Ausgabe 
28.10.1837
 
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dem Kehren ſo mit

11.5 1 228 8 voßſe 6 für die 2 38282 eit 2 0 Mie. c N 5 2 D 2 u. E len 126 8 9 voaneh 0 5 2 rovinz berhes se ded a 5 5. e im Allgemeinen, 1* den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. n 16. e e 5..¾:ĩ: rte: 5 fl N 2 5 nV 43. Sonnabend, den 28. Oktober 1837. u 1g. Ott;. 1 5 f. 25 198* 7 tiedben Amtlicher Theil. Duober 10h f Det Polizey⸗ Reglement. l Die Straßenpolizey, insbeſondere: J 50 Betreffend: Die Reinlichkeit und Reinigung der Straßen und Plätze in den Staͤdten und Orten des Kreiſes Friedberg. . ˖ b Um die für die Geſundheit und Annehmlichkeit ſo nöthige Reinlichkeit der Straßen und Plätze in e den Städten und Orten des Kreiſes Friedberg zu befördern, werden nach Anhörung der Lokalpolizey⸗ ie dehörden folgende polizeyliche Vorſchriften hiermit ertheilt: ö

§. 1. Es dürfen weder der in dem Inneren der Hofraithen geſammelte Haus⸗, Hof⸗, Keller- oder Garten⸗Uurath, noch ſonſtige Unreinlichkeiten oder Eckel erregende Gegenſtände auf die Straßen und Plätze 5 geworfen, geſchüttet oder laufen gelaſſen werden. Als ſolche Unreinlichkeiten ſind unter Anderm namentlich zu betrachten; alles ſtinkende Gewäſſer, ſey es Jauche von Miſtſtätten oder Abtritten, oder Abwaſſer der Seiſenſteder oder Häringslacke und Stockfiſchbrühe u. dgl., ferner das vom Schlachten herrührende Blut oder mit Blut und Unrath vermiſchte Waſſer u. dgl. m.

§. 2. Wo Ausflüſſe von Waſſerſteinen auf die Straße beſtehen und nicht anders wohl abgeleitet werden

können, da haben diejenigen, welche dieſelben beſitzen, dieſelben mit Seyhen und Kandeln zu verſehen, da⸗ mit kein grobes Gekroötze oder ſonſtiger Unrath auf die Straße fließen kann, auch ferner die Goſſen und Rinnen ſtets offen und von allem Schlamm frei zu erhalten und dafür zu ſorgen, daß der Abzug des Auslaufs ungehindert ſtatt hat. Daſſelbe iſt bei dem Auslaufen von Waſchwaſſer in die Straßenrinnen u beobachten. f§. 3. Aus den Fenſtern oder anderen Oeffnungen der Gebäude darf nichts auf die Straßen und Plätze geſchüttet oder geworfen werden, wodurch die Vorübergehenden verunreinigt, beläſtigt oder beſchadigt wer⸗ 4 den könnten. Der Eigenthümer des fraglichen Gebäudes, oder wenn er es ganz oder theilweiſe vermie⸗ 6 thet oder auf andere Weiſe zur Bewohnung eingeräumt haben ſollte, der Bewohner desjenigen Theils,

aus welchem geſchüttet oder geworfen wurde, iſt für die Zuwiderhandlungen gegen dieſes Verbot verant⸗

wortlich. Eben ſo jeder Wirth oder Zäpfer fur dergleichen Zuwiderhandlungen ſeiner Gaſte, vorbehalt⸗ eſſiſche Kren lich ſeines Regreſſes an dieſe.

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let.§. 4. Das Fahren oder Tragen von Dünger, Bauſchutt und anderem Unrath, ſo wie von Baunkohlene . iſt nur in ſolchen Karren oder Wagen, oder Gefäßen geſtattet, welche ſo verwahrt find, daß die Straßr n. durch das Abfallen resp. Durchfallen nicht verunreinigt wird. Sollte dennoch durch Zufall etwas ab⸗ oder uuilen, durchfallen, ſo muß der Fuhrmann oder Traͤger die Verunreinigung unverzüglich wegſchaffen.

fund 1 25 h§. 5. Wenn Jemand wegen Mangel an.. genöthigt iſt, Dünger, Bauſchutt und andere ver⸗

11 l Fiche unreinigende Gegenſtände zum Wegfahren unmittelbar auf die Straße bringen zu laſſen, ſo müſſen die⸗ 1800 0 elben ſo nahe an das Haus gebracht werden, daß eben ſo wenig der Verkehr auf der Straße ſelbſt, als

2 das ungehinderte Vorübergehen auf den Straßen⸗Banquets geſtört wird. Ferner müſſen dergleichen Ge⸗