Ausgabe 
9.2.1839
 
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daß die periodiſch einzuſendenden Geſchäftsgegenſtände und Tabellen, ſowie diezenigen Protocolle und Beſcheinigungen, worüber beſondere Formularien vorgeſchrieben ſind, vorausgeſetzt, daß nichts Beſonders mehr dabei zu bemerken iſt, ohne allen Begleitungsbericht eingeſendet werden. Dahin gehören z. B. die Voranſchläge, die jährlichen Bemerkungen über den Zuſtand der Gemeinden, die Muſterliſten, die Protocolle uber Depotanſprüche, Heimathsſcheine, Diätenverzeichniſſe, Schulverſäumnißverzeichniſſe u. ſ. w.

4) Wenn Ihre Berichte durch Reſeripte von mir veranlaßt worden ſind, ſo haben Sie die Rubriken

dieſer Reſcripte unverändert beizubehalten.

5) Wird ſich in Berichten auf frühere Berichte oder Reſcripte bezogen, ſo iſt deren Datum und Rubrik

und in den geeigneten Fällen auch die Nummern der Verfügung, welche etwa dieſe früheren Berichte

veranlaßt hatte, genau anzugeben.

6) Die beiden erſten Seiten der Berichte ſind gebrochen zu ſchreiben. Die folgenden Seiten können durchlaufend, jedoch mit einem weiſen Rande auf der linken Seite von circa 1 bis Zoll Breite,

geſchrieben werden.

Damit der nöthige Raum zur Aufſchrift von Beſchlüſſen bleibt, ſollen ferner auf die erſte Seite der Berichte von dem Texte nur einige Zeilen(3 bis 4) und zwar an das Ende derſelben geſchrieben

werden dürfen.

7) Bei Gegenſtänden, welche eine ſchleunige Verfügung oder Antwort erfordern, iſt das WortEilend an den oberen Rand der erſten Seite des Berichts aufzuſchreiben. 8) Wenn einem Berichte Anlagen beigefuͤgt ſind, ſo iſt deren Zahl auf der erſten Seite anzu

geben.

Sind keine Anlagen beigefuͤgt, ſo iſt dies unter das WortAnlagen mit 0 zu be

merken. Die Stellen im Texte ſelbſt, worin einer Anlage zum erſtenmale Erwähnung geſchieht

ſind am Rande mit Vorſtrichen

zu bezeichnen.

9) Bei der Siegelung der Berichte iſt darauf Bedacht zu nehmen, daß das Erbrechen die Lesbarkeit der

Schrift nicht gefährden könne. Endlich

10) Sind die Namensunterſchriften ſtets leſerlich zu ſchreiben. Nach dieſen Vorſchriften werden Sie ſich genau bemeſſen.

Friedberg den 4. Febr. 1839.

Kuͤch ler.

af h ee In Nr. 5 des Int. Bl. reſp. dem AusſchreibenDie Beſtimmung der Inferenden und Einzugsgelder für Neueinziehende betr. iſt im Schlußſatze der zweitletzten Zeile ſtatt 1. Januar 18391. Januar 1838

zu ſetzen.

Wie es einem Schullehrer in den erſten Amtstagen erging.

Als ich mein Examen zurückgelegt hatte, da dünkt' ich mich gewaltig viel, denn ich hatte in vier Jahren deutſche Grammatik und Aufſaͤtze zu verfer tigen und Mathematik und Geographie und deutſche Geſchichte und Botanik und Muſik mit Orgelſpiel und Geſang und Menſchenkunde und Bäume zu propfen und Schönſchreiben und was weiß ich noch mehr gründlich gelernt, und hatte ein gutes Zeug⸗ niß in Allem bekommen. Mir fehlte, um ein tuͤch⸗ tiger Schullehrer zu werden, weiter nichts mehr, als eine Schule. Das dauerte auch gar nicht lange, ſo war ſie da, und zwar eine ſolche, die über 200 Gulden jährlich eintrug. Es waren nur noch 14 Tage, da ſollte ich eingeführt werden. In dieſer Zeit entwarf ich Einen Plan nach dem andern, wie ich wollte die Schulkinder in kurzer Zeit ſo weit bringen, daß ſie im achten Jahre mehr wüßten, als vorher im vierzehuten, und des Sonn- tags wollte ich Orgel ſpielen und vierſtimmige Chöre einführen, daß die Leute von zwanzig Meilen

Wegs gelaufen kämen, um das zu hören und zu bewundern. Ich dachte mir auch nicht anders, als ich würde in einem Wagen abgeholt werden, um welchen Bänder flattern; und wenn der Wagen am Dorfe angelangt wäre, ſo würde mir die ganze Gemeinde entgegen kommen und die Schulkinder würden ſingen. Es kam aber kein Wagen, und ich mußte zu Fuße gehen, und kam ermüdet und beſtäubt am Dorfe an, wo ein Paar Bettelkinder mich angafften, als wollten ſie ſagen:Was thut der hier?

Im Dorfe fragt' ich nach dem Bürgermeiſter. Als ich in ſein Haus getreten war, ſah mich die Frau Bürgermeiſterinn ganz trotzig an, und fragte, ob ich ein Handwerksburſche wäre? Da könnte ich, ſagte ſie, den Abend wiederkommen; vor Abend würde er nicht zu Hauſe ſeyn. Ich kam den Abend, und fand den Herrn Bürgermeiſter im Ge ſpräche mit einigen Gäſten. Er ſtand nicht auf, als ich ihm näher trat, ſondern bemerkte ganz kurz, meine Wohnung ſey zwar zurecht; wenn ich aber darin ſchlafen wollte, müßte ich ſehen, wo ich ein Bette zu leihen beküme; der Jude Moſes hatte

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