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Kurze Anzeigen.
Den Mittwoch nach Pfingſten, am ten Juni, fand zu Butzbach eine Verſammlung von Lehrern ſtatt. Wir begnügen uns, es hier nur zu erwähnen, da eine kurze Beſchreibung des Feſtes nebſt Angabe der dabei gehaltenen Reden bereits in der ghzl. heſſiſchen Zeitung erſchienen iſt.
Ein ſehr ſchönes Feſt wurde den 25ſten Juni zu Friedberg begangen; es war nämlich die fünf und zwanzigjährige Gedächtnißfeier des daſigen Hülfsvereins, von deſſen ſegensreichem Wirken wir Manches erzählen könnten, wenn es nicht in ſeinem Weſen läge, in der Stille thätig zu ſeyn. Da den Intereſſenten wahrſcheinlich bald eine weitläufigere Beſchreibung dieſes Feſtes nebſt den dabei gehaltenen Reden ꝛc. durch den Druck zu Theil werden wird, ſo begnügen wir uns, hier nur dem größeren Pub⸗ likum nach dem Programme mitzutheilen, daß um 5 Uhr Nachmittags die ſämmtlichen Vorſteher dieſes Vereines, an ihrer Spitze die Stifter, nach dem Rathhausſaale zogen, wo die Mitglieder der Geſell⸗ ſchaft ſich bereits eingefunden hatten. Ein Sänger⸗ Chor eröffnete die Feierlichkeit mit einem hierzu eigens von Herrn Direktor Crößmann gedichteten ſchönen Liede. Darauf hielt Herr Prof. Fertſch eine Rede; nach ihm verlas Herr Prof. Dieffen⸗ bach den Generalbericht über die Thätigkeit des Vereins. Nachdem er geendigt hatte, reichten ſich die Vorſteher in Herzlichkeit die Hand, und gelobten aufs Neue, nach Kräften zu wirken für den Verein. Zuletzt ſtimmte die Verſammlung die letzte Strophe des obenerwähnten Liedes an.
Wir fügen dem noch bei, daß Abends im Gaſt— hauſe zu den drei Schwerdtern Tafel war, an welcher mehr als 60 Perſonen, aus Mitgliedern des Vereins oder deren Freunden beſtehend, in herzlicher Fröhlichkeit Theil nahmen.
Der Straßenbau.
Der ehrwürdige Stammvater unſeres erlauchten Fürſtenhauſes, Philipp der Großmüthige, Landgraf zu Heſſen, erklärte in ſeinem Teſtamente, „ein Fürſt werde an ſeiner Münz, Reinhaltung der Straßen und Halten ſeiner Zuſagen erkannt.“ Es war damals noch ſo eine Zeit, da Mancher glaubte
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ärndten zu können, wo er nicht geſäet hatte, und nicht lange vorher ließ ſich's ſogar dieſer und jener Ritter einfallen, vom Stegreif zu leben, das heißt den Reiſenden auszuplündern. Darum gilt es jenem großen Fürſten um„Reinhaltung der Stra⸗ ßen,“ d. h. Sicherheit auf denſelben. In unſern Zeiten erkennt man eine Regierung auch an den Straßen, aber an Anlegung und Unterhaltung derſelben, und ſind im deutſchen Vaterlande ſeit zwanzig Jahren gar manche neue verfertigt wor⸗ den, die den Bewohnern für Handel und Wandel wohl zu ſtatten kamen. Das gilt insbeſondere von unſerem Heſſen, wo man jetzt ſchon an vie⸗ len Orten ganz bequem auf Kunſtſtraßen(Chauſſeen) fährt, da ſonſt nicht durch zu kommen war, und wird in den nächſten 6 Jahren noch eine größere Zahl derſelben angelegt werden. Das iſt zu loben.
Aber Eins wollte dabei dem Einſender dieſes nicht ganz gefallen; und da es leicht abzuändern wäre, ſo will er's hier mittheilen. Vielleicht, daß es nicht ganz umſonſt geſagt iſt.
Als im Jahr 1816 und 1817 Alles ſo theuer war und wenig zu verdienen für den Armen, da wurde die neue Kunſtſtraße von Darmſtadt in den Odenwald angelegt, und man vereinigte damals ſehr wacker zwei Zwecke, d. h. man bewirkte eine neue Straßen-Verbindung, und verſchaffte zugleich den Dürftigſten Gelegenheit, zum Verdienſte. War⸗ um verbindet man nicht jetzt auch zwei Zwecke? Es ließ ſich recht gut hier und da an den Neubauten einrichten, daß z. B. die Steine zu einer Zeit her⸗ bei gefahren würden, wo der Landmann nichts zu arbeiten, wenigſtens nichts zu fahren hat, und dann könnte er ſich damit ein Paar Kreuzer leicht ver— dienen, und die Sache würde auch abgethan. So aber geſchieht's gar oft zur Unzeit, wie der Durch⸗ ſtich der Nidda zwiſchen Aſſenheim und Ilben⸗ ſtadt, woran viele Menſchen arbeiteten, auch zur Unzeit, das heißt im Nachſommer gemacht wurde, wo der Arme überall ſich etwas verdienen kann, während es ihm zu einer andern Jahreszeit an Verdienſt ſehr fehlt. Es läßt ſich freilich nicht im⸗ mer und überall gerade ſo einrichten, wie man gerne wünſcht; aber es läßt ſich doch dabei Manches ändern, wenn man vorher daran denkt, und ſeine Vorkehrungen zur rechten Zeit trifft. 0
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