— 32²—
ſehr geſchätzte und geſuchte Roſendl gewinne.— Man fülle einen glaſirten irdenen oder ſteinernen Topf oder ein weites und reines hölzernes Gefäß mit ganz reinen, von Samen und Stengeln befrei⸗ ten Roſenblättern und gieße darauf reines Brunneu⸗ waſſer, daß ſie ganz bedeckt werden. Sechs bis ſieben Tage ſetze man das Gefäß den Sonnenſtrah⸗ len aus, thue es aber des Nachts herein. Am Ende des dritten oder vierten Tages zeigen ſich eine Menge Theile eines gelben öligen Stoffes auf der Oberfläche und ſammeln ſich nach 2 bis 3 Tagen zu einem Schaume, der die Roſeneſſenz ausmacht. Dieſen Schaum nehme man mit etwas an einen Staab gebundener Baumwolle ab, und drücke die Feuchtigkeit mit den Fingern und Daumen in eine kleine Flaſche, die aber ſogleich verſchloſſen werden müſſe. Dies wäre einige Abende ſo lange zu wie⸗ derholen, als ſich noch ein ſolcher öliger Stoff auf der Oberfläche zeige.— Bei uns ſcheint's aber die Probe nicht zu halten, weil wir nicht ſonnige Tage genug haben, und wird deswegen das Roſenol durch Deſtillation zu gewinnen ſeyn. Auf jeden Fall wird's theuer, und von 100 Pfund Roſen erhält man kaum ein halbes Loth Oel.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Bekanntmachung. (1167) Montag den 12. k. M. und bis zur Be⸗ endigung die folgenden Tage, jedesmal Vormittags um 8 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Kloſterkaſerne dahier namhafte Quantitäten getragener Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mützen, wollene und leinene Pantalons, dergleichen Gamaſchen, Hemden, Socken, Schuhe und Bett⸗Teppiche ſtückweiſe— ſodann mehrere abgängige Caſernen⸗Requiſiten, als Tiſche, Stühle ꝛc. ſowie auch alte Trommelfelle ſtück⸗ und parthienweiſe, gegen gleich baare Zahlung
verſteigert.
Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend Fried— bergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen zu laſſen.
Friedberg den 25. Oktober 1838. In Auftrag: Golz,
Oberquartiermeiſter.
Bekanntmachung. (1194) Das ſich an der hieſigen Waſſerleitung befindliche oberſchlächtige Waſſerrad, welches in der Kuͤrze ausgehoben wird und noch ſehr brauchbar iſt, ſoll Montag den 12. Nov., Morgens um 10 Uhr, meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden, auch kann dieß bis zu dieſem Zeitpunkt täglich ein⸗ geſehen werden. Friedberg den 1. November 1838. Der Beigeordnete Bender.
Fruchtverſteigerun g. (1197) Donnerſtag den 15. November d. J., des Vormittags 10 Uhr, werden von den diesjährigen dahier lagernden Domanialfrüchten 26 Malter Waizen 95 alten friedberger
85„ Korn 83„ Gerſte und Maaßes. 66„ Hafer 5
unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 31. Oktober 1838.
Herzoglich Naſſauiſche Receptur
8 Hehner. Bekanntmachung. (1198) Mittwoch den 14. November l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Lieferung des Schäferei⸗Waizen, beſtehend in 9 Mltr., 1 Simmer, 1 Kumpf und 2 Geſcheid, öffentlich an
den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 1. November 1838. Der Beigeordnete Bender. Obligations ⸗Verlooſung. (1209) Laut dem Voranſchlag für 1838 wurden die zur Abzahlung beſtimmten 600 fl. Partialſchuld⸗ verſchreibungen durch das Loos gezogen, und es ka⸗ men die Nummern 49, 66, 89 und 113 heraus. Dieſes wird mit dem Anfügen zur offentlichen
Kenntniß gebracht, daß die Inhaber vorgedachten Partialſchuldverſchreibungen den Betrag gegen Rück⸗ gabe derſelben bis zum 1. Januar 1839 bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von da an keine weiteren Zinſen mehr ver⸗ guͤtet werden. Obererlenbach den 28. Oktober 1838.
Der großh. heſſ. Bürgermeiſter
Rupp. ö Bekanntmachung.
(1210) Der Bedarf des für die Marienſchloſſer Anſtalt im Jahr 1839 nöthigen Leders und das Färben der für dieſe Anſtalt nöͤthigen Materialien, ſoll Mittwoch den 21. dieſes Monats in meiner Wohnung dahier, des Vormittags um 9 Uhr, öffent⸗ lich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden.
Ich mache dieſes mit der Bemerkung bekannt:
daß Diejenigen, welche bei der Verſteigerung mitbieten wollen, ſich vorher auszuweiſen haben, im Stande zu ſeyn, eine Caution von 200 fl. ſtellen zu können. Marienſchloß den 6. November 1838. Funk. Wohl zu beachten. (1211) Der Unterzeichnete ſieht ſich genöthigt, die Herren Käufer, welche noch Holz in den frei⸗
herrlich von franckenſteiniſchen Waldungen und na- mentlich im Diſtrikt ober der Querſchneiße ſtehen haben, anzuzeigen, ſolches binnen acht Tagen abzu⸗
fahren, widrigenfalls ſolches auf Käufers Koſten auf
nung vetſte 5 ich d bei d weiſet könne
M
(12 wurd 1838 ſchul ed ke
2 offen vorg


