im F. 1 deſſelbenſ vorgeſchriebene ſitarion und das Verfahren zu verwirklichen, deſſen haben Sie binnen 3
Friedberg den 23. Mai 1838.
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brachte, nicht ſtreng und durchgreifend genung zur Ausführung gekommen iſt, Aufforderung unvorzüglich nochmals zu erlaſſen und ſofort die Vi⸗ ö welches jenes Regulativ vorſchreibt. Wochen Bericht zu erſtatten.
ſo weiſe ich Sie an, die Ueber den Erfolg alles Küchler.
An die Baumbeſitzer.
Die ſchönen Tage, welche wir vom 2. bis 10. Mai gehabt, haben die ſchadliche Ringelraupe, deren Eiern die Kälte wenig anhaben kann, recht voran gebracht. Später krochen ſie bei den kalten Tagen, die den warmen folgten, an die Stämme oder Aeſte zu dicken Klumpen, und harren hier der beſſeren Tage. Wohl dem, der ſie da bemerkte und vertilgte! Wer's nicht that oder noch zu rechter Zeit thut, wird's ſpäter ſchwer zu bereuen Urſache haben. Es iſt die höchſte Zeit, an allen Bäumen nach ihnen ſorgfältig zu ſehen.
Eben ſo häufig zeigen ſich in dieſem Frühjahre die Raupen des Weißdornſchmetterlings. Bei rauhen Tagen ziehen ſie in ihr altes Geſpinſte zu⸗ rück, und da kann man ſie noch am leichteſten ver⸗ tilgen, wenn man's im Winter, wo's ſo viel leichter war, verſäumt hat. Wenn ſie ſich einmal bei war⸗ men Tagen vertheilt haben, wird's immer ſchwerer, ihrer habhaft zu werden.
Endlich fing der kleine Froſtſchmetterling auch in dieſem Jahre wieder an, ſeine Wuth an den Blüthen, beſonders den Apfetblüthen, auszu⸗ laſſen. So wie die kleine Raupe dieſes Thiers ausſchlupft, frißt ſie ſich in die Blüthenknospen, und wenn nicht beſonders günſtiges Wetter dieſelben bald entfaltet, ſondern kalte Witterung eintritt, ſo zerſtört ſie in kurzer Zeit das, ganze Innere der Blüthenknospe, ſo daß dieſe hohl wird. An Obſt iſt in ſolchen Fallen nicht zu denken. Möchten auch hier die Baumbeſitzer ſich der bekannten Weiſen zu ihrer Vertilgung benutzen.“)
) Wir werden, wenn's gewünſcht wird, einmal über die beßte Art, wie man dieſe ſchädlichen Thiere vertilgt, unſern Leſern Mittheilung machen. a
Die Redaction.
Herrmann und Dorothea.
Der größte Theil unſerer Leſer kennt doch wohl das ſchöne Gedicht unſeres großen, nun verſtorbenen Landsmannes Göthe, das den Titel führt„Her- mann und Dorothea.“ Manche glaubten an⸗ fänglich, der Stoff zu dieſem Gedichte wäre aus den erſten Zeiten der franzöſiſchen Revolution ent⸗ nommen, da viele Franzoſen damals nach Deutſch⸗ land auswanderten. Wer ſich aber eines Andern belehren will, der leſe das Buch, welches über die im Jahre 1732 ihres evangeliſchen Glaubens wegen
aus ihrer Heimath verkriebenen 17000 Salzburger uns Nachricht gibt und vas den Titel führt:„Aus- führliche Hiſtorie derer Emigranten oder vertriebenen Lutheraner aus dem Erzbisthum Salzburg,“(Leip⸗
Ein feiner und
granten zu Gera erzählt haben. einen Sohn,
vermögender Bürger daſelbſt hatte welchen er oftmals niemals dazu bewegen können. durch dieſes Städtchen reiſen, ſieh't er unter ihnen eine Perſon, die ihm von Herzen wohlgefällt. Dannen⸗ hero faſſet er den Schluß bei ſich, dieſelbe zu hei⸗ rathen, wo es angehen wolle. Aus der Abſicht er⸗ kundiget er ſich bei denen übrigen, wie ihre Familie und Aufführung beſchaffen ſey. Dieſe berichten ihm, daß ſie von redlichen Aeltern geboren wäre, und ſich allezeit wohl verhalten hätte. Um der Reli⸗ gion willen aber wäre ſie von denenſelben geſchieden, und hätte ſie zurückgelaſſen. Hierauf gehet er zu ſeinem Vater und vermeldet ihm, daß er nunmehro ſeinen Ermahnungen folgen und ſich in den Eheſtand begeben wolle. Er habe ſich eine Perſon erleſen, die feinen Augen gefalle, wenn er ihm erlauben wolle, dieſelbe zur Ehe zu nehmen. Der Vater verlangt zu wiſſen, wer ſie ſey, und wie ſie heiße. Er erzählt ihm, es ſey eine Salzburgerinn, und wo er ihm dieſe nicht geben werde, wolle er nie⸗ mals heirathen. Hierüber erſchrickt der Vater und bemühet ſich, ihm ſolches auszureden. Er läßt derowegen auch einige von ſeinen Freunden und einen Prediger rufen. Alle wenden allen Fleiß an, den Sohn auf andere Gedanken zu bringen. Aber alles war vergeblich. Daher der Prieſter endlich meinet, es könne Gott ſeine ſonderbare Fü⸗
gung haben, daß es ſowohl dem Sohne als der Emigrantin zum Beßten gereiche. Hierauf gaben alle ihre Einwilligung dazu, und ſtellen es dem Sohne in ſeinen Gefallen. Dieſer gehet ſogleich zu ſeiner Salzburgerin, und fragt ſie, wie es ihr hier im Lande gefalle? Sie antwortet: Herr, ganz wohl. Er verſetzet weiter: ob ſie wohl bei ſeinem Vater dienen wolle? Sie ſaget: gar gerne, wenn
er ſie annehmen wolle, gedenke ſie ihm treu und fleißig zu dienen. Hierauf erzählet ſie ihm alle ihre Künſte, daß ſie Vieh füttern, die Kühe melken, das Feld beſtellen, Heu machen, und andere Haus⸗ arbeit verrichten könne. Er nimmt ſie alſo mit ſich und ſtellet ſie vor ſeinen Vater. Dieſer fragt
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