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das Mädchen, ob ihr denn ſein Sohn gefalle, und ſe ihn heirathen wolle? Weil ſie nun nichts von ler Sache wußte, ſo meinte ſie, man pflegte ſie zu leriren. Drum ſagte ſie: Ei man ſolle ſie nur ſicht foppen. Der Sohn hatte vor ſeinen Vater ine Magd verlanget, und wenn er ſie haben wolle, perde ſie hin treu dienen, und ihr Brod wohl er⸗ perben. Doch der Vater beharret darauf, und der Sohn zeiget auch nach ihr ſein eruſtliches Verlan gen. Hierauf erklart ſie ſich alſo: Wenn es denn Ernſt ſeyn ſoll, ſo bin ich es gar wohl zufrieden, und will ihn halten wie mein Auge im Kopfe. Der Sohn reichet ihr darauf ein Ehepfand, damit je ſein ernſtliches Bezeigen daraus erſehen möge. Sie aber ſagte zu ihm; ſie muſſe ihm doch wohl zuch einen Mahlſchatz geben. Unterdeſſen greift ſie u den Buſen, und überreicht ihm ein Beutelchen, u welchem ſich 200 Stück Dukaten befanden.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

ANN NDR N

Straßenbauarbeiten. 587) Freitag den 1. Juni, Nachmittags 1 Uhr, ollen auf dem hieſigen Gemeindehaus die dies ährigen Vicinal- und Ortsſtraßenbauarbeiten in

der hieſigen Gemarkung, beſtehend in Planirarbeit,

Steinfuhrlohn, Steinſetzerlohn und Chauſſirarbeit inter den vorher bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen zur Verſteigerung gebracht werden.

Ich erſuche die Herren Buͤrgermeiſter des Krei⸗ es Friedberg, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt dekannt machen zu laſſen.

Niederwöllſtadt den 23. Mai 1838. Der Bürgermeiſter Bauſch. Holz⸗-Verſteigerung. 588) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 8 Uhr, ollen in dem Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Frauenberg, nachverzeichnete Holzſortimente, als: 24 Stecken buchen Scheitholz,

1 eichen 75

1 7 Prügelholz, 293 buchen Stockholz, 509 Stuͤck Reisholz, 100 77 eichen 7 1825 weiches Laubholz,

10 buchen Klötze Werk⸗ und Nutzholz, in 225 C. F. 2 eichen 1 2 105 öffentlich meiſtbietend an Ort u. Stelle verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt in vorgenanntem Termin auf der Waldbahn, an den ſ. g. Dreieichen. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 22. Mai 1838. Der großh. Bürgermeiſter Jacoby.

Holz-Verſteigerung. 5 (589) Dienſtag den 29. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen aus denen hieſigen herrſchaftlichen Waldungen, dann denen Oberſtrasheimer Hägen auf dem Platze in dem Wald nachfolgende Holz⸗ ſortimente, als: 10 4 Stecken Buchen,

9 heft,

30 2 Stockholz,

4) 438 Stück eichen Wellen, 5 3800 gemiſchte Wellen, 6) 300 Hopfenſtangen,

unter denen vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingniſſen an den Meiſtbietenden vek⸗ kauft werden, welches mit dem Anhange, daß die Zuſammenkunft in denen Oberſtrasheimer Hecken iſt, andurch bekannt macht. Ockſtadt am 23. Mai 1838. Die hochfreiherrlich von francken⸗ ſteiniſche Rentei daſelbſt. En (456) Ausweislich des Hypothekenbuches der Ge meinde Niedermölen entliehen Peter Eckmeier und Ehefrau daſelbſt unter Verpfändung ihrer Hofraithe und eines Ackers, ein Kapital von 400 fl. bei Ja⸗ cob Rübſamen, ledig zu Butzbach. Es wird behauptet und iſt wahrſcheinlich, daß dieſe Hypothek ſchon läͤngſt abgetragen worden; da ſie aber zur Loͤſchung nicht mehr beigebracht werden kann, ſo werden alle, welche darauf und aus jener Verpfändung Auſprüche bilden wollen, andurch aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt die ge⸗ dachte Schuldurkunde für mortifleirt erklart und der Eintrag in den Hypothekenbüchern geſoͤſcht wer⸗ den wird. Friedberg den 11. April 1838. Großh, heſſiſches Landgericht Hofmann. Gläubiger- Aufforderung. (521) Georg Eberhardt II. nebſt Familie von Rodheim und ſein Stiefſohn Jakob Will, ledig von da, beabſichtigen nach Nordamerika auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht zu Groskarben an⸗ zumelden, gegenfalls die Eutlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 4. Mai 1838. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Apotheken- Verkauf. (524) Die von dem verſtorbenen Apotheker Joh. Theodor Trapp dahier herrührende, ſogenannte Mohren-Apotheke, ſoll Montag den 18. Juni l. J, Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe unter annehmlichen Bedin⸗