Ausgabe 
4.12.1841
 
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Bekanntmachungen von Behoͤrden.

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Holz-Verſteigerung. (1274) Montag den 6. Dezember l. J., Mittags 12 Uhr, ſollen im Gemeindehauſe dahier 2 der Ge⸗ meinde zuſtehende Nußbaumſtämme, a) 16 Fuß lang und 23 Zoll Durchmeſſer, b) 18 7 5 77 in Cubikgehalt von 154 Fuß, meiſtbietend verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber einladet. Wölfersheim den 15. November 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Allwohn. Arbeits-Verſteigerung. (1293) Donnerſtag den 9. Dezember, Vormittags 10 Uhr, wird die Planirung einer Straßenſtrecke zwiſchen Lindheim und Hainchen auf der Provinzial⸗ ſtraße von Lindheim nach Markobel, ſowie das Ausheben mehrerer Graben an die Wenigſtnehmen⸗ den auf Ort und Stelle in Accord gegeben werden. Friedberg den 23. November 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. (1295) Montag den 13. Dezember, Nachmittags 2 Uhr, wird auf dem Rathhauſe zu Vilbel die An⸗ fertigung eines eiſernen Geländers an die Brücke zu Vilbel, nochmals an den Wenigſtnehmenden oͤffentlich verſteigert. Friedberg den 23. November 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Edictalladung. (1317) Nach einem Eintragen im Melbacher Orts- hypothekenbuche, entliehen Georg Pfeifers Eheleute zu Melbach am 3. Juli 1776 von der Vormund⸗ ſchaft über Peter Seippel von Melbach 40 fl. 30 1 unter Verpfändung ihrer Hofraithe, an welche in⸗ haltlich des erwähnten Hypothekenbuchs auch Joh. Heinrich Seippel noch 74 fl. 30 kr. zu fordern haben ſoll. Peter Seippel iſt längſt todt, Joh. Heinrich Seippel aber, der, wenn er noch lebte, über 90 Jahre alt wäre, iſt ſeit ſehr geraumer Zeit abweſend und die für beide ausgeſtellten Schuldverſchreibungen befinden ſich nicht im Beſitze ihrer muthmaßlichen Erben, ſcheinen vielmehr abhanden gekommen zu ſein. Da nun dermalen über das Unterpfand anderweit verfügt und die erwähnten Schulden abgetragen werden follen, ſo werden Joh. Heinrich Seippel und deſſen allenfallſige Leibeserben, ſodann alle, wel⸗ che auf die vorgedachten beiden Schuldurkunden An ſprüche zu haben vermeinen, anmit aufgefordert, ſich ſogewiß binnen 60 Tagen hier anzumelden, als ſonſt, daß die Auszahlung der mehr berührten Kapitalien gültig an die hier bekannten Seitenverwandten der beiden Gläubiger geſchehen könne, unterſtellt, Joh. Heinrich Seippel als kinderlos verſtorben angeſehen, hinſichtlich der beiden Schuldurkunden ſelbſt aber, daß ſolche nicht mehr exiſtiren, angenommen und

hiernach die Löſchung der deßfallſigen Einträge im Hypothekenbuche verfügt werden wird. Friedberg den 19. November 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalladung. (1318) In den Hypothekenbüchern der Gemeinde Aſſenheim ſtehen noch folgende Einträge

a) auf den Namen des Carl Ludwig Heimburg zu Aſſenheim 200 fl. am 16. November 1785 bei Kammerrath Serruvier zu Hanau und 900 fl. am 16. Oktober 1695 bei Hofkammerrath Geiger entliehen, ſodann eine Caution von 1500 fl. am 6. Mai 1788 zur Sicherung we⸗ gen erhaltener Brautgabe den Bauſchiſchen Kindern zu Niederwöllſtadt geſtellt,

b) auf den Namen der Vormünder der G. Stocks Kinder zu Aſſenheim, Pachter Carl daſelbſt und G. Fauerbach zu Niederwöllſtadt 900 fl. den 20. März 1831 bei Adam Fauerbach zu Nie⸗ derwöllſtadt entliehen,

c) auf den Namen des Wilh. Reuling zu Aſſen⸗ heim eine Caution von 128 fl. wegen Zahlung der Kriegskoſten von Grundſtücken, die er in der bruchenbrücker Gemarkung gehabt,

offen, die in Folge geſchehener Zahlung ihre Gül⸗ tigkeit verloren haben ſollen. Da indeſſen die Schuld⸗ und Cautionsurkunden nicht beigebracht werden kön- nen, ſo werden alle, die noch Anſprüche aus denſel⸗ ben herleiten zu können vermeinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, als ſonſt die erwähnten Schuld- und Cautionsurkunden für mortificirt erklärt, ſofort die desfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern werden gelöſcht werden.

Friedberg den 17. November 1841.

Großh. heſſ. gräfl. ſolmſ. Landgericht Hofmann.

Oel⸗ und Lichter⸗Lieferung. (1319) Freitag den 10. Dezember l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Lieferung des Oels und der Lichter zur Straßen⸗ beleuchtung, für die Nachtwächter und Thürmer für das Jahr 1842 einer öffentlich wenigſtnehmenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden.

Indem die Luſttragenden hiermit eingeladen wer den, wird bemerkt, daß der Bedarf des Oels ſich gegen 300 Maas belaufen wird.

Friedberg den 1. Dezember 1841.

Der Beigeordnete Bender.

Mobilien Verſteigerung. (1320) Auf Antrag der Erben der dahier ver⸗ ſtorbenea Friedericke Finzel ſoll Donnerſtag den 9. Dezember l. J. deren Nachlaß, beſtehend in Holz werk, Weißzeug, Kleidungsſtücke, Bettung, Eiſen u. ſ. w. in der Behauſung des Schreinermeiſters Frank an der Stadtkirche, von 9 Uhr Morgens anfangend, meiſtbietend verſteigert werden.

Friedberg den 30. November 1841.

Der Beigeordnete Bender.