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gleich in der Art zu Stande, daß die Stadt einem jeden neuerwählten und vom Kaiſer beſtätigten Burg⸗ grafen auf dem offenen Platze„die Freiheit“ wegen der Pfandſchaft huldigen wolle.—
dae Vergleichs-Akt verhängte über die Stadt im 17ten Jahrhundert viele und anhaltende Be— draͤngniſſe, denn von nun an behandelten die Feinde der Burg auch die Stadt als ſolche. 1620 rückten die Spanier unter Don Albero de Laſſades ein, der der Stadt enorme Summen erpreßte und deſſen Leute ſich 12 Jahre lang die gröbſten Vergehen gegen Sitte und Recht zu Schulden kommen ließen. 1632 rückten neue Feinde, die Schweden, mit den ihnen verbundenen Hanauiſchen ein, welche jedoch bald durch die Kaiſerlichen unter Böninghauſen, mit Hülfe der Bürger, vertrieben wurden, der der Stadt aber mit Undank lohnte, indem er, Behufs mehrerer Befeſtigung, viele der ſchönſten Gebäude der Erde gleich machen ließ.— Auch ſeine Nachfolger Mon⸗ tecuculi und Salis handelten als Feinde und der kaiſerliche Commandant Volpert brannte ſogar, in toller Wuth, die Vorſtadt, die Uſergaß und die Burgvorſtadt— Garten genannt— im Jahre 1636 völlig ab. Bald darauf erlangte Burg und Stadt vom Reichstag zu Regensburg die Erlaubniß, ſich durch eigenes Militär zu ſchützen und wurde David Baräus von Heidelberg zu deſſen Commandant be— ſtellt, aber ſchon 1639 wurde ihm ein Regiment kaiſerlicher Söldner unter dem Irländer Devoreur beigegeben, der die Stadt bei ſeinem Abzug um 40000 fl. brandſchatzte. Abermals wurden nun die Schweden unter Roſa Meiſter der Stadt, doch durch
den kaiſerlichen General Geleen verdrängt, der durch
eine am fauerbacher Thor, hinter dem altenberger Kloſter, geſchoſſene Lücke eindrang, die Stadt der Pluͤnderung Preis gab und das Commando dem General Frangepani überließ. 1645 blokirten die Heſſen⸗Caſſeler Stadt und Burg, mußten aber un⸗ verrichteter Sache wieder abziehen, wiederholten je⸗ doch die Belagerung das folgende Jahr, nahmen die Stadt und hielten ſich 4 Jahre darin, bis end— lich 1650 die Stadt, von Nürnberg aus, die Frie— dens-Palme wehen ſah und ſie das Ende ſo ſchwe— rer dreiſigjähriger Bedrängniß erlangte. (Beſchluß folgt.)
Der Welt Lohn. (Nach Sebaſtian Frank.)
Einſt kam ein Bauersmann an der Höhle einer Schlange vorüber und hörte deren Klaggeſchrei. Der Ausgang aus der Höhle war durch einen ſchweren Stein verſperrt.„O rette mich, Wanderer!“ rief die Schlange,„ich gebe Dir der Welt Lohn für Deine Hülfe.“„Der Welt Lohn“ dachte der Bauer, „das muß was Großes ſeyn.“ Er hob den Stein weg, befreite die Gefangene. Im Nu ſaß ihm dieſe am Nacken und wollt' ihn erwürgen.„Halt, Un— dankbare!“ ſchrie der Beſtürzte,„willſt Du mir alſo vergelten?“„Undank iſt ja der Welt Lohn,“ verſetzte die Schlange,„ich bezahle, was ich verſprochen habe.“ Der Bauer appellirt an den Spruch des erſten Thieres, das ihnen begegnen würde; die Schlange willigt ein. Bald kommt ein Hund auf ſie zu. Er konnte nicht mehr gut fort, ſeine Augen waren trübe und triefend, ſein Leib war ganz zer— fallen und faſt eine Beute des Ungeziefers. Dieſer vernimmt die Streitfrage und ſpricht:„die Schlange hat gewonnen Spiel. Seht mäch an! Ich diente meinem Herrn von Jugend auf mit muſterhafter Treue. Am Tage begleitete ich ihn bei ſeinen Vergnügungen, ſpürte das Wild auf im Feld und Wald, bewachte zur Nachtzeit ſeine Wohnung und, wenn er mich auch manchmal übel behandelte, ſo freute mich doch nichts ſo ſehr, als wenn er meine Liebkoſungen ſich nur gefallen ließ. Meine Kräfte ſchwanden aber mit den Jahren. Jetzt, im Alter, werd' ich vor die Thüre geworfen, in wenig Tagen wird man mich einem Fremden geben, daß er mich umbringe. Mein Herr kann's nicht ſelbſt thun und auch nicht mit anſehn, er hat gar ein weiches Herz!— Hat Dir, be— trogener Bauer! die Schlange der Welt Lohn ver⸗ heißen und will Dich nun erwürgen; gieb Dich drein, ſie thut Dir kein Unrecht.“„Mit nichten!“ erwiderte der Bauer,„ich appellire weiter.“ Die Schlange ſagt:„ich kann's leicht zugeben, daß Du noch⸗ mals appellirſt. Du entgehſt mir nicht, überall be⸗ kömmſt Du denſelben Spruch.“ Sie zogen ihres Weges. Da ſahen ſie auf ſchlechter Weide, in der Nähe einer kleinen, alten, verfallenen Mühle, einen Gaul, der ſich kaum noch erinnerte, auf ſeinen Rip⸗ pen jemals Fleiſch gehabt zu haben. Seine Kniee ſchlotterten, ſeine Lenden waren mit Schwielen be⸗ deckt, ſein Rücken hatte mehrere tiefe Wunden, in
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