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immer allen Leſern recht machen können, will aber das Ihrige thun, um den Beifall Derer zu gewinnen, an deren Beifall ihr beſonders liegt. Wackere Män⸗ ner werden ſie gewiß in ihrem Beſtreben gerne unter⸗ ſtützen, und ſie lebt der Zuverſicht, mit deren Hülfe den Saamen des Guten im Laufe des Jahres aus⸗ ſtreuen zu können, und daß er nicht ohne Früchte bleiben wird. Die Redaction. Weihnachts freuden. Es gibt doch kein ſchöneres Feſt als das Weih— nachtsfeſt und keine reineren Freuden als die Weih⸗ nachtsfreuden— das heißt für Kinder und fuͤr die, ſo kindlichen Herzens ſind. Das mögen wohl einige hier anweſende Jünglinge auch gedacht, oder viel⸗ mehr gefühlt haben, als ſie den Zöglingen der Taub⸗ ſtummen⸗Anſtalt einen Chriſtbaum aufputzten. Wer von unſern geneigten Leſern noch einen ſolchen kind⸗ lichen Sinn zu ſchätzen weiß(und wir hoffen und wünſchen es von Allen), der wird ſich darüber im Stillen freuen und es als ein ſchönes Zeichen ächten Chriſten⸗Sinnes anſehen. Wir glauben weiter nichts beifügen, ſondern eine weitere Betrachtung darüber unſern Leſern überlaſſen zu müſſen, denen wir auch zutrauen, daß ſie die Urſache leicht auffinden wer⸗ den, warum wir die kindlichen Geber nicht näher bezeichnen. Wir würden ihre Beſcheidenheit ver⸗
letzen, die doch eine ſo ſchöne Zierde des jungen Mannes iſt.
Neue Zeit ſchrift.
Im Laufe des vorigen Jahres erſchien zu Hanau das erſte, Heft der„Zeitſchrift für die Provinz Hanau. Herausgegeben von Karl Arnd.“ Dieſes Heft enthält des Intereſſanten für den Gebildeten überhaupt, insbeſondere für den Bewohner der Wetter— au, ſo viel, daß wir für Pflicht halten, unſere Leſer auf den Inhalt deſſelben in der Kuͤrze aufmerkſam zu machen.
Der erſte Aufſatz hat die Aufſchrift„zur Ge⸗ ſchichte der Entſtehung der Neuſtadt Hanau. Vom Reg. Rathe Ruth und dem Herausgeber.“ Es ſind ſchöne Beiträge zur Geſchichte der Proteſtanten in den Niederlanden unter Karl V. und Philipp II., Nachrichten über deren Auswanderung, die Quäle⸗ reien, deren ſie in Frankfurt a. M. ausgeſetzt waren, und endlich ihre Niederlaſſung zu Hanau unter
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dem Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau. Wir, die wir ruhig und ungeſtört unſern Gottes⸗ dienſt beſuchen dürfen, muͤſſen zuweilen an die gro⸗ ßen Wohlthaten erinnert werden, deren wir genießen. Denn ſo wie jetzt, wars nicht immer; gar Mancher unſerer Väter mußte oft auf alle irdiſchen Güter Verzicht leiſten, um nur ſeinen Glauben erhalten zu können. N
2.„Die Mainſchifffahrt, ihr Nutzen, ihre Be⸗ ſchwerden und ihre Zukunft.“ Vom Herausgeber. Dieſer wie es ſcheint aus guten Quellen geſchöpfte Aufſatz geht die Bewohner der Wetterau mehr an. als man glauben ſollte; denn der Main iſt der⸗ jenige Fluß, auf welchem ihre Produkte großen Theils ins Ausland befördert werden. Je leichter und wohl⸗ feiler demnach der Transport auf demſelben werden wird, deſto wohlthätiger wird die Einwirkung auf ihre Cultur ſeyn.
Ein dritter Aufſatz fuͤhrt die Aufſchrift:„Die
kurheſſiſchen Standesherrn.“ Bekanntlich ſind dieſes
Iſenburg⸗Birſtein, Iſenburg⸗Wächtersbach, Iſenburg⸗ Meerholz, Iſenburg-Büdingen und Solms⸗Roͤdelheim. Ihre neueſte Geſchichte und Genealogie ſowohl als ihre Beſitzungen werden aufgeführt. herzogthum Heſſen hat der ſtandesherrlichen Beſitz⸗ ungen noch weit mehr als Kurheſſen, und beträgt deren Einwohnerzahl zuſammen wohl über 132,000 See⸗ len. Wir werden Gelegenheit nehmen, unſern Leſern einmal in der Kürze die Standesherren des Groß⸗ herzogthums und deren Beſitzungen zu nennen, da ſie in den gewöhnlichen geographiſchen und ſtatiſti⸗ ſchen Werken entweder ganz ausgelaſſen oder ſehr fehlerhaft angegeben ſind.
Auch die vierte Rubrik, welche den Titel fuͤhrt: „Chronik der Fortſchritte der Cultur in der Provinz Hanau,“ berührt Mehreres, was auf unſere Wetter⸗ au Bezug hat. Sie beſteht aus folgenden Unter⸗ abtheilungen: I. Volksbildung, Wiſſenſchaft, Kunſt und Geſelligkeit, welche folgende Gegenſtände be⸗ rührt: a) das Schullehrer-Seminar zu Schlüchtern. Es iſt auf 40 Zöglinge berechnet und das Lehrer⸗ perſonal beſteht aus 1 Direktor, 3 ordentlichen Lehrern und 2 Hülfslehrern. Das Schullehrer⸗Se⸗ minar zu Friedberg hat bei einem geringeren Lehrer⸗ perſonal(bisher 1 Direktor, 2 ordentliche und 1 außerordentlicher Lehrer) mehr als noch einmal ſo⸗ viele Zöglinge. b) die Volksſchulen. Eine Mit⸗
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