die ich habe; was ſo ein Apfel Einen anlacht; ſo kann der Zuckerbäcker dem lieben Gott keinen nach⸗ machen. Nun, was hab' ich ſonſt noch? Ein neues ſchönes Schnupftüchelchen. Bewahr dich Gott vor bittern Thränen, mein liebes Kind! Da iſt ein Lesbuch,'s iſt auch noch dein! ich hab' dir ſchöne Bilder hineingelegt; ſchöne Gebetchen ſind ſchon drein. Nun, ſo waͤr' ich denn fertig— halt! noch eine Ruthe; ah, da iſt ſie ſchon. Ja, es kann ſein, ſie freut dich nicht;'s kann ſein ſie haut dich lederweich; aber willſt du nicht anders, ſo iſt dir's geſund; doch Mutterliebe iſt zart und fromm: ſie knüpft ein rothes Bändchen drum, und macht ein Schlüppchen dran.
Nun iſt alles zurecht— und wenn's Tag wird, hat's das Chriſtkindchen gebracht. Du nimmſt es hin, liebes Kind, und dankſt mir nicht; du weißt nicht, wer dir's giebt; aber wenn dich's nur freut, und dir ſchmeckt, ſo iſt's ſchon gut.“
Sie blieb mit verſchränkten Armen vor dem Tiſche ſtehn— da rief der Wächter.—„Wahrhaftig ſchon elf!“ fuhr ſie aus ihren Sinnen auf,„wie man ſich bei ſo'was vertiefen und vergeſſen kann!“
„Nun Gott ſei bei dir; heut Nacht iſt der heilige Chriſt gekommen in Kindes Geſtalt— ja wärſt du auch ſo brav wie er!“
Die Chriſtbäume.
Und weißt du denn auch, liebe Seele, wer das Chriſtkindlein iſt?
Gieb acht, ich will dirs ſagen; und ich freu' mich drauf:
Es iſt ein ſanfter zarter Engel aus dem Para— dies; der liebe Gott hat ihn herniedergeſchickt vom hohen Himmel, den Kindern zum Schutz und zur Freude. Bei Nacht ſteht er an ihrem Bettlein und behütet ſie, und deckt ſie mit ſeinen weichen Flüglein zu. Von ſeinem reinen Hauch bekommen ſie helle Aeuglein und rothe runde Bäckelchen. Er trägt ſie in Gefahr auf ſeinen Händen, ſchenkt ihnen Blu— men und ſchöne Sachen und macht ihnen Freude, wo er nur kann. Zu Weihnacht aber, wenn drau— ßen der Wind geht und der Regen wider die Fen— ſter ſchlägt, oder wenn der Schnee weit und breit alles zudeckt: ſo hängt er ihnen einen ganzen Früh⸗ ling in der Stube an dem Chriſtbaum auf— und lächelt ſtill, und hat ſeine ſüße Freude dran. Wie heißt der ſchöne Engel? Mutterliebe heißt er.
Ja, mein Kind, geh' von Haus zu Haus und ſieh' dich um, der Chriſtbaum wird dir bald verra— then, wo gute Mutter ſind.
Da ſteht zum Exempel ein Baum, ſieh' nur hinauf, überall, an jedem Aſt und Zweig nichts als Marzipan und Zuckergebacknes. Das iſt nicht gut. Die hat eine närriſche Freud' an ihrem Buͤbchen, und will ihm auf Alles Zucker ſtreuen; ſie ſtraft es nie und thut ihm allen Willen. Gieb acht, es kommt eine Zeit, wo ſie die Händ' über dem Kopf zuſam⸗ menſchlaͤgt und ruft: Du gottlos Kind, iſt das mein Dank? Ja, Mutter, das iſt dein Dank.— Dort im andern Haus ſieht es anders aus.
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Prächtige Birnen, Aepfel und Nuͤſſe am Baum; auch eine Nadelbüchs, doch, wills Gott, keine Steck— nadelu drin; auch eine nagelneue ſchlanke Ruthe von zartem Beſenreis. Siehſt du, ſo eine Mutter hat ihr Kind gern; die zieht's verſtändig auf. Meint das Bürſchchen einmal, es wäre Herr im Haus, ſo hebt ſie den Finger:„Weißt du nicht, was hin⸗ ter dem Spiegel ſteckt?“ Und das Bürſchchen folgt und wird ein braver Sohn.
Jetzt kommen wir wieder an ein anderes Haus: Kinder genug, aber kein Baͤumchen zu hören noch zu ſehen! Komm' da bleiben wir nicht lang. O Mutter! geht dir's nicht durch die Seele, wenn deine Kinder wild aufwachſen ohne Lieb' und Pfleg', und wenn ſie ſchmutzig und hungrig bei den andren ſtehn — gelt, und dir ſchmeckt doch der Kaffee und die Wecke nnd Pretzeln alle Tage gut?
Aber nun ſieh' mir das vierte Haus! Lieber Gott! was hängt da am Baum? Stachelig Laub genug und hie und da ein Apfel, eine Nuß! Sie gäb' gern; hat's aber nicht. Die arme Frau nimmt ihr Kind auf den Schoos, drückt es an ſich, ſieht's an und weint. Gott ſieht's und hat aus man⸗ chem armen Bublein einen braven Mann, Bürger— meiſter und Richter werden laſſen, und manche brave Frau aus einem armen Töchterchen, wenn's nur nicht an Zucht und Warnung und am guten Bei⸗ ſpiel fehlt.
Was der Zuckerbaum bedeutet.
Und weißt du denn auch, warum du deinen zar⸗ ten Kindern ihre Näſchereien an ſo ein ſtachelig Bäumchen hängſt? Weil's im Winter noch grüne Blatter hat, meinſt du, und ſpitze Nadeln, damit das Bübchen nicht, wie's ihm einfällt, die ſchöͤnen Sachen herausholen kann?'s wär nicht ſo übel; aber du weißt's doch nicht recht.
Sieh' der dornigte Freudenbaum ſoll ein Bild des Lebens ſein. Leid und Freud' wohnen nah bei einander; und ſcheint dir etwas gar zu ſchön und lieb und möchteſt es gerne haben— ſo ſchwebt's in der Ferne, oder hängt in den Dornen. Nun was ſagſt du dazu? Ich denke, wenn dir in den ſüßen Freudenbecher auch einmal ein bittrer Tropfen fällt, — ſo wollen wir nicht gleich gar zu fremd und zaghaft thun; hat es uns nicht unſre Mutter ſeelig — Gott tröſt' ſie in Ewigkeit— ſchon in Kindes tagen zu Weihnacht gelehrt? Drum wollen wir im Stillen ſagen! es iſt wie am Zuckerbaum; Leid und Freud' nah' bei einander.
Zum zweiten aber ſag' ich: es wär nicht gut, wenn's anders wär. Denn was in den Dornen hängt ſieht noch einmal ſo ſchön und lieblich aus, und— was das Beſte iſt— man hat auch laͤnger dran. Denk nur, wenn man all die guten Sachen, Marzipan, Aepfel und Nüſſe, die am Zuckerbaum hängen, durcheinander in eine Schuͤſſel werfen und ſie auf den Tiſch ſtellen wollte:„da eßt, ſo viel ihr wollt, bis es all iſt“— es wär' nicht halb ſo ſchoͤn.
Zum Dritten ſag' ich: wenn man ein Vergnügen
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