6
N
* 213
2, am ſechſten 3, am ſiebenten 3 Körner und am achten eins; die übrigen 3 Körner keimten ebenfalls nicht. Im vierten Topfe keimte am fünften Tage ein und am ſiebenten ein zweites Korn, 4 Körner gelangten nicht zum Keimen. Im Topfe 5 keimte am fünften Tage ein Korn, am ſechſten 3 Körner, am zehnten Tage ein Korn; 4 Körner blieben alſo unentwickelt. Im Topfe 6 keimte am fünften Tage ein, am ſechſten Tage ein, am ſiebenten Tage ein und am zehnten Tage ein Korn; die übrigen 8 Körner keimten eben— falls nicht. Dagegen wurden drei gleich große Töpfe mit Sand und drei mit Grand angefüllt und in jeden derſelben vergleichsweiſe 6, 9 und 12 Körner unpräparirter Gerſte gelegt. In dem mit Sand und 6 Körnern belegten Topfe keimten am fünften Tage alle 6Körner. Im zweiten Sand— topfe keimten von den 9 Saatkörnern am fünften Tage 6 und am ſechſten 3 Körner, mithin alle. Im dritten Sand— topfe blieb nur ein Korn ohne Keimung. In dem mit 6 Körnern im Grande belegten Topfe keimten am fünften Tage 3 und am folgenden 2 Körner; nur ein Korn keimte nicht. In dem zweiten Grandtopfe gelangten 2 Körner nicht zum Keimen. In dem dritten keimten am fünften Tage 8 und am ſechſten 4 Körner, es fehlte alſo kein ein— ziges. Sämmtliche Töpfe hatten einen gleich günſtigen Standort und wurden jederzeit aufmerkſam, nach Bedürfniß befeuchtet. Von allen dieſen Pflanzen zeichneten ſich nur die aus den präparirten Körnern des Topfes I entſtande— nen drei Pflanzen durch beſonderes Wachsthum aus. Alle übrigen Pflanzen aber blieben, trotz der Präparation ihrer Körper, ſo auffallend im Wachsthum gegen die unpräpaa— rirten zurück, daß ſie förmlich kränklich und dürftig aus— ſahen.)—„Aus dem hier Mitgetheilten wird jeder unbe— fangene Beurtheiler den Schluß ziehen können, daß Hr. Bickes den Stein der Weiſen nicht gefunden hat, und es ſteht zu wünſchen, daß der Mann, welcher ſich einbildete, eine große Erfindung gemacht zu haben, nur auf ſeine er— bärmlichen Schöpfungen blicken möge, um ſich zu überzeu— gen, daß das ganze nichts als Tändelei ſey.“—„Die Erfolge, welche die von dem Erfinder mit präparirtem Saa— men veranſtalteten Ausſaaten gegeben haben, ſind ſo ſehr ungünſtig ausgefallen, daß diejenigen Perſonen, welche die— ſelben zu beobachten Gelegenheit hatten, ſich uͤberzeugt haben, daß die ganze Angabe der Erfindung von Seiten des Bickes entweder auf einer Selbſttäuſchung beruhe, oder daß dahin— ter eine feine, aber großartige——— verborgen liege.“— Wenn nun die vorſtehenden Mittheilungen im Weſentlichen mit den Berichten der Frankfurter Commiſſlonen völlig übereinſtimmen, ſo iſt nicht ſchwer, zu beurtheilen, was es
mit der Subſcription auf das Recht der Bickes'ſchen Erfin⸗ dung und der damit verbundenen Baarzahlung von 4 gGr., ſowie mit der Verpflichtung, ein Buch ſich ſenden zu laſſen, wofür„beim Verſand durch Poſtvorſchuß 15 9 Gr. entnom⸗ men werden ſollen“— auf ſich hat.
* 4
1 Spruͤchwoͤrter und Sentenzen it Ranogloſſen.
12) Wer mit Hunden ſchläft, ſteht mit Flöhen auf,
Selten wirſt du lange mit Tagdieben, Säufern, Spielern, Nichtsnutzen jeglicher Art umgehen, ohne daß du dich an ihre Ränke und Schwanke gewoͤhneſt und nach und nach Liebhaberei daran bekommſt. Beiſpiel ſteckt an, darum „mein Kind, wenn dich die böſen Buben locken, ſo folge ihnen nicht„und wenn du ich auch für noch ſo ſtandhaft und feſt hältſt in deinen Grundſätzen, folge ihnen nicht, denn„böſe Geſellſchaften verderben gute Sitten/ und„wer ſich läſſet duͤnken, er ſtehe, möge wohl zuſehen, daß er nicht falle.) Nur Wenige ſind von der Mutter Natur ſo bevor— zugt und haben eine ſolche Beſchaffenheit der Haut und des Blutes empfangen, daß das Ungeziefer nicht an ſie geht, aber du kannſt es nicht wiſſen ob du zu dieſen Bevorzugten gehörſt. Darum iſt es immer klüger, du nimmſt dich in Acht, als daß du dich unbedachtſam einem Uebel blosſtellſt, das vielleicht ſchmerzlicher iſt, das vielleicht traurigere Fol— gen hat, als du nur ahneſt—„wer ſich muthwillig in Gefahr begibt, kommt darin um.“
13) Es ſind viel Eſel, die keine Säcke tragen.
'S iſt mir wirklich auch ſchon manchmal ſo vorge— kommen.
14) Man muß zuvor eine Grube machen, wenn man den Wolf fangen will.
ſeatürlich!— vorausgeſetzt, daß man den Wolf wirk— lich fangen will. Willſt du Etwas werden, willſt du's zu Etwas bringen, ſo iſt es ſchlechterdings nöͤthig, daß du lernſt, was du wiſſen mußt, und daß du thuſt, was du nicht laſſen darfſt, wenn anders dein Vorhaben gelingen ſoll. Die Zeiten, wo Einem die gebratenen Tauben in den Mund geflogen ſind, ſind längſt vorüber, wenn ſie jemals beſtanden haben und wenn ſie auch noch beſtünden, ſo müß— teſt du wenjgſtens den Mund aufmachen, wenn du eine fangen wollteſt. Alſo wenn es dir auch noch ſo leicht ge— macht würde mit deinem Fortkommen, mit der Erreichung deiner Wünſche ꝛc., ganz ohne Mühe und Anſtrengung wirſt du nimmer dazu gelangen.
Bekanntmachungen von Be⸗ n
hörden.
rr
bei Vermeidung des
und zu begründen.
Edictal ladung. (943) Gegen Andreas Hoffmann von Hoch— weiſel iſt der Concurs erkannt worden. For⸗ derungen und Anſprüche an denſelben ſind deßhalb im Termine
Morgens 9 Uhr, ſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen
Butzbach den 17. Juni 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Bender. In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg. Dr. Irle. teig e (990) Donnerſtag den 10. l. M, Nach-
2. Auguſt d. J., mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath— hauſe von dem Speichervorrath des Auguſti— ner Schulfonds 20 Malter Korn zweimalter— weiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 2. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter
ſtillſchweigenden Aus—
Bekanntmachung. (1000) Forderungen an den Nachlaß der Gerhard Zeuns Eheleute in Fauerbach II. ſind
Freitag den 25. Juli, Morgens


