Ausgabe 
21.8.1841
 
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% 248* Wir beauftragen nunmehr den jeweiligen erſten Lehrer an den unter I., II. und III. oben vor⸗ angeſtellten Orten für Groskarben aber den Lehrer in Rendel die erforderliche Einleitung zu treffen,

damit die einzelnen Leſezirkel alsbald den Statuten gemäß ins Leben treten. Dieſelben haben über den Erfolg, unter Beifügung eines Verzeichniſſes der Schriften, welche ſie

bereits beſitzen, ſowie derjenigen, welche

ſie noch anzuſchaffen wünſchen, binnen 4 Wochen Anzeige zu

machen. Damit zur Beförderung des gemeinnützigen Zweckes die Mittel nicht fehlen möchten, hat unſer vorſitzendes Mitglied bereits vorlängſt die Leiſtung eines jährlichen entſprechenden Beitrags aus den Ge⸗

meindekaſſen reſp. Schulfonds verfügt. Friedberg den 18. Auguſt 1841.

Küchler. Crößmann. Eckerich. Roth. Dieffenbach. Dieſelbe

an die großh.

Geiſtlichen.

Unter Bezugnahme auf obiges Ausſchreiben geben wir uns dem Wunſche hin, daß Sie der Gründung und Beförderung der fraglichen Leſezirkel Ihre thätige Theilnahme widmen möchten.

Friedberg den 18. Auguſt 1841.

Küchler. Crößmann. Eckerich. Roth. Dieffenbach.

Der Singverein zu Rendel.

Zu den in Nro. 27 des Intelligenzblattes ge⸗ nannten Orten, worin ſeit langerer oder kürzerer Zeit Vereine zur Förderung und Veredlung des Ge⸗ ſanges im Allgemeinen beſtehen, gehört auch Rendel, das, was das Fortſchreiten im Schönen und Beſſeren anbetrifft, nicht gerne hinter andern Orten zurück⸗ bleiben mag. Der Verein beſteht ſeit etwa anderthalb Jahren. Wenn nun auch derſelbe noch nicht die Fortſchritte gemacht hat, daß er, wie andere ſeiner Brüder von gleichem Alter vor das Forum der Oeffent⸗ lichkeit treten kann, was außer den oͤftern und län⸗ geren Unterbrechungen hauptſächlich ſeinen Grund in dem verderblichen Unkraut, welches ſich leider zugleich mit unter die gute Saat gemiſcht und die⸗ ſelbe im Keime zu erſticken drohte; ſo iſt doch durch denſelben ſchon ſo viel gewonnen worden, daß in der Kirche die Gemeinde jetzt der Orgel nach⸗ ſingt, daß dem Gottesdienſte Choräle, die durch die Zeit, durch Unkenntuiß und andere betrübende Urſachen von Schleifen und Schnörkeln u. ſ. w. entſtellt und ſo von ihrem einfachen hehren Charakter gänzlich abgewichen waren, wieder gegeben und von Allen in ihrer Einfachheit gerne geſungen werden. Aber auch auf den Volksgeſang hat der Verein ſchon wohlthätig eingewirkt. Sämmtliche Mitglieder des Vereins haben ſich zum ſtrengen Geſetz gemacht, bei ihren Zuſammenkünften an Sonn- und Feier⸗ abenden u. ſ. w. nicht allein ſelbſt keine ſogenannten Gaſſenhauer zu ſingen, welche, ſtatt zu veredeln und zu erheben, durch ihren unlautern Inhalt zur Ge⸗ meinheit herabziehen, ja Gott und der Tugend ſogar oͤfters Hohn ſprechen, ſondern auch, ſoviel ihnen möglich, dahin zu wirken, daß bei Andern, nicht zum Verein Gehörenden unſittliche, verderbliche, ſich ſelbſt und den ganzen Ort entehrende Lieder nach und nach verbannt und mit beſſern vertauſcht werden. Es gehört daher ſchon ziemlich zu den Seltenheiten,

daß ſich einmal eine Parthie Nichtmitglieder des Vereins vergißt und ſo eine alte unreine Weiſe in die Nacht hineinſchreit.

Möge der nun ſeit einiger Zeit neu organiſirte Verein in ſeiner Begeiſterung für die erhabene Sache beharren, ſeinem WahlſpruchEintracht und Liebe die Grundbedingung des freudigen Fort beſtehens und fröhlichen Gedeihens getreu bleiben, etwaigen feindlichen Einflüſterungen kein Gehör geben und Gott wird ſeinen Segen zu dem guten Werke verleihen. A. Z.

Statiſtiſches. Amt Hungen.

Laut Bekanntmachung großh. heſſ. Miniſteriums des Inneren und der Juſtiz vom 27. Juli 1841 in Nr. 22¼ des Regierungsblattes hat S. D. der Fürſt von Solms Braunfels die ihm zuſtehenden Gerechtſame in Bezug auf die Ausübung der Ge⸗ richtsbarkeit, der Polizei-, Forſt⸗ und Jagd⸗Polizei⸗ Gerichtsbarkeit, der Polizei-Verwaltung, ſowie die Aufſicht in Kirchen⸗ und Schulſachen an den Staat zur künftigen Ausübung in eignem Namen vom 1. Auguſt d. J. an abgetreten. Das Landgericht und der Landrath zu Hungen werden künftig den Amts, titel: Großh. Heſſiſches Füͤrſtl. Solms⸗Braunfelſiſches Landgericht resp. Landrath beibehalten.

Wir bemerken hierbei unſern Leſern, daß die im Großherzogthum Heſſen liegenden Beſitzungen S. D. des Fürſten von Solms-Braunfels, welche ſonſt aus den Aemtern Hungen, Wölfersheim und Grüningen beſtanden und ſeit dem 24. April. 1822(Reg. Bl. Nr. 15. 1822) in Einen Landraths⸗ und Landgerichts-Bezirk Hungen verwandelt wun, den, folgende Orte in ſich faſſen: 1) Hungen nebſſ 2 Mühlen, 2) Langsdorf, 3) Villingen nebſt dem Herrnhof und 1 Mühle, 40 Nonnenrod, 5) Röthges, 6) Niederbeſſingen nebſt 1 Mühle,

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