Ausgabe 
12.3.1841
 
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und veranſtaltet bei Gelegenheit der Bereitung derſel ben eine Art Familienfeſt(frolic), wobei die Einge ladenen erſt zur Bereitung der Aepfel-Butter hülfreiche Hand leiſten, und dafür dann an einer Feſtmahlzeit und Tanz Theil nehmen. Den verſammelten Nach⸗ barinnen liegt es ob, die zu Aepfel-Butter beſtimmten Aepfel zu ſchälen, die Kerne auszuſchneiden, und ſolche zu viertheilen, und den Männern, ſüßen friſchen Aepfel⸗ moſt währenddem ungefähr auf die Hälfte ſeines Umfangs einzukochen. 6 Bushel ſüße Aepfel, die geſchält und ausgeſchnitten 1 Barrel voll ausmachen, werden, nachdem 2 Barrel Aepfelmoſt auf ungefähr die Hälfte eingekocht ſind, in den Moſt geworfen, und unter fortwährendem Umrühren fortgekocht, bis die ganze Maſſe einen Brei von der Conſiſtenz der Butter gebildet hat. Dann wird die Maſſe in ir dene Töpfe gefüllt und im Keller aufbewahrt, wo ſie ſich Jahre lang hält, und eine höchſt angenehme Zuſpeiſe gewährt. Gegen Ende des Einkochens ſetzt man gewöhnlich etwas geſtoßenen Zimmt oder klein geſchnittene Citronſchalen zu, um angenehmen Ge ſchmack zu geben, gießt auch wohl auf die Töpfe etwas zerlaſſene Butter, um folch ſichere Jahre lang gut zu erhalten. Ich ſolche Aepfelbutter, die ſchon 7 Jahre alt, und noch ganz gut erhalten war. (Polytechn. Zeit.)

Beſcheinigung. Ferner iſt eingegangen: Für die Waſſerbeſchädigten in

Vilbel von G. C. 1 fl. 45 kr. Von einem Ungenannten von Friedberg für W. Wommelsdorf 2 fl. 20 kr. Von

einem Ungenannten für Bruchenbrücken 8 kr. Bender, Beigeordneter Bindernagel, Buchhändler. Wagner, Candidat der Theologie. Wahl, Apotheker.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

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E diiertal lady ng

(173) Nach den Hypothekenbüchern der Gemeinde Niederrosbach entliehen Johann Georg Seibel und Ehefraun Katharina: a) Am 12. Dezember 1785 bei Frau Juliana Gros zu Friedberg 250 fl. pb) Am 14. Oktober 1791 bei der Schütziſchen Stiftung zu Homburg vor der Höhe 50 fl., welche Hypothek ſpäter den Kuratoren der Kin der des Steuerperequators Werner zu Hom burg vor der Höhe cedirt worden. c) 150 fl. bei Fähndrich Groß Wittwe dahier.

Die Erben des Schuldners haben gerichtliche Mortification dieſer Schuldurkunden, welche längſt durch Zahlung erloſchen ſeyen, ohne daß ſolches ur kundlich nachzuweiſen ſtehe, beantragt, weshalb alle, welche auf die vorerwähnten Kapitalien und aus den fraglichen Verpfändungen Auſprüche bilden wollen, aufgefordert werden, ſolche binnen 6 Wochen ſogewiß hier anzuzeigen, als ſonſt die vorgedachten Schuldurkunden ohne weitere Bekanntmachung für mortificirt erklart und die Einträge in den Hypo thekenbüchern werden geloͤſcht werden.

Friedberg den 18. Februar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt

Hofmann.

Arbeits-Verſteigerung. (198) Dienſtag den 16. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Gaſtwirths Hier o- nimus dahier die Reparaturarbeiten an den Ka meral⸗Grundlaſten und Forſtgebäuden zu Friedberg, Butzbach, Ockſtadt, Obermörlen, Griedel, Rocken berg, Oppershofen, Kaichen, Büdesheim, Helden bergen, Burggräfenrod, Vilbel, Rodheim, Oberros bach, Winterſtein und Oberau, als Maurer-, Stein⸗ hauer-, Zimmer-, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer⸗, Weißbinder-, Spengler- und Pflaſterarbeiten, an

die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden.

Es wird dieſes mit dem Anfügen zur Kenntniß gebracht, daß nur ſolche Handwerker zum Gebot zugelaſſen werden, welche die nach der Verordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prüfung be ſtanden oder bereits vor Erlaß derſelben Meiſter geworden waren.

Friedberg den 4. Maͤrz 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter

Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung.

(199) Mittwoch den 17. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Dorheimer Bergwerk die Re paraturarbeiten an den Taggebäuden an die We nigſtfordernden öffentlich in Accord gegeben werden.

Hiervon beträgt:

1) Maurerarbeit ien 2) Zimmerarbeitslohn 8 24 3) Dachdeckerarbeit 3/ 4) Schreinerarbeit 28 42 5) Schloſſerarbeit 50 20 6) Glaſerarbeit 10 7) Weißbinderarbeit 7 44

Friedberg den 4. März 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung von Chauſſeearbeiten. (213) Freitag den 19. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Directorialbüreau des Zuchthauſes zu Marienſchloß die zur Erbauung eines

Dothe

(215) bier ſind Harkmant mit dem daß hiern ohne Ger ſam nich gung kel ſchloſſen

Fried

(216) Uhr, ſol Schütz: hauſung, Kühe, z und eine und ſonſ Zahlung Ober In