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Intelligenz- Blatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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Amtlicher
Die Großherz zoglich Heſſiſchen der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen
an ſämmtliche Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. zereffend: Den diesjährigen Recrutirungsrath in der Provinz Ober—
heſſen.
Nach einer Benachrichtigung des zenmiſſars der Provinz Oberheſſen finden die Sitzungen er Recrutirungsrathes dieſer Provinz am 21.— 25. Ok⸗ ober d. J. zu Gießen ſtatt. Es iſt dabei, zur Erleichter— in dieſes Geſchäfts und zum Beßten der zum Theil weit er eiſenden Reklamanten, die Einrichtung getroffen worden, ſaf für alle Bezirke der Provinz nachfolgende Tage be— tiumt worden ſind, an welchen diejenigen Individuen, veche beim Recrutirungsrathe etwas zu thun haben, ſicher in ee während an den anderen Tagen dieſel— zn den anderen Bezirken Angehörigen nachſtehen müſſen.
1 Tagbeſtimmung iſt folgende:
Theil
Großh. Provinzial—
. Oktober für die Bezirke Alsfeld und Vöhl,
2. 5 5 1 Büdingen und Bledenkopf, 3. 5„5*„ Lauterbach und Nidda,
Al.„„5„* 1 Friedberg und Hungen,
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„ Grünberg und Gießen.
Es wird ſchon von Morgens 7— 12 und Nach— mrags 2— 4 Uhr an das Sekretariat die Anmeldungen zer Erſcheinenden annehmen und werden dieſelben nach der neche der Anmeldungen vorgelaſſen werden. Indem wir ei hiervon zur alsbaldigen Bekanntmachung benachrichti— a, bemerken wir noch Folgendes: Vor dem Recrutirungs— et müſſen alle von der Rekrutirungskommiſſion an den F verwieſene Leute, ſo wie diejenigen,
neche bei der letzten Ergänzung von den Regimentern als beaglich zurückgewieſen worden ſind, mit einem von dem nchlagigen Großh. Bürgermeiſter ausgeſtellten verſiegelten 1 nalement erſcheinen. Die zuletzt gedachten Leute haben ig eich die von den betreffenden Regimentern und Corps 750 lienen vorläufigen Entlaſſungsſcheine mitzubringen. Außerdem können auch andere, welche vor dem Re— euürungsrath etwas vorzubringen haben, insbeſondere die—
Mach, den 16. Ofuber
1844.
jenigen, die nach§. 65 der Verordnung vom 30. April 1831 noch zuläſſige Depotanſprüche geltend machen wollen, während der angegebenen Zeit vor demſelben Gehör finden. Dieſelben müſſen jedoch mit einem von Ihnen ausgeſtellten verſchloſſenen Singnalement verſehen ſein. Schl in ſchär⸗ fen wir Ihnen ein, die Leute, welche wegen phyſiſcher Ge— brechen Depotanſprüche oder Untauglichkelt geltend machen wollen, daruber zu belehren, daß ſie ſich mit den nöthigen Beſcheinigungen, insbeſondere der Aerzte, Bürgermeiſter, Pfarrer, Schullehrer ꝛc. verſehen müßten, widrigenfalls ſie Abweiſung zu erwarten hätten. Friedberg, Grünberg und Hungen am 7. Oktober 1844.
Küchler. Ouvrier. Follenius
Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt
Einſender dieſes, in der Ueberzeugung, daß eine ge meinnützige Sache durch oͤftere, auf Sachkenntniß geſtützte Beſprechung nur gewinnen, d. h. iumer richtigere Wurdi— gung und ſtets mehr Eingang beim Publikum finden kann, glaubt ſeine Anſicht über die Betheiligung bei der vaterlän— diſchen allgemeinen Rentenanſtalt durch Theileinlagen im Gegenſatz zu vollen Einlagen öffentlich ausſprechen zu müſſen, und zwar um ſo mehr, als ihn die Erfahrung lehrt, daß Viele, die ſich bei der Anſtalt betheiligen wollen, im Zweifel ſind, durch welche Art von Einlagen ſich am vor— theilhafteſten Gebrauch von der Anſtalt machen läßt.— Ob nun zwar aus der Rau'ſchen Schrift über die Renter ſtalt,— welche Einſender mit vieler Befriedigung geleſen hat und Jedem, der ſich für die Sache intereſſirt, als ein mit Sachkenntniß und Klarheit geſchriebenes Werkchen em— pfehlen darf— hervorgeht, daß die dieſſeitige Anſtalt eine vollſtändige Gleichſtellung der Rechte und Vortheile zwi ſchen vollen 155 Theileinlagen eingeführt hat, ſo glaubt Ein— ſender doch, daß Eltern, die ihre Kinder zu verſichern, jüngere e die der Anſtalt beizutreten wünſchen, am beſten thun, wenn ſie Theileinlageſn machen. Möge Fol gendes die Anſicht beſtätigen.— Nachdem Hr. Rau in der Erläuterung zu den§§. 32— 35 der Statuten die Zeit
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