Ausgabe 
31.1.1844
 
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worden, indem der Schuldner den Beweis er bracht hatte, daß er den fraglichen Betrag nicht als Darlehn verſchuldet, und daß er fee ner mehrere Zahlungen gemacht habe.

Der Beklagte iſt in Folge dieſes Ausgangs des gegen den Schuldner Loth geführten Pro zeſſes verbunden, mich rückſichtlich der abge tretenen Forderung völlig ſchadlos zu halten.

Meine Forderung an den Beklagten berech net ſich folgendermaßen: fl. kr.

1) erhielt er auf den Kaufſchilling baar 40

welche ich mit Zinſen vom Tage der Auszahlung dem 2. Spt. 1842 zurückverlange; 1 N 2) entgeht mir ein Gewinn von 3) betragen die Koſten des mit Loth geführten Rechtsſtreits ausweislich der darüber vorliegenden Akten 23 welchen Betrag mir gleichfalls mit Zinſen vom Tage der Auslagen an zurück zu erſtatten iſt N

Bei der Abweſenheit des Beklagten, deſſen Aufenthaltsort unbekannt iſt, kann ich nun zu deren Forderung nicht gelangen, ich will deß halb Klage führen und Gr. Landgericht bitten:

den Beklagten nach vorgängiger Aufforde

rung in den öffentlichen Blättern ſchuldig zu

erkennen, den libellirten Betrag von 118 fl.

3 kr. mit den angegebenen Zinſen zu be

zahlen, unter Verurtheiſung in alle durch

dieſe Klage entſtehenden Koſten. fe P. v.

Da der Aufenthaltsort des Beklagten unbe kannt iſt, wird derſelbe hiermit aufgefordert, ſich auf die vorſtehende Klage im Termine Dienſtag den 19. März d. J., Vorm. 8 Uhr ſogewiß dahier zu erklären, widrigenfalls er des thatſächlichen Inhalts der Klage für ge ſtändig erachtet, und unter Einredeausſchluß nach Antrag gegen ihn erkannt werden wird.

Zugleich wird dem Beklagten eröffnet, daß im Falle ſeines Ausbleibens die Bekanntma chung der weiteren gerichtlichen Erlaſſe nur durch Anſchlag an der Gerichtsthüre erfolgen ſoll.

Grünberg am 5. Januar 1844.

Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking.

Holz-Verſteigerung. (1110 Montag den 5. und Dienſtag den 6. Februar d. J., jedesmal von Morgens 10 Uhr, ſollen in dem Rockenberger und Oppershöfer Markwald, im Wirthſchaftstheil I., III., V., VI. und VII., folgende Holzſortimente öffent lich unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen meiſtbietend verſtei gert werden. 145% Stecken buchen Scheitholz,

8

eichen 6% 7 1 1 165 Wellen Reisholz, 962 buchen 2

210 gemiſcht= 30 Haufen buchen* 10 Fuß lang, 91 ſaalweide 18 Stämme eichen Bau- und Werkholz, halten 1787 Cubikſfuß, 15 Stämme buchen Werkholz, halten 1254 Cubikfuß. der Zuſammenkunftsort iſt an der Stein pfsſchneiße im Wirthſchaftstheil J., wohin man die Steigliebhaber höflichſt, einladet.

Bemerkt wird noch, daß das Bau⸗ und Werkholz an ten Tag zur Verſteigerung kommt

Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Qppershofen den 25. Januar 1844. Der Markgegenſchreiber Weil.

r 36 128. Edietal ladung. (112) In dem Hypothekenbuche von Nieder roßbach befindet ſich ein Eintrag, wonach Kon rad Schneiders Wittwe von da, am 15. May 1822 bei Schuhmacher Nikolaus Lang zu Born⸗ heim 250 fl. gegen Verpfändung von 12 Grund ſtücken aufgenommen. Die Erben der Wittwe Schneider behaupten indeſſen, daß jene An leihe nur beabſichtigt, jedoch nie verwirklicht worden ſeie, ſie jedoch die deßfallſige Urkunde nicht wieder beizubringen vermochten. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche auf die über vorgedachte 250 fl. gefertigte Schuld⸗ verſchreibung und den Fortbeſtand des Pfand rechtes Anſprüche zu haben vermeinen, zu deren Anzeige innerhalb 3 Monaten von heute an unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt jene Schuldurkunde für erloſchen erach tet und der Eintrag in den Hypothekenbüchern

geſtrichen werden wird. 5 g Dann haben die Konrad Schneiders Wittwe Erben bereits im Jahr 1841 die Grundſtücke 302%, 14 Klafter auf dem Erlich 2 21 Klafter in der Laubach f 9 Klafter in den Weiherwieſen, 26. 8 Klafter auf den ſchwarzen Theilen verkauft, ohne ihr deßfall ſiges Eigenthumsrecht urkundlich nachweiſen zu können. Oa jedoch ihr längerer Beſitz der⸗ ſelben beſcheinigt iſt, ſo werden diejenigen, welche Anſpeüche auf vorgedachte Stücke baben möchten, aufgefordert, ſolches um ſo gewiſſer in obgedachter Friſt anzuzeigen, als ſonſt der oberwähnte Verkauf richterlich beſtätigt wer⸗ den wird. Friedberg am 20. Januar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann.

Arbeitsverſteigerung im Baubezirk Friedberg.

(113) Donnerſtag den 8. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Locale des Gaſtwirths Hieronimuß dahier, die Repara turarbeiten für 1844 an den Kameral-Grund laſten und Forſtgebäuden zu Friedberg, Butz bach, Ockſtadt, Obermörlen, Griedel, Rocken berg, Oppershofen, Kaichen, Büdesheim, Hel denbergen, Burggräfenrod, Vilbel, Rodheim, Winterſtein und Oberau, als: Maurer-, Stein hauer-, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer-, Weiß⸗ binder-, Spengler- und Pflaſterarbeiten, ſo dann die Lieferung von 2¼0 Cub.-Klafter Sand in das Hofhaus zu Kaichen an die Wenigſtnebmenden öffentlich verſteigert werden.

Es wird dieſes mit dem Bemerken zur öffent lichen Kenntniß gebracht, daß nur ſolche Hand werker zum Gebot zugelaſſen werden, welche die nach der Verordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prüfung beſtanden, oder bereits vor Erlaß derſelben Meiſter geworden waren.

Friedberg den 27. Januar 1844.

Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen.

Bekanntmachung. (IIA) Donnerſtag den 14. März, Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die dem Franz Heck zuſtehende Hofraithe in der Burg an der Kreisraths-Wohnung gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Stall, Holzſchoppen mit Heuboden, Ställe und Gärtchen, ſodann 535% Ruthen Garten zwiſchen der Naubei mer und Ockſtädter Gränze, 166 Rth. Acker⸗ lands-Baumſtück zwiſchen dem Riedweg oder Uſa und dem Nauheimer Weg an Herrn v. Löw und 34 Ruthen im Ried an Georg Joſt ge⸗ legen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.

Friedberg den 29. Januar 1844. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter D e

Privat- Bekanntmachungen.

Anzeige. (108) Ich mache einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich neben dem ſeit her von mir gefuhrten Gußwaarenhandel auch mit Staabeiſen handle, wobei ich noch beſon ders vemerke, daß ich Naſſauer Eiſen von beß ter Qualität zu dem billigſten Preiſe abgebe. Großkarben im Januar 1844. David May J.

Ein guter Faſelochs, (115) ſchwyzer Race, der zum Schlachten geeignet iſt, ſteht zu verkaufen bei Johs. Wagner in Heldenbergen.

Biegemzaeuß

(1160 Eine pfauhenne Cleeberg bei Butzbach Januar 1844. Freiherrlich v. Bibraiſche Oekonomieverwaltung Fuchs. Dankſagung. (117) In der Nacht vom 17. auf den 18. J. M. ſchreckte uns der furchtbare Ruf Feuer aus dem erſten tiefen Schlafe auf, und ach welch furchtbares Gefühl bemeiſterte uns alle, als wir die Augen öffneten und das ſchreckbare Element ſchon in ſeiner alles zerſtörenden Kraft in unſerer Nähe erblickten. Obgleich alle be wobner des Orts durch Herbeieilen mit Waſſer und jeder benöthigten Hülfe ihre menſchen freundliche Theilnahme erwieſen ſo können wir dennoch nicht umhin, insbeſondere unſerm biederen Mitbürger Herrn Bürgermeiſter Jo hannes Ohmeis J. dahier unſeren aus der tief ſten Fülle der Seele kommenden Dank für ſeine bei dieſer Gelegenheit im Allgemeinen erwieſene Thätigkeit und große Umſicht, ohne welche ſicherlich auch unſere ſammtliche Habe ein Raub des wüthenden Elementes geworden wäre, hiermit öffentlich abzuſtatten. Obererlenbach am 22. Januar 1844. Die zunächſt der Brandſtätte wohnenden Ortsbürger.

2 8 0 N Großes Heſſiſches Anlehen von 2,375,000 fl.

Ziehung am 15. Februar 1844. (118) Haupttreffer fl. 20000, 4000, 2000, 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 à 100. Unter⸗ zeichnetes Handlungshaus erläßt hierzu Origi nallooſe à fl. 33, nimmt ſolche aber nach der Ziehung à fl. 30 30 kr. wieder zurück, daher die Einrichtung getroffen iſt, daß nur fl. 2 30 kr. baar einzuſenden ſind. Ziehungsliſten werden prompt zugeſandt.

Julius Stiebel junior, Banquier in Frankfurt a. M. Aufforderung. (119) Da von der Ctui⸗Waaren-⸗Ausſpie⸗ lung, die in Butzbach im Dezember v. J. ſtatt haben ſollte, hier gar kein Reſultat be⸗ kannt worden iſt, ſo fordern wir Wittwe Lebrwald, die Veranſtalterin der Ausſpie lung, auf, die Treffer durch dieſes Blatt be kannt machen zu laſſen. Friedberg den 29. Januar 1844. Mehrere Betheiligte.

Litera riſche Anzege. Bei C. Bindernagel iſt vorräthig:

Nodnagel, A., Ritter Rodenſtein, der wilde Jäger. Volksmährchen in fünf Acten. 48 kr.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg

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