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ſie luſtige Liedlein ſingen. Aber es darf dieſe Fröh⸗ lichkeit nicht vom Branntwein herkommen und auch nicht ausarten in ſolche Ausgelaſſenheit, daß man ſein eignes Wort nicht mehr vernimmt, und kein Menſch es mehr aushalten kann. So iſt's aber ſeit einigen Jahren in Friedberg bei der Ziehung der Militärpflichtigen. Da wird mehrere Tage hinter einander ſo getobt und geſchrieen, daß man auf der Hauptſtraße ſein eignes Wort nicht mehr vernimmt,
daß man bis in den entfernten Gaſſen ja bis auf
dem Felde die widerlichen Töne hört, ja daß ſchwäch⸗ liche Leute in der Nähe krank werden. Wenn die Herren Bürgermeiſter wüßten, wie's die junge Leute machen zur Zeit, da ſie beiſammen in Friedberg ſich befinden, ſie würden ihnen gewiß anempfehlen ein klein Bischen die Schicklichkeit zu beobachten, und einen Theil der in Uebermaas genommenen geiſti⸗ gen Getränke aufzuſparen auf Zeiten, da ſie's nö⸗ thig haben. Einer, dem der Spektakel zu arg iſt.
Pier be ſeſ ereus nrg.
Durch ein Verſehen iſt in der letzten Nummer unſeres Blattes Seite 191, 13. bis 15. Zeile der erſten Colummne, der Satz:„Auf der Nordſeite ꝛc.“ bis„1590“ ſtehen geblieben. Der geneigte Leſer wird gebeten, ſolchen zu ſtreichen, da der Inhalt deſſelben etwas ſpäter vorkommt. D. Red.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
N
Arbeits-Verſteigerung.
(643) Freitag den 12. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſoll die Planirarbeit der neu zu erbauenden Staats— ſtraße von Büdingen nach Gelnhauſen in einzelnen Looſen, an die Wenigſtnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden.
Die gr. Bürgermeiſter werden erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen.
Friedberg den 18. Juni 1839. 5
Der großh, heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Eldiet al ſadun g.
(644) Nach den Hypothekenbüchern der Stadt Friedberg entliehen Philipp Wismath und Ehefrau Anna Maria von hier, 500 fl. am 20. Mai 1823 bei Jakob Stephani zu Homburg v. d. H. und 300 fl. am 28. April 1823 bei Amtmann Sebaſtia⸗ ni's Wittwe hierſelbſt, unter Verpfändung der ihnen zuſtehenden Hofraithe.
Wiewohl beide Kapitalien längſt wieder abge— tragen ſeyn ſollen, können doch die Erben der Schuld— ner die quittirten Schuldverſchreibungen zur Löſchung nicht vorlegen, daher auf Antrag jener alle, welche den Fortbeſtand der erwähnten Verpfändung behaup⸗ ten und auf die vorgedachten Schuldurkunden An⸗
.
ſpruche zu haben vermeinen ſollten, zu deren An⸗
zeige binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheil
anmit aufgefordert werden, daß ſonſt ohne weitere
Bekanntmachung die Mortification der Schuldverbrie⸗
fungen und die Löſchung der desfallſigen Einträge
in den Hypothekenbüchern verfügt wird. Friedberg den 10. Juni 1839.
Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalladung.
(635) In den Steinfurter Hypothekenbuͤchern
ſtehen noch die nachfolgend bemerkten Einträge über
von Einwohnern der Gemeinde Steinfurt errichtete
Pfandverſchreibungen und Cautionen,
I. Auf den Namen von Johannes Reitz Gerichts⸗ ſchöff und Ehefrau Katharina: à) 20 fl. bei der Kirche zu Steinfurt, den 25. Mai 1768.
b) 50 fl. bei Controleur Gräf zu Wiſſelsheim, den 20. Septbr. 1773.
c) 40 fl. bei der Familie von Löw, 1771.
d) 38 fl. bei dem Steinfurter Kirchenbau, den 16. Juli 1790.
c) 140 fl. bei demſelben, den 16. Juli 1790.
d) 60 fl. bei demſelben, den 28. April 1791.
e) 20 fl. bei Margaretha Acker in Steinfurt, den 10. Novbr. 1791.
entliehen;
II. auf den Namen der Wittwe des gedachten Reitz 238 fl. den 24. Febr. 1801, bei Eliſabetha Cas⸗ par Fritz Wittwe zu Wiſſelsheim aufgenommen;
III. auf den Namen des Johannes Clöß 150 fl. den 15. Auguſt 1792, bei Georg Kaspar Weifert zu Melbach, und 150 fl. den 22. Febr. 1793, bei Johannes Kleeberger zu Melbach geliehen;
IV. auf den Namen von Paul Schäfer, eine Cau— tion von 80 fl. für den bei der K. K. Armee am Rhein, im Regiment Kaiſers Infanterie ſte⸗ henden Soldaten Joh. P. Landvogt, ſodann eine Caution von 146 fl. 30 kr. am 30. Januar 1803 der Familie von Löw und eine Caution von 160 fl. derſelben den 26. Nov. 1812 geleiſtet;
V. auf den Namen von Chriſtoph Tönges 6s fl. Caution am 8. Febr. 1794, der Familie von Low und zwei weitere Cautionen von 130 fl. und 140 fl. derſelben 3. Januar 1803 und 26. Nov. 1812 geſtellt,—
offen, wiewohl der Schuldner reſp. Cautionsſteller
Erben behaupten, daß die conſtituirten Pfandrechte
längſt durch Zahlung und Erfüllung der Verpflich-
tungen für welche die Cautionen geleiſtet worden, erloſchen, die betreffenden Urkunden aber verloren gegangen ſeyen. Auf Antrag jener Erben werden daher alle, welche auf die vorgedachten Schuldur⸗ kunden und aus den geleiſteten Cautionen an noch
Anſprüche zu haben glauben, öffentlich andurch auf⸗
gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier zur
den 19. Fbr.
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