneten Gerichts geſtattet iſt, im Termin Freitag den 11. April d. J., Vormittags 10 Uhr, ſogewiß dahier zu erklären, widrigenfalls ſie des Inhalts der

Klage für geſtändig erachtet und unter Ein⸗ redeausſchluß nach Antrag ſchuldig erkannt, auch alle weiteren in dieſer Sache nöthigen Verfügungen lediglich durch Anſchlagen an der Gerichisthüre zur Veröffentlichung gebracht werden ſollen. Grünberg den 4. Februar 1845. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking.

Häuſer Verkauf.

(318) Mittwoch den 19. März, d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rath⸗ hauſe zwei, noch in gutem Stande befindliche zu Wohnhaͤuſer ſich eignende, Gemeinde-Ge bäuden öffentlich an den Meiſtbietenden auf den Abbruch verkauft werden, was mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß die frag lichen Gebäuden von Holz und zweiſtöckig er baut ſind und jedes derſelben ungefähr 37 Fuß lang und 24 Fuß tief iſt. Die Beding⸗ ungen und Häuſer können jeden Tag bei'm Bürgermeiſter eingeſehen werden. 5 Die Großh. Heſſ. Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu wollen. Eichen den 12. März 1845. Der Kurheſſiſche Bürgermeiſter A d am.

Immobilien-Verkauf resp. Verpach tung zu Holzhauſen. (325) Nachſtehende dem Mathildenſtifte dahler gehörige Immobilien zu Holzhauſen ſollen Montag den 17. März 1845, Mittags 11 Uhr, in dem Rathhauſe zu Holzhauſen je nachdem ſich Liebhaber einfinden, entweder in Eigenthum verſteigert, oder auf mehrere Jahre verpachtet werden. Flurbuch % 13 Rth.(24,288[JKlftr.) Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Stall an Sebaſtian Altenheimer Gr. Fiskus 24 kr. Zins. 2; 8% Rth.(16,65[JKlftr.) In den Hintergärten an Johs Hett. 5 2% 9 Rtbh.(16,884[IKlftr.) In den Föl⸗ lergärten an Melchior Höck. 6% 26 ½ Rlh.(49,714[IKlftr.) In der unterſten Dornbach an Heinrich Bürau. Bemerkt wird hierbei, daß die Objecte nach erfolgter Genehmigung, ſogleich in Beſitz ge⸗ nommen werden können., Friedberg am 6. März 1845. Der Caſſier des Mathildenſtifts Sehrt. Arbeits-Verſteigerung.

(308) Dienſtags den 18. d. M. Morgem 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Um

Aerfleiger öffentlich bel ff Die Zusa

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(333) Forderung Gr. Pfarrers Berlt in Termin Dienſtag den d ſo gewiß unter Vor blieſungen, beim unt! Iheigen, gegenfals Nachlaßſache undetue Groskarden den Permdge Au der 9 Gr. Heſſ.! Mud! Mobilien (83]) Montag d Vormittags 9 Ubr berſtorbenen Fried ſimmſhe Mobilen ein Karren, ein Heu, Stroh und Sr ſimmtliche Hausg Meiſtbietenden verſt Nauheim den? z 1

Ediet (335) An den lachbenannte Eine Grundſtucke, in der gelegen, verkauft,. 1 1) Johannes

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5) Haſpa XX /d, 508 B, 17 3) Johannes y XXIJ/6, 5/849 W769, 308

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