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mittags um 11 Uhr vor dem Orte an den verſchiedenen Straßen Statt durch Begrüßung vom Comité und durch Böllerſchüſſe. Alsdann Geleitung bis zum Gemeindehauſe; daſelbſt Empfang durch den hieſigen Singverein und durch Musik, Darauf Reſtauration nach Belieben in den ver⸗ schiedenen Gaſthäuſern. um 1 Uhr auf ein gegebenes Sig⸗ nal Probe im Schulhofe. Nachher Feſtzug auf den Feſt⸗ Platz, auf die mit Zelten beſetzte, große Wieſe. 8 Chöre werden da in 2 Abtheilungen aufgeführt; während der Pau— ſen Vorträge einzelner Vereine; Inſtrumentalmuſik— Volks⸗ beluſtigung durch Baumklettern, Sacklaufen, Hahnenſchlag— U. ſ. w.— Beſchluß der Feſtlichkeiten macht Ball in 2 Zelten und Feuerwerk. Das Feſtcomité.
Verſuche uͤber die Bickes'ſche Saamenduͤngung.
Aus dem Hannoverſchen ſchreibt der Hamburger Correſpondent vom 20. Juni: In No. 248. d. Bl. vom 17. Oct. v. J. theilten wir die Berichte der von dem Frank— furter Verein für Garten- und Feldbau zur Prufung der Bickes' ſchen Erfindung der Saamendüngung niederge— ſetzten beiden Commiſſionen mit und bemerkten, daß im ver⸗ gangenen Sommer 1844 auch in Hannover Verſuche über dieſes Geheimmittel angeſtellt wurden, von denen das Reſultat mitgetheilt werden ſollte, welchem wir in Fol— gendem nachkommen.— Auf den von Hrn. Bickes am 4. Juni v. J. in der 177. General-Verſammlung des Gartenbau-Vereins für das Königreich Hannover gemachten Antrag wurden am folgenden Tage in Gegen— wart mehrerer Mitglieder des landwirthſchaftlichen, ſo wie des Gartenbau-Vereins und eines Herrn der K. Domänen— Kammer in der Lindener Feldmark bei Hannover folgende Verſuchs⸗Saatbeſtellungen gemacht: 1) 120[IR. mit prä⸗ parirtem Sommer-Rübſen. 20 40[IR. mit unpräparirtem ditto. 3) 60[IR. mit präparirtem, und 4) 60 U] R. mit unpräparirtem Buchweizen. 5) Unpräparirte, mit Miſt ge— düngte Kartoffeln. 6) Unpräparirter, mit Miſt gedüngter Hafer. 7) Drei Reihen präparirte Kartoffeln. 8) Drei Reihen unpräparirte ditto. 9) 90[IR. mit präparirtem, und 10) 90[IR. mit unpräparirtem Hafer. 11) 90 IR. mit präparirter, und 120 90[IR. mit unpräparirter Gerſte. 13) 30 UR. mit präparirtem, und 14) 60[IR. mit unprä⸗ parirtem Leinſaamen.— Ueber die Reſultate dieſer Verſuche theilt Hr. Borchers, Redacteur des Hannoverſchen Land— wirths, Folgendes mit:„Alle in der Lindener Feldmark ausgeſäeten unpräparirten Sämereien keimten etwas früher und in bei Weitem größerer Anzahl, als die von Bickes präparirten Sämereien.“) Im Laufe des fortſchrei— tenden Wachsthums waren alle angebauten Pflanzenarten an Größe, kräftigem Anſehen und an Beſtaudung ſich völ— lig gleich; die von Bickes mit präparirtem Saamen beſtell—
) Das Frankfurter Gutachten ſagt:„Das unſrige ging acht Tage früher auf, und zwar vollkommener, als das Bickes'ſche, während von dem Bickes'ſchen nur ein Viertheil von der Einſagt anfging.,
ten Aecker zeigten auch nicht den mindeſten Vorzug, nur war dieß bei dem präparirten Sommer-Rübſen der Fall, welcher etwas kräftiger war als der unpräparirte, was aber lediglich von dem ſehr dünnen Stande der Pflanzen her— rührte. Die präparirten Kartoffeln keimten ſpät, und es blieben mehrere davon ganz zurück; die unpräparirten Kar⸗ toffeln erhielten hier im Wachsthum den Vorzug.— Der auf No. 6 mit Miſt gedüngte Hafer bewies während ſeiner ganzen Wachsthumsperiode, daß die Natur die Benutzung des thieriſchen Dunges angeordnet habe, denn er zeigte von Aufang bis zu Ende ſeines Wachsthums gegen die übrigen Fruͤchte ausgezeichnete Vorzüge.“— Ferner waren am 6. Juni 1844 in der K. Plantage folgende Ausſaaten gemacht: „Mais— Gerſte— Kartoffeln— Krup-Vietsbohnen— Erbſen— Gurken— Salat, und zwar präparirt und unpräparirt neben einander, wovon das Reſultat war: Bei der Keimung, Entwicklung und dem ſpäteren Wachsthum der vorbemerkten Pflanzen zeichneten ſich alle unpräparirten Sämereien bedeutend vor den von Hrn. Bickes behandelten Pflanzen aus; die präparirten Saamenpflanzen aber waren von Anfang bis zu Ende ſchwächlich und weit hinter den natürlich behandelten zurück. An einer andern Stelle des Gartens waren in einem wenig nahrhaften Erdreiche fol— gende Ausſaaten und Pflanzungen veranſtaltet: 1) Runkel⸗ rübenpflanzen, deren Pflanzen von Bickes präparirt waren, und Pflanzen, die nicht präparirt waren. V Mais, prä⸗ parirt und unpräparirt, und 3) Gerſte, desgleichen.— Von dieſen Pflanzen zeigte die präparirte Gerſte einige Wochen unbedeutende Vorzüge, welche ſich aber bald wieder verloren. Die präparirten Runkelruͤben blieben fort— während hinter den unpräparirten im Wachsthum und Ausbildung zurück, und bei dem Mais war nicht eher ein Unterſchied zu bemerken, als in den letzten Wochen ſeines Wachsthums, wo der präparirte Mais höher wurde und die Pflanzen ein dunkleres grünes Anſehen erhielten. Dieſen Umſtand weiß ich mir nicht anders zu erklären, als daß der präparirte Mais eine andere Sorte ſei.) Noch wurden mehrere Pflanzenarten durch Hrn. Bickes mit einer Flüſſigkeit begoſſen, die er in einer irdenen Bouteille bei ſich führte; ich halte es aber um ſo weniger nöthig, hierüber fernere Mittheilungen zu machen, da dieſe Angüſſe ebenfalls ohne allen Erfolg blieben.“ Ueber das Keimungsverhältniß zwiſchen dem präparirten und unpräparirten Saamen theilt Hr. Borchers Folgendes mit:„Hr. Bickes legte in kleine Töpfe mit Sand gefüllt: 1) in einen Topf 6 Körner Gerſte, 2) in einen andern 9 ditto, 3) in einen andern 12 ditto. In Töpfe mit Grand gefüllt: In Töpfe 4, 5 und 6 reſp. 6, 9 und 12 Körner Gerſte. Davon keimten im Topfe Nr. 1 am fünften Tage 2 und am ſechſten Tage die dritte Pflanze; 3 Körner gelangten gar nicht zum Keimen. Im Topfe 2 keimte am fünften Tage ein Korn, 8 Körner kamen nicht hervor. Im Topfe 3 keimten am fünften Tage
„) Im Frankfurter Gutachten heißt es:„Wir haben zwar keine Ge⸗ wißheit darüber, jedoch nach Wuchs und Kolben zu ſchließen, iſt das Welſchkorn von einer andern, höher werdenden Sorte, als das hier gewöhnliche.“
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