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Unſer Auch unſere„landwirthſchaftliche Zeitſchrift!“ mann, wenn die Klauenſeuche unter ſeinem Viehſtande 2 ud ſo, enthält in Nro. 39 einen Aufſatz über die Klauen⸗ ausgebrochen ſeyn ſollte, dieſelbe wieder heilen; es 0 wit Eſſg, ſeuche und Mundfaͤule, welche wir hier mittheilen. verſteht ſich jedoch von ſelbſt, daß er wohl thun 5 ſo„Dieſe Krankheit entſteht gewöhnlich in heißen, wird, einen geſchickten Thierarzt hierbei zu Rathe zu „ mehrte trocknen Jahren, wenn das Vieh zugleich auf harten, ziehen. Jenes iſt nur, was er bei einem gutartigen Jeet ſch trocknen Wegen anhaltend oder öfters getrieben wird, Charakter der Krankheit gleich Anfangs ſelbſt thun z oͤfnen; wenn es ihm an friſchem Waſſer gebricht, oder wenn kann. len dicken es in unreinen Ställen in tiefem Kothe ſtehen muß. cle zn be⸗ Deßwegen muß man die Viehheerde, wenn ſich Best mit Gelegenheit darbietet, alle Tage einmal im Sommer A leinegen durch ein reines Waſſer oder durch einen Fluß zu.;: and drohen, treiben ſuchen, auch dieſelben wohl eine Weile darin 5 ee Verbindung Krankheit, ſtehen laſſen. Die Kennzeichen ſind hier ſehr einfach. 5 1e ih de Das Vieh geht Anfangs ſteif und wird bald völlig„Als Urſache diefer Krantheit giebt man ver⸗ gewohnlichen lahm; die Klauen ſind widernatürlich heiß und es ſchlemmtes oder hartes Futter an, hauptſachlich ſind woſclhſt die verräth Schmerzen, wenn man die Klauen oben an große Dürre, anhaltende Hitze, Mangel an Gras ird ange, der Krone drückt; das Fleiſch darüber ſchwillt auf, und an i Waſſer als die Urſache angeklagt der Krank. es entſtehen zwiſchen den Klauen Geſchwüre, und worden. Die Kennzeichen dieſer Krankheit ſind: daß as Kochſalz aus dieſen fließt eine wäſſerige, übelriechende Materie; 1 ig Nin 5285 1 verliert, daß b ſie gleich das Horn fängt an, ſich von der Hornhaut zu trennen; die 1 ch e. 8 ihm 7 Schleim und Erkrankten, die Thiere bekommen Fieber, ſie freſſen nicht mehr Speigel aus dem Maule läuft. eimmt das Uebel unter vor, mit Appetit, und ihre feurigen Augen haben am zu, ſo entſtehen an dem Zahnfleiſch und an den den niſſen, Ende einen ſtarren Blick. Lippen weiße Blattern, N e an dem Gau⸗ denſelden in„Die Heilmittel beſtehen vor Allem zuerſt in der men. ſich, 170 ſe 3 ie Zunge wird ganz wohnlich e. Reinlichkeit und Ruhe der Thiere; der leidende Fuß wund; 3 5 en 10 e 3 Rachen, er Vorſchts⸗ muß mit kaltem, friſchem Waſſer ſauber abgewaſchen 1 5 1555 werden elend, weil ſie nicht ordent⸗ Ar in Ver- und ſtündlich die Wunde aus einem Gemiſch von ich freſſen 3 den beißen Eſſig, Waſſer und Salz, von jedem gleichviel,„Die Verhütungs⸗ und Vorbeugungsmaßregeln wid die angefeuchtet werden. Kann man es zwingen, ſo gegen dieſe Krankheit ſind: daß man während der zeit mit der muß man den leidenden Fuß alle Tage eine gute großen Dürre eines Sommers das Rindvieh nie s zeigt ſch Weile in kaltes Waſſer halten, oder Leinwandbinden Mangel an friſchem Waſſer leiden laßt; iſt die Ge⸗ Kaauenſeuche darum machen und recht oft und ſtark 8 begießen, legenheit vorhanden, ſo laſſe man es öfters, mögligſt und deren damit er immer naß und kühl bleibt. Kann man taglich zweimal, durch fließendes Waſſer treiben. g das nicht, ſo muß man den Fuß mit einem Gemiſch Iſt die Krankheit in einem Orte oder in einer Ge⸗ von Eſſig und Waſſer, gleichfalls mit Hülfe der gend ausgebrochen, ſo ſetze man ſich von dem Cha⸗ Leinwandbinde, anfeuchten und naß erhalten. Auch racter derſelben genau in Kenntniß und gebrauche Umſchläge von Kuhmiſt, Sauerteig und Eſſig oder dem gemäß Vorkehrungen. Man gibt dem Vieh
„Die Maulſeuche, Mund- oder Maulfäule des Rindviehes iſt eine anſteckende Krankheit, die ſich, wenn ſie ausbricht, gewöhnlich in der ganzen Heerde
wie bei den derdei beſon⸗ ö d der heißen
ſtigen Stal, rehm und Eſſig, kann man um den Fuß machen. vorzugsweiſe Schrot- und Mehlſaufen, waſcht ihm ide und des Sind die Geſchwüre reif, ſo müſſen ſie geöffnet das Maul mit Eſſig aus, worin Kochſalz und ein Swepſtee werden, um dem Eiter Abfluß zu verſchaffen; ſie wenig Honig aufgelöſet iſt. Um die Auswaſchung g dus fir werden, wenn dieß geſchehen iſt, mit Alaun und beſſer zu bewerkſtelligen, bindet man einen leinenen 5 Thru Eſſig rein ausgewaſchen. Sind die Geſchwuͤre ſchon Lappen an einen Stock, taucht dieſen in die Auf— idem Hur aufgebrochen, ſo nehme man Flachs oder Werg, löſung, und reibt alle Tage zwei- oder dreimal brauche de ſtreiche dicken Terpentin darauf, lege dieſes auf die das Maul des Thieres damit aus. Auch kann waschen ds aufgebrochenen Stellen und verbinde den Fuß ſo man eine Handvoll Salbei in ein Maas Eſſig vorzugsweit a
genau als möglich damit. kochen, die Brühe abſeihen und das Maul des Thie— üg.“„Auf dieſe hier angegebene Art kann der Land- res damit auswaſchen. Dann iſt auch die Tren—


