Ausgabe 
4.12.1841
 
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uns überdieß in den Stand, eine nicht ganz unbe⸗ deutende Summe zur Kapital⸗Anlage zu erübri⸗ gen. Es wird Ihnen gewiß ſehr erfreulich ſeyn, zu ver⸗ nehmen, daß unſre Anſtalt in dieſem Augenblicke ein verzinsliches Kapital von 350 fl. bei der Kaſſe des Mathildenſtifts ſtehen hat, und ſomit ein aktiver Vermoͤgensſtand gebildet iſt. g.

Was die Speiſung der Kinder betrifft, ſo iſt die Einrichtung getroffen, daß dieſelben Mittags eine einfache, nahrhafte Suppe bekommen.Die Pflegerin beſorgt unter dem Beiſtande ihrer Gehülfin das Erforderliche, wie ihr denn auch unter Beauf⸗ ſichtigung und Controlirung des Frauen⸗Vorſtandes die Anſchaffung der Ingredienzien, Kartoffel, Grau⸗ pen, Butter, Brod ꝛc. übertragen iſt. Aus der vor⸗ liegenden 1840er Rechnung ergiebt ſich, daß die von den Kindern vorſchriftsmäßig gebrachten Kreuzer zur Beſtreitung dieſes Zweiges der Anſtalt nicht hinreichen, ſondern noch etwas zugeſchoſſen werden muß. Von der Eröffnung der Kleinkinderſchule am 6. April bis zu Ende des Jahres 1840, folglich in 9 Monaten, gingen nemlich von den Kindern im Ganzen 63 fl. 45 kr. ein; die Ausgabe fuͤr ihre Mittags⸗Verköſtigung und das damit Zuſammenhän⸗ gende betrug dagegen innerhalb dieſes Zeitraums 86 fl. 48 ¼ kr.; mithin ungefähr 23 fl. mehr, als die Einnahme. Wir machen auf dieſes Ergebniß um deßwillen aufmerkſam, um anzudeuten, welcherlei Verwendungen fortwährend nöthig ſind. Wir ſiud aber durchaus nicht dafür, daß hinſichtlich des von den Kindern zu leiſtenden Beitrags eine Ab⸗ änderung getroffen werde; wir halten es vielmehr fur ſachgemäß, daß die bisherige Einrichtung fortbeſtehe, und der etwaige Mehrbetrag der Verkoͤſtigung von der Anſtalt ſelbſt getragen werde.

Uebrigens haben wir, um eine ununterbrochene Leitung und Ueberwachung der Anſtalt ſtattfinden zu laſſen, nicht blos uns zur Pflicht gemacht, zum oͤftern das Lokal ſelbſt zu beſuchen, ſondern wir haben auch, ſo oft es vorliegende Gegenſtände erheiſchten, gemeinſchaftlich mit dem Frauen⸗Vorſtande beſondere Sitzungen gehalten, um zu berathen, und Beſchlüſſe zu faſſen. Dieß wird zur Sicherung des guten Fort⸗ gangs auch für die Folge nicht unterbleiben dürfen. Nur über eine Sache, namlich die Errichtung eines Schutzdaches oder Zeltes auf dem Spiel⸗ platze der Kinder, ſind wir noch zu keinem definitiven Beſchluſſe gelangt. Man erkannte zwar allgemein die Nothwendigkeit einer derartigen Vorrichtung an: allein die uns vorgelegten Ueberſchläge genügten bei näherer Prüfung nicht, indem ſie bald zu koſtſpielig erſchienen, bald an ſonſtigen Mängeln litten. Es mußte daher die Ausführung des deſiderirten Baus eines Schutzdaches dem kommenden Frühlinge vor⸗ behalten bleiben.

Wir glauben, in dem Mitgetheilten die einzelnen Zuͤge, aus welchen ſich ein treues Bild von dem gegenwärtigen Zuſtande unſrer Kleinkinderſchule ge ſtaltet, hinreichend angedeutet zu haben; und wir

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hoffen wohl nicht zuviel, wenn wir annehmen, daß Sie von der im Ganzen recht erfreulichen Beſchaffen⸗ heit der nunmehr Jahr beſtehenden Anſtalt uͤber⸗ zeugt ſind. Indem wir alſo hiermit unſeren Bericht, ſchließen, ſo erlauben wir uns noch zwei Münſche, reſp. Vorſchläge anzufügen, deren Erwägung wir Ihnen anheimgeben.

1) Wir wünſchen, daß geeignete Schritte gethan würden, um einer Verminderung der bis⸗ herigen Quartalbeiträge vorzubeugen, und, ſoviel nur möglich, in dem Publikum eine warme Theilnahme an der Kleinkinderbewahranſtalt zu er⸗ halten. Ohne die ſich gleichbleibende Fortentrichtung der freiwilligen Beiträge kann die Anſtalt nicht be⸗ ſtehen. Gleichwohl liegt es in der Natur der Sache, daß dieſe Beiträge allmälig abnehmen, weil einzelne Contribuenten ihre Geſinnungen ändern, andere mit Tod abgehen, andere wegziehen, u. ſ. w. Die Er⸗ fahrung hat daher auch uns in dem kurzen Zeitraum von anderthalb Jahren bereits eine Verminderung der anfänglich ſubſcribirten Beiträge gezeigt. Allein es ſind unterdeſſen auch neue Mitbürger hier ein; heimiſch geworden, die gewiß bei der Förderung eines guten Werkes ſich gerne betheiligen, und den Ab⸗ gang erſetzen können, wenn ſie dazu angeregt werden. Möchte es ſich deßhalb ein Jedes unſerer verehrli⸗ chen Mitglieder zur ernſten und heiligen Angelegen⸗ heit machen, in dem engeren oder weiteren Kreiſe ſeiner Umgebung hierauf hinzuwirken, die Theilnahme an unſerer Anſtalt anzufachen, und wo ſie ſchon vorhanden iſt, ſie zu beleben und zu erhalten!

2) Unſer zweiter Wunſch iſt nur der Ausdruck deſſen, was uns von mehreren Seiten kund gegeben wurde; er betrifft nemlich die Veranſtaltung einer nochmaligen Verlooſung zum Beßten der Kleinkinderſchule. Was im letztvergange⸗ nen Winter von wenigen Zuſammengetretenen ver⸗ ſuchsweiſe unternommen wurde und ein ſo ſchönes Reſultat ergab, dazu wuͤrden ſich ohne Zweifel unſte ſäͤmmtlichen Frauen und Jungfrauen, je nachdem es ihnen ihre häuslichen Verhältniſſe geſtatten, bereit⸗ willig verbinden: denn ihnen Allen ſind die Freu⸗ den des Wohlthuns nicht fremd. Es wuͤrde nur eines öffentlichen Aufrufs bedürfen, um einen edlen Wetteifer in der Lieferung von mancherlei weiblichen Arbeiten zu wecken. Allein es müßten zu gleicher Zeit auch mehrere Perſonen beſtimmt werden, welche die Arbeiten bis zu einem beſtimmten Termin in Empfang nähmen, ſie verzeichneten, und den Abſatz der Looſe, ſo wie überhaupt das weiter Erforder⸗ liche beſorgten. Die zu hoffende Einnahme würde eine wünſchenswerthe Vermehrung des Fonds möoͤg⸗ lich machen. Möchte alſo unſer Vorſchlag um der gu⸗ ten Sache willen recht bald zur Ausfuhrung kommen!

Die Commiſſion für die Kleinkinderbewahranſtalt:

Fertſch. Trapp III. Roller. Ph. Dieffenbach.

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