Ausgabe 
10.2.1838
 
Einzelbild herunterladen

Alte Sage und neue Lehe 1 1 beißen wollte, hielt ſie ſtill 191 . i 0 er kuͤßte die kalte und run elige Haut, daß es ihn Wenn man in den ſtillen Winterabenden an 25 überlief. Als er 15 1 5 Probe 1 7 den Spinnſtuben des Hinterlandes horcht, ſo hört den hatte, da klotzten aus einem finſteren Loche man zuweilen allerlei Sagen von Drachen, ver zwei feurige Augen hervor, und ganz träge bewegte wünſchten Jungfrauen, wilden Jägern und derglei⸗ ſich eine gewaltige Kröte zu ihm hin, deren Leib chen mehr, die gar anmuthig de vernehmen ſind, war dick aufgeblaht von Gift, und die Haut war manchmal auch eine gute Lehre enthalten, wie die, voller Giftbeulen. Wie die ſich ihm näherte, um welche ich jetzt erzählen will. b ſich auch kuͤſſen zu laſſen, vergaß er alles Geld, Im Hinterlande iſt ein Fluß, den man die Eder und es ergriff ihn ein ſolcher Schauder, daß er nennt; der hat ſchon ſeit uralten Zeiten Gold bei ſich plötzlich umdrehte und nach der Thuͤre lief. In ſich geführt, und die Ritter,, die dort haußten, ha- dieſem Augenblicke ſtand die bezauberte Jungfrau ben das wohl gewußt, wie's auch zel er Herr neben ihm, und gab ihm einen ſolchen Schlag, daß von Eſchwege weiß, der vor zwei oder drei Jahren er durch die Thüre ſtürzte, die hinter ihm zufiel eine große Gold⸗Compagnie ſtiftete und ſich zum und ihm die beiden Ferſen abſchlug. Als er ſpat Hauptmann machen ließ über all das viele Gold, Abends nach Hauſe kam, da ſah er ganz bleich das noch heraus kommen ſollte. Die Gegend aber und zerſtört aus und wankte nach ſeinem Bette hin, iſt luſtig, und ſollte man nicht glauben, daß es ſo das ihn aufnahm. Aber die ganze Nacht hindurch ſchön im Hinterlande wer. ergriff ihn Ein Fieberſchauer nach dem andern, Nicht weit von der Eder und der Stadt Bat und es kam ihm immer vor, als kröch die Kröte tenberg ſtand einſt auf einer Höhe ein prächtiges mit ihren Klotzaugen und ihren Giftbeulen nach Ritter⸗Schloß. Die Höhe iſt noch da von de ihm hin und wollte ihn küſſen. Als nach ſechs Schloſſe aber ſieht man nur noch die Mauern und Wochen ſeine Ferſen geheilt waren, da ſtand er Wände, e een ee bei Tag dort hin geht, wieder auf, fühlte aber, daß er lahm war, und hatte iſts ſchon unheimlich, bei Nackt aber überläuft's keine frohe Stunde mehr, denn er ärgerte ſich, daß Jeden, der nur in die Nähe kommt; denn die Eu- ihm das ſchöne Geld entgangen war, um deſſeu⸗ len und Käuzchen krächzen da, als wollten ſie Ach willen er doch wohl die häßliche Kröte noch hätte und Weh rufen. Die Leute warnen aber auch füſſen können. Jeden, der in die Gegend des Schloſſes geht, und Nach zwanzigjährigem Harren kam die Stunde ſagen, es wär uicht gau geheuer, und ſaß da in wieder, da die Jungfrau erlöſ't werden konnte, einem tiefen Gemache noch von den Ritterzeiten und ſie rief einem jungen Schafer zu, der in der her eine verwünſchte Jungfrau über dem Gelde, Nähe des Waldes ſeine Heerde weidete und oft das ihr Vater unrechtmaßg erworben hätte. Sie ſchon in früher Morgenſtunde ſein fröhliches Lied⸗ kommt alle zwang Jahre herauf und ſucht ſich eis lein geſungen und ſein Morgenbrod in ungeſtörtem nen schonen Jüngling aus, der ſia erloſe aus ihrem Glucke am Eichbaume ſitzend verzehrt hatte. Als Zuſtande, und dann wit ihr auch das Geld zu ſich der die Stimme der Jungfrau hörte, bemächtigte nehme, das ſie bei ſich hat. Die Liebe lockt wohl ſich ſeiner ein ſolcher Schrecken, daß er mit ſeinem

Manchen, das Geld aber noch mehr, und fin⸗ Hunde auf und davon lief, und die Gegend nimmer det ſich zuweilen Einer, der es wagt, die Bedin⸗ wieder ſah.

gungen einzugehen, die ihre Erlöſung herbei führen; So iſt die Jungfrau noch bis auf dieſe Stunde denn was thut der Menſch nicht um des Geldes nicht erlöſet, und 9 7 von unſern Jünglingen Luſt Willen, und wie Maucher hat in der Welt ſchon zu ihr und zu ihrem Gelde hat, der kann ſich nur Geld geheirathet e Teufel als Drinngabe in Zeiten aufmachen, und nach dem Schloſſe gehen, mit bekommen? Einſt fand ſich ein dend Bau⸗ denn die zwanzig Jahre ſind bald wieder um.

ernburſche, der war bereit, die drei Prüfungen zu beſtehen, die dem auferlegt wurden, welcher die. 5 8 Jungfrau erlöſen wollte! Da kroch zuerſt ein ſta⸗ Bekanntmachungen von Behoͤrden. chelicher Igel aus dem Gebüſche hervor, den ſollte e

er küſſen. So ſchwer das war und ſo blutig es Immobilien-Verſteigerung. 0 abging, ſo brachte er's doch endlich zu Stande. Als(69) Dienſtag den 13. Februar J. J., Vormit⸗ es aber geſchehen war, da bewegten ſich die Blät⸗ tags um 9 Uhr, ſollen auf freiwilliges Anſuchen ter, die auf der Erde lagen, und daher wand ſich der Georg Bollers Wittib, in hieſigem Rath⸗ eine gewaltige Schlange; die hoh ſich vor ihm hauſe deren ſaͤmmtliche Immobilien beſtehend in: in die Höhe und züngelte nach ihm hin, und blickte 1) ¼/ee Einer Hofraithe beſtehend in Wohnhaus dabei ſo hohläugig nach ſeinem Geſichte, daß ihm und ¼ Scheuer daran an Adam Rauſch ganz bange wurde. Doch faßte er ein Herz, ging und Karl Kitzel gelegen, und zwar das auf ſie zu, und wie er meinte, daß ſie mit ihrer Wohnhaus allein und die Scheuer allein.

(70 um 9 Winde berger freiroi unter als:

11