Ausgabe 
28.7.1838
 
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Die verehrl. Vereinsmitglieder und alle Beförderer und Freunde der Viehzucht ſind zur Theilnahme

an der Preisaustheilung eingeladen.

Zugleich werden die Bewerber um die für Hopfen, Luzerne- und Esparſetteanlagen, Dunggruben, Wieſenverbeſſerungen ausgeſetzten Preiſe aufgefordert, ihre Anmeldungen, ſofern dies nicht ſchon geſchehen,

im Laufe dieſes Monats zu machen. Gießen den 10. Juli 1838.

Der Praͤſident des landw. Vereins fur die

Provinz Oberheſſen. von Firnhaber⸗Jordis.

eee Bekanntmachung.

um die Ordnung im Feld während der Erndtezeit zu erhalten, wird wiederholt bekannt gemacht, daß derjenige, ſo in den Mittagsſtunden von 11 bis 1 Uhr ins Feld fahren, ſey es nun um Dünger aus⸗ zufahren, oder um Früchte oder Futter zu holen, oder uͤber die Mittagsſtunden zu ackern, in eine Polizei⸗ ſtrafe von 1 fl. und 10 kr. Anzeigegebühren verfalle, wovon der Angeber/ Theil der Strafe erhält. Gleiche Strafe trifft Denjenigen, der noch ſo ſpät ins Feld fährt, daß er ſeinen Acker vor dem Nacht⸗ glockenläuten nicht erreichen kann, nur diejenigen ſind von dieſer Strafe befreit, welche bereits um 11 Uhr und bei dem Läuten der Nachtglocke auf dem Acker ſind, noch laden und nach Haus fahren.

Friedberg den 15. Juli 1837.

Der Bürgermeiſter D. Fritz.

Vorſtehendem Polizeibefehl wird hierdurch die kreisräthliche Genehmigung ertheilt und hat der großh. Bürgermeiſter dieſes in den benachbarten Orten, worin Beſitzer von in Friedberger Gemarkung gelegenen

Grundſtücken wohnen, wie auch hier öffentlich bekannt machen zu laſſen.

Friedberg den 27. Juli 1837.

Der großh. Kreisrath Küchler.

Die Kirche zu Ilbenſtadt.

Eins der älteſten und ausgezeichnetſten Gebäude in der Provinz Oberheſſen, ja im ganzen Groß⸗ herzogthum, iſt ohne Zweifel die Kirche zu Ilbenſtadt. In oder vielmehr an dieſem Orte, der ſchon zur Zeit des Kaiſers Ludwig des Frommen um das Jahr 820 vorkommt, gründeten drei Jahrhun⸗ derte ſpäter zwei Brüder, die Grafen Gottf ried und Otto von Cappenberg, ein Prämonſtra⸗ tenſer⸗Kloſter, deſſen Kirche im Jahr 1159 vom Erzbiſchofe Arnold von Mainz feierlich eingeweiht, und in deſſen Innerem das Bildniß des Stifters Gottfried nicht viel ſpäter beigeſetzt wurde. Das Kloſter hatte mannichfache Schickſale. Hier wollen wir nur anführen, daß ſich im dreißigjährigen Kriege die Schweden ſeiner bemächtigten und der berühmte König Guſtav Adolph von Schweden es einem Grafen von Wartenberg ſchenkte, der aber nachher wieder flüchtig werden mußte; daß auch im ſiebenjährigen Kriege dasſelbe hart mitge⸗ nommen wurde. Der letzte Abt war der im Jahr 1789 erwählte Caspar Lauer. Nach dem Reichs⸗ deputations ⸗Hauptſchluſſe, der in Folge des lüne⸗ viller Friedens die deutſchen Angelegenheiten ordnete, erhielt 1803 der Graf Karl Chriſtian von Alt⸗ Leiningen⸗Weſterburg die nunmehrige Abtei Ilben⸗ ſtadt zur Entſchädigung für ſeine jenſeits des Rheines an Frankreich abgegebenen Beſitzungen; ihn erbte

nach ſeinem Tode ſein Bruder, der jetzige Beſitzer/ Graf Friedrich von Leiningen, Standesherr des Großherzogthums Heſſen.

Die Kloſterkirche, welche den Bewohnern von Ilbenſtadt zu ihrem Gottesdienſte durch den Beſitzer eingeräumt wurde, da die Ortskirche wegen Bau⸗ fälligkeit abgebrochen werden mußte, iſt aus den Zeiten der Stiftung, alſo aus dem zwölften Jahr⸗ hundert, und in dem Geſchmacke jener Zeit, welchen man den byzantiniſchen nennt, erbaut. Das Schtff mit den beiden Abſeiten iſt ſchmal; das Kreuz iſt dagegen ſtark hervor ſpringend, der Chor viereckt. Weſtlich erheben ſich zwei Thürme von ſchöner Bau⸗ art. Sie gereichen der ganzen Gegend zur beſon⸗ deren Zierde; nur iſt ſchade, daß der ſüdliche Thurm ſtark gewichen iſt, und darum nicht allein durch einen eiſernen Anker mit dem andern verbunden werden, ſondern auch vornen einen hohen Strebepfeiler erhal⸗ ten mußte, der ihn eben nicht ſehr verſchoͤnert. Sinn⸗ reich war auch die zwiſchen den beiden Thürmen befindliche Halle errichtet. Den großen Kreisbogen theilte eine ſtarke Säule in zwei gleiche Theile; über jeden wölbte ſich ein kleinerer Bogen. Das iſt jetzt alles anders geworden. Hier iſt nur noch ein klei⸗ nes Thürchen; doch bemerkt man im Inneren der Halle noch die alte Säule. Der nördliche Eingang hat dagegen ſeine alte Form behalten.

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