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ſchehen müſſen.— Zugleich wird für alle Fälle die Annahme eines Geſchenks, ſowie die Bedingung irgend
eines Schmaufes unterſagt.
Die Uebertreter der einen oder der andern der vorſtehenden Vorſchriften ſoll außer dem Rückerſatz
rechtmäßig bezogenen Gelder eine unnachſichtliche Strafe von 5—15 fl. treffen. 1 Eie en Neſeh Erlaß ſämmtlichen Gemeinderäthen Ihrer Gemeinde alsbald bekannt zu machen
und darüber, daß dies geſchehen ein Protokoll in Ihrer Regiſtratur niederzulegen, auch den Befolg gehörig
zu überwachen.
Bei dieſer Gelegenheit wollen Sie übrigens den Gemeinderäthen zugleich eröffnen, wie ich in
Anerkennung der Ehrenhaftigkeit der großen Mehrzahl gerne dieſer Verfügung mich uͤberhoben hätte, wenn
ich nicht von der Anſicht ausgegangen wäre, daß dieſelbe fuͤr den Ehrenſtand des Gemeinderaths, weil 7 u Umeſlhe einzelner Wenigen von ihm abwenden ſoll, nur förderlich ſeyn könnte.
Friedberg den 11. Januar 1841.
Küchler.
Derſelbe an Dieſelben.
Betreffend: Die Beſtimmungen, unter welchen die Kunſtſtraßen in den Königlich Baieriſchen Staaten durch Fuhrwerke befahren werden dürfen.
Im Königreich Baiern iſt durch eine Verordnung vom 16. Juli d. J. beſtimmt worden, daß die Breite der Ladung auf Frachtwägen, mit Ausnahme der untheilbaren Laſt, neun Fuß bairiſch nicht
uͤberſchreiten darf.
Die Uebertreter ſollen polizeilich beſtraft und überdies bis zur vorſchriftsmäßigen
Einrichtung ihres Fuhrwerks an dem Weiterfahren gehindert werden. f Sie haben die Fuhrleute, welche mit Frachtfuhrwerken nach Baiern kommen könnten, auf dieſe Verordnung und auf die Nachtheile aufmerkſam zu machen, die aus deren Nichtbeachtung für ſie entſtehen
können. Friedberg den 11. Januar 1841.
Küchler.
Winter- Witterung.
Alle Kälte, welche wir im Vorwinter gehabt hat— ten, ſchien mit dem neuen Jahre zu verſchwinden; der Thermometer zeigte am ten Januar 2 Grad (Reaumur) Wärme. Aber ſchon am Zten wurden durch eine bedeutende Maſſe Schnee weit und breit und auch hoch genug unſere Felder bedeckt. Dabei fiel am 4. der Barometer auf 26,11 Zoll. Dennoch trat wieder Kälte ein, jedoch nur mäßige, indem der Thermometer bis zum 7. Jan. nicht uͤber 5 Grad unter 0 zeigte. Plötzlich brachte uns der 8. eine neue Schneemaſſe und zwar mit ſolchem Winde, daß er ſich an verſchiedenen Plätzen wahrhaft aufthürmte und Weg und Steg bedeckte. Eine Folge davon war eine augenblickliche Unterbrechung der Commu— nicgtionen. Der Poſtwagen, welcher Nachts um 12 Uhr hätte von Frankfurt in Friedberg ankommen müſſen, blieb auf der Oberwöllſtädter Höhe ſtecken und langte erſt am 9. Nachmittags an, nachdem mehrere hundert Menſchen, welche in der Eile auf— geboten worden waren, eine einigermaßen fahrbare Bahn hergeſtellt hatten. Die Wagen von Norden blieben ebenfalls eine Zeitlang aus. Daß es unter ſolchen Umſtänden ohne Unglücksfälle nicht abgehen würde, ahndeten wir gleich. Wirklich ſollen in un⸗ ſerer Nachbarſchaft mehrere Meuſchen ihr Leben eingebüßt haben; u. A. ſpricht man von einem Ju⸗ den aus Staden, einem Frauenzimmer aus Hom— burg, einem Handwerksburſchen. Doch iſt uns nur das mit Beſtimmtheit angegeben worden, daß der
Muller Kitz von der Harbmühle(ſie gehört zur Gemeinde Niederrosbach) ſeinen Tod im Schnee ge⸗ funden habe.
Obgleich am 9. der Suͤdwind herrſchte, trat doch Abends wieder eine ſolche Kälte ein, daß der Ther— mometer um 9 Uhr auf 10 Grad unter Null ſtand. Sonntags den 10. wurde es etwas gelinder und mit dem Montag ſtellte ſich den ganzen Tag hin⸗ durch Thauwetter ein, anfänglich mit Regen und Schneegeſtöber, den Nachmittag bei ziemlich klarer Luft. Sollten übrigens die Schneemaſſen, welche ſich überall aufgehäuft, ſchnell weggehen, dann können wir für unſere an Flüſſen wohnenden Mitbrüder mit Recht beſorgt ſeyn; ohne bedeutende Ueberſchwem— mung möchte es ſchwerlich ablaufen.
Warum arbeiten wir denn?
Wir haben in Nr. 30 unſeres Intelligenzblattes von 1839 den Leſern die Betrachtungen eines Tagediebes mitgetheilt, wie wir ſie unmittelbar aus ſeinem Munde vernommen und wörtlich auf⸗ gezeichnet hatten. Da der größte Theil unſerer Leſer aus fleißigen Leuten beſteht, ſo fühlten ſie ſich dabei nicht getroffen, ſondern wunderten ſich vielmehr, wie es nur Leute geben könne, die unſerm lieben Herr⸗ gott die Tage„abſtehlen,“ welche uns doch ſo knapp zugemeſſen ſind, und die nichts arbeiten, da wir
doch in und außer uns ſo vielerlei Anforderungen
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