Ausgabe 
13.10.1838
 
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Pferden, Schaafen und Schweinen will man bei frü⸗ heren Ausbrüchen dieſer Seuche zu gleicher Zeit ähnliche Erſcheinungen bemerkt haben. Die Krank⸗ heit ſelbſt endigt ſich nicht mit dem Tode; nur dann, wenn bei vernachlaſſigter Hülfe dem Er⸗ krankten alle Nahrung abgeht, ſterben ſie am Hungertode. Das Uebel bildet ſich von Zeit zu Zeit in Deutſchland und gleichzeitig in verſchie⸗ denen Diſtricten; beſonders war dies der Fall in den Jahren 1764, 1786, 1797 und 1798; es erſcheint gewöhnlich nach und nach bei ſchnell wechſelnder, ſehr verſchiedener Witterungsbeſchaffenheit. In Ge⸗ genden, woſelbſt man ſich von dem Daſeyn dieſer Krankheit überzeugt hat, iſt es erforderlich, genauere Aufſicht, als- gewöhnlich, auf ſein Rindvieh zu hal⸗

ten und ſobald man oben angeführte Fieberzufälle,

nämlich die heiße Haut, heißes Maul, ſchnellen vollen Puls ꝛc. ꝛc. bemerkt, ſogleich nach Verſchie⸗ denheit der Große des Thiers J,, J Pfund Friedrichsſalz, womöglich trocken oder in wenigem Waſſer aufgelöſt, beizubringen, und wenn die Hitze ſehr groß, der Puls ſehr ſchnell und voll, das Athem⸗ holen beſchwerlich, 2, 3 4 Pfund Blut aus einer Halsader zu laſſen. Sobald ſich Veränderungen in der Mundhöhle zeigen, iſt dieſelbe öfters, des Tags

wenigſtens 5 Gmal, mit einer Miſchung aus 2.

Loth Kochſalz,% Schoppen guten Weineſſigs und eben ſo viel Waſſers, in Ermangelung guten Wein⸗ eſſigs aber mit Hinweglaſſung ſo viel Waſſers und Zuſatz, ſo viel Bier oder geringhaltigen andern Eſſigs, als zu gleicher Hervorbringung obigen ſau⸗ rer Miſchung erforderlich iſt, mittelſt eines an einem Stab befeſtigten Schwammes oder leinenen Lappens an allen Stellen wohl zu reinigen und zu reiben; wenn die Bläschen aufgebrochen, ſind ſolche mit Butter oder einem andern reinen Fett täglich 3 Amal zu beſtreichen. Verſagen die Erkrankten wegen Wundſeyns des Mauls das gewöhnliche Futter, ſo reiche man ihnen öfters Mehl- oder Kleientränke, Brodſuppen, gekochte Kohl- oder Rübenblaͤtter ꝛc., und bringe ſolche Nahrungsmittel nöthigen Falls mit Zwang bei. Reizend erhitzende innerliche Mit tel, wie Pfeffer, Ingwer, Schwefel, Balſam ꝛc. ver⸗ meide man ſorgfältig. Zeigt ſich die Hitze in den Füßen oder Klauen, oder hinken die ergriffenen ſo gar, ſo iſt erforderlich, ſolche mehrmalen des Tages in kaltes fließendes Waſſer zu führen oder

einen Anſtrich von Leimen mit Eſſig und Waſſer oder Bleiwaſſer an die Klauen zu bringen und ſo bald er trocken geworden iſt, wiederum mit Eſſig und Waſſer oder Bleiwaſſer anzufeuchten, auch ſo lange damit fortzufahren, als ſich noch vermehrte Wärme an den Klauen fühlen läßt. Bildet ſich ein Geſchwür daſelbſt, ſo iſt ſolches gehörig zu oͤffnen und hierauf mit einer Salbe aus 8 Theilen dicken Terpentins und 1 Theil ſchwarzen Steinöls zu be⸗ ſtreichen, auch bei großem Umfang und Tiefe mit Wergpolſtern zu bedecken und hierauf mit leinenen Lappen zu befeſtigen. Bei bedeutenden und drohen⸗ den Abweichungen von den beſchriebenen Krankheits⸗ formen hat man ſich der Hülfe ſachkundiger Aerzte zu bedienen. Kochſalzes, beſonders in Gegenden, woſelbſt die Mundfaäule zum Vorſchein gekommen iſt, wird ange⸗

rathen. Nicht ſelten ſollen ſolche von der Krank⸗

heit verſchont geblieben ſeyn, welche das Kochſalz nach Belieben zu ſich nehmen konnten, ob ſie gleich denſelben äußeren Umſtänden, wie die Erkrankten, ausgeſetzt waren. Daß die Ergriffenen unter vor⸗ gelegten Umſtänden im Stall behalten werden müſſen, verſteht ſich von ſelbſt; geſunde, mit denſelben in Verbindung geſtandene, werden wie gewöhnlich be⸗ nutzt, und mit Einſchluß oben angegebener Vorſichts⸗ maßregeln wie gewöhnlich beſorgt. Nur in Ver⸗ bindung mit dem Milzbrande, der in den heißen Sommermonaten vorzukommen pflegt, wird dieſe Krankheit bedenklich. Zu gleicher Zeit mit der Maul⸗ und Klauenſeuche des Rindviehes zeigt ſich zuweilen auch unter den Schaafen die Klauenſeuche,

deren Verlauf übrigens ebenfalls gutartig und deren

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Behandlung weſentlich dieſelbe iſt, wie bei dem Rindvieh. Die Vieheigenthümer ſind hierbei beſon⸗

ders zu erinnern, die Thiere während der heißen Tageszeit ſo viel möglich in kühlen, luftigen Stal⸗ lungen zu halten, ſie nur in der Frühe und des Abends in das Freie, vorzüglich auf Grasplätze, auch, wo ſich Gelegenheit hierzu findet, in das flie⸗ Den erkrankten Thieren

ßende Waſſer zu treiben. iſt ein kühler Aufenthaltsort zu geben, indem hier⸗

von, neben dem vorſchriftmäßigen Gebrauche des

Friedrichſalzes und dem fleißigen Auswaſchen des Maules mit Eſſig, Salz und Waſſer, vorzugsweiſe der gelinde Verlauf der Krankheit abhängt.

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