Ausgabe 
4.9.1844
 
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oͤffentlich auszuſprechen und anzuerkennen, kann ich ein ſol⸗ ches erfreuliches Reſultat nur dem Umſtande zuſchreiben, daß jeder bomüht war, in ſeinem ganzen Verhalten während dieſer feierlichen Tage das Andenken an unſern erhabenen Höchſtſeeligen Großherzog, Königliche Hoheit, eben ſo zu ehren, als die Verehrung und Liebe zu beweiſen, welche jeden Heſſen für unſern Allergnädigſten jetzigen Großherzog, Königliche Hoheit, und alle Glieder Seines erhabenen Für ſtenhauſes beſeelt.

Daärmſtadt, den 28. Auguſt 1844.

Der Großh. Heſſ. Provinzial-Commiſſaͤr für die Provinz Starkenburg und Kreisrath des Kreiſes Darmſtadt. . S

Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 25.

Ludwig II. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. N

Die Feſttage der Enthüllung des, von der Dankbar keit eines treuen Volkes Unſerem, in Gott ruhenden, Herrn Vater, Ludwig J. errichteten Monuments haben uns mit inniger Freude und Rührung erfüllt.

Die ganze Liebe und Biederkeit des Uns von Gott anvertrauten Landes hat ſich von neuem auf eine edle Weiſe bewährt und es ſollen Uns die Stunden unvergeßlich ſein, welche Wir in der Mitte Unſeres Volkes und mit demſelben, dem Andenken des erſten Großherzogs von Heſſen weihten, der Uns und Unſeren Nachkommen in der Regierung ſtets ein hohes Vorbild ſein und bleiben wird.

Es waren ſchöne Stunden, welche durch die lebendigſte Gegenwart die volle Wahrheit des heiligen Verhältniſſes be⸗ kräftigen, das von jeher deutſche Fürſten und deutſche Volks ſtämme mit einander vor Gott in wechſelſeitigem, unauflös lichem Vertrauen verbindet.

Wir fühlen Uns im tiefſten Herzen gedrungen, dieſe Empfindungen der freudigen Anerkennung vor allen um Un ſeren Thron vereinten, treuen Heſſen, die Wir alle mit glei cher landes väterlicher Sorge und Liebe umfaſſen und deren Glück Unſer Glück iſt, hiermit öffentlich zu bekennen und zu verkündigen.

Möge der Segen des Himmels auch fürohin auf Uns und Unſerem Lande ruhen!

So gegeben Darmſtadt, den 28. Auguſt 1844.

Ludwig.

Erinnerung an den Feldzug in Rußland. rung Feldzug

Die hohe Verehrung und innige Liebe, deren ſich Sr. Großh. Hoheit der Prinz Emil von Heſſen in allen Ge meinden unſeres Landes erfreut, zeigte ſich in den Gefühlen des tiefſten Schmerzes, welche ſich bei der Trauerbotſchaft, der edle Mann ſei bedenklich erkrankt, an allen Orten kund gaben. Die Nachricht dagegen, man habe Hoffnung, daß er dem Lande und der Menſchheit erhalten werde, erregte hohe Freude, und innig dankten ſeine Verehrer Dem, der ſein Leben ſchon ſo vielfältig vor dem drohenden Tode be ſchirmt hatte,

278. N

Die heſſiſchen Veteranen nicht bloß, auch die Krieger

der tapferen franzöſiſchen Armee, ihre Bundesgenoſſen und

ihre Gegner bezeugen den Muth und Feldherrnblick des Mannes, der die Ehre und den Ruhm der heſſiſchen Fah nen behauptete; das menſchenfreundliche edle Herz des ver ehrten Prinzen bezeugen aber die Wittwen und Waiſen, deren Noth er linderte, deren Thränen er trocknete. Die Liebe und Hingebung, welche dem geliebten Feldherrn in dem denkwürdigen Feldzug gegen Rußſand die Soldaten be wieſen, hat die Geſchichte aufbewahrt.

Wittmann in ſeiner Geſchichte der Deutſchen ſagt von dieſem Feldzug:

Trotz der ungeheuren Niederlage und faſt gänzlichen Vernichtung der größten und ſchönſten Armee, welche die Welt je geſehen hat, behauptete dieſe dennoch den mili täriſchen Ruhm und die militäriſche Ehre. Mit bewun⸗ derungswürdiger Treue, Klugheit und Standhaftigkeit

hatten die tapferen Soldaten das Unerträgliche erduldet

und ſich einen Rettungsweg durch Wunder des Muthes gebahnt. Wer erſtaunt nicht über die ausgezeichnete Treue der vier heſſiſchen Dragoner, die ihrem Prinzen, Emil von Darmſtadt, als dieſer des Nachts im Schnee ſchlief, ihre Mäntel als Wand gegen den heftigen Nordwind vor hielten und am andern Morgen noch ſo daſtanden, aber erfroren! Vor Allen verdienen es wohl die Deutſchen und mit ihnen die Schweizer, daß ihrer Tapferkeit und Aus dauer, die ſie in dem nun beendigten ruſſiſchen Feldzug bewieſen, ein Denkmal der Ehre geſetzt werde.

Ein deutſcher Dichter ſetzt dieſen vier Getreuen ein Denkmal, Friedrich Rückert in dem GedichtDie Erfro⸗ renen /, das wir hier mittheilen, 5

Die Erfrorenen.

Daß vor des Froſts Geſchoſſen Er könnte ſicher ziehn.

Es war ein Häuflein Krieger, Zur Zeit der deutſchen Schmach,

Die auch dem fremden Sieger Nach Rußland folgten nach. Sie zogen mit und ſtritten, Nicht für Napoleon; Es war in ihrer Mitten Ihr theurer Fürſtenſohn. Für ſeinen Fürſten ſterben Iſt treuen Kriegers Brauch; Der Ruhm war zu erwerben Bei fremden Fahnen auch. Es ſtürmten Gottes Wetter In eißger Winternacht, Davon wie welke Blätter Zerſtäubte Frankreichs Macht. Es fühlten den Vernichter Die Deutſchen auch und flohn, Und drängten ſich nur dichter Um ihren Fürſtenſohn. Sie hatten, ihn zu ſchützen, Nicht ihre Waffen mehr; Da drängten ſie als Stützen Sich ſelber um ihn her. Aus ihren Leibern ſchloſſen Sie einen Ring um ihn,

Und wo vor ihren Treibern Sie ruhten aus bei Nacht, Ward warm aus ihren Leibern Ein Wall um ihn gemacht.

Sie boten alles Feuer In ihren Adern auf;

Die Liebe hielt mit treuer Gewalt ihr Blut im Lauf.

So zogen ohne Sorgen Sie bis zum letzten Ort; Da, als es wurde Morgen, Zogen ſie nicht mehr fort.

Ihr junges Herz erwachte, Der Fürſt, der warm geruht, Und ſeinen Dank er brachte Für Gottes treue Hut.

Da ſah er die Genoſſen,

So früh ſonſt munter doch, Die lagen eng geſchloſſen Um ihn im Kreiſe noch.

Und als er hinſah wieder,

Sah er mit ſtummem Schmerz,

Es waren alle Glieder Geſtorben für das Herz.

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