Ausgabe 
24.11.1838
 
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erndten möget, welche euch aus dem fleißigen Schul⸗ beſuche erwachſen ſind. Jetzt iſt die Zeit des Ler⸗ nens für euch, ſpäter werden euch die mancherlei Verhältniſſe des Lebens nicht die Zeit und Gele⸗ genheit dazu vergoöͤnnen. Darum ſagt auch ein weiſer Lehrer des Alterthums Sirach 25, 5 Wenn du in der Jugend nicht ſammelſt, was willſt du in dem Alter finden?

Ja ſammeln ſollt ihr euch jetzt fürs Alter ins⸗ beſondere Kenntniſſe von eurem himmliſchen Vater; lernen ſollt ihr, wie ihr ihn auf eine rechte, wür⸗ dige Art verehren ſollt, durch kindliche fromme Liebe, durch Gehorſam und Vertrauen; lernen ſollt ihr, wie ihr euch ſcheuen müßt, Böſes zu thun; denn Gottesfurcht und mit dieſer Weisheit im Herzen, o geliebte Kinder, das ſind Schaͤtze, die nicht Mot⸗ ten und Roſt verzehren, die euch bleiben und euch begleiten durchs Leben hinüber 10 die Ewigkeit. Kenntniſſe ſollt ihr euch ſammeln von euch und eurer hohen Beſtimmung, Kenntniſſe von der euch um⸗ gebenden Natur und den Kräften derſelben, Kennt⸗ niſſe und Geſchicklichkeiten fürs Leben, damit ihr nützliche und brauchbare Menſchen werdet. Möch⸗ tet ihr darum alle in dieſer Stunde gute Vorſatze faſſen, und in denſelben beharren, und möchtet ihr euch beſtreben, ſo wie ihr täglich an Alter zunehmt, auch zuzunehmen an Weisheit, an Gnade bei Gott und den Menſchen, wie auch Ehriſtus in ſeinem 12. Jahre zunahm.

Dann werdet ihr im Herbſte eures Lebens, d h. im Alter, Früchte finden, die euch in jenen trü⸗ ben Tagen Troſt und Erquickung gewähren werden.

Du aber o Gott, walte mit deinem Geiſte über uns allen, und ſtärke dieſe Kinder in ihren guten Vorſätzen. Laß ſie alle in deiner Furcht fromm vor dir wandeln. Gib auch mir Geſundheit, Kraft und Weisheit, daß ich ſie dem Ziele zuführen moge, das ich mir im Geiſte geſteckt habe. Sey ſtets in mir, wenn mich des Berufes Arbeiten niederbeugen, und laß mich oft dahin blicken, wohin du deine treuen Arbeiter führſt. Amen.

Der Katzenſtein. Zwiſchen den Orten Petterweil und Ro d⸗ heim liegt in dem Felde ein ziemlich großer ovaler Stein, gewöhnlich der Katzenſtein genannt. In

ſeiner Nähe wurden ſchon mehrere uralte Goldmün⸗

zen gefunden; Einſender weiß, daß Eine nach Frank⸗ furt verkauft wurde, wohin ſchon gar Manches von Werth aus der Wetterau gekommen iſt. Die Sage führt von dieſem Steine an, der große Schweden⸗ könig, Guſtav Adolph, habe auf demſelben ge⸗ ſpeiſ't. Allein ich bezweifele ſehr, daß er je in die⸗ ſer Gegend war. Was hier von Guſtav Adolph geſagt wird, ſcheint auf einen. Koͤnig bezogen werden zu müſſen. Iſt der fragliche Stein vielleicht ein altes Hünenbette? Oder war dort in uralter Zeit eine Gerichtsſtätte? Hat er ſeinen Namen wohl von den alten Katten? Einſender wuͤnſcht, daß er von Freunden des Alterthums beachtet würde, und das, was ſie allenfalls weiter von ihm wiſſen, dem Publikum mitgetheilt werden möchte.

Hiſtoriſche Miszellen. (Friedberg betreffend.) (Fortſetzung. S. Nr. 15 d. J.)

In dem Jahre 1410 wurde der Streit zwiſchen Hermann von Rodenſtein und Ließberg mit der Stadt Friedberg beigelegt, und der Stadt ihr altes Recht, die Steine zu Belmut für den Bau der Pfarrkirche zu brechen, wieder eingeräumt.

In eben dieſem Jahre iſt die Salve⸗Glocke ge⸗ goſſen worden.

Im Jahr 1411 errichten die Friedberger auf dem Falkenſteiniſchen eine Land wehr von Greberg⸗ heim(Gerbelheim) an die Straßbach bis an die elwinſtädter(ilbenſtädter) Brücke und von da dieſelbe Straßbach hinauf bis Straßheim, und erlauben dem Herrn von Falkenſtein den freien Eingang dazu.

Im Jahr 1414 ſind die Zigeuner zuerſt in das

deutſche Land gekommen. Im Jahr 1423 hat man den Bornziegel an⸗ gefangen zu bauen.

Im Jahre 1424 ſind folgende adlige Sechſer zu

Rath in die Stadt gegangen. 1 Herr Eberhard Löw, Burggraf.

2) Konrad von Kleen,

3) Gilbrecht Weiß,

4) Johann von Stockheim, 5) Reinhard von Schwalbach, 6) Ludwig Weiß.

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