Ausgabe 
28.1.1837
 
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Bekanntmachung.

Betreffend:

Die Erhebung des Chauſſeegeldes auf den Staats⸗ und Provinzialſtraßen, insbeſondere die Zutheilung

der Chauſſeen zwiſchen den Erhebungsſtationen und der ſeitwärts von den Chauſſeen gelegenen Orte an die nächſt gelegene Erhebungsſtation.

Die Befreiung der Einwohner einer Ortsgemarkung von der Entrichtung des Chauſſeegeldes von ihrem Wohnort an bis zur nächſten Erhebungsſtätte und wieder zurück ſoll nach§. 3. des Finanz-⸗Geſetzes fur die Jahre 1836, 1837 und 1838 Nr. 31. des Regierungsblattes vom 1ten Juli 1836 an auch in

dem Fall ſtattfinden, wenn ſie die Chauſſee weiter benutzen; Erhebungsſtätte an das geſetzliche Chauſſeegeld entrichtet.

es wird jedoch alsdann von der nächſten Die Bewohner der an der Chauſſee zwiſchen

den Erhebungsſtationen oder der ſeitwärts von einer Chauſſee gelegenen Orte werden der ihnen am näch⸗ ſten gelegenen Erhebungsſtation in der Art zugetheilt, daß ſie, wenn ſie dieſe Erhebungsſtation paſſiren, bei dem Hin- und Rückweg in Beziehung auf das Chauſſeegeld eben ſo behandelt werden, wie die Ein⸗ wohner des Orts, in welchem ſich dieſe Erhebungsſtätte befindet.

Durch gr. Oberfinanzkammer ſind nun diejenigen Orte des Kreiſes Friedberg, an welchen ſich keine Chauſſeegelderhebungsſtätten befinden, den zunächſt gelegenen Erhebungsſtätten zugetheilt worden, nämlich:

der Erhebungsſtation Altenſtadt, hauſen,

die Orte Engelthal, Höchſt, Oberau,

Rodenbach, Rommel

Stat. Butzbach, Bodenrod, Fauerbach I., Hochweiſel, Langenhain, Maibach, Münſter, Oſtheim,

Rockenberg, Oppershofen.

Stat. Friedberg, Bauernheim, Fauerbach II.,

Haſſelhecke, Niedermörlen, Niederrosbach, Ober⸗

moͤrlen, Oberrosbach, Oberwoͤllſtadt, Ockſtadt, Oſſenheim, Straßheimer Hof.

Stat. Heldenbergen, Büdesheim, Kaichen.

Stat. Ilbenſtadt, Aſſenheim, Bönſtadt, Bruchenbrücken, Burggräfenrod, Niederwöllſtadt, Wickſtadt. Stat. Melbach, Beyenheim, Steinfurth, Wiſſelsheim.

Stat. Obereſchbach, Niedereſchbach, Obererlenbach.

Stat. Okarben, Großkarben, Kleinkarben, Kloppenheim, Petterweil, Rendel, Rodheim.

Stat. Rödelheim, Niederurſel, Steinbach.

Stat. Staden, Oberflorſtadt, Unterflorſtadt, Stammheim. Die betreffenden Bürgermeiſter haben dieß öffentlich bekannt machen zu laſſen.

Friedberg am 25ten Januar 1837.

Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath

des Kreiſes Friedberg. Küchler.

Gedraͤngter Umriß der Geſchichte der Stadt Friedberg. (Fortſetzung.)

Wiewohl die Angabe bei weitem übertrieben iſt, daß die Stadt eine Meile lang geweſen, ſo läßt ſich doch, auch abgeſehen davon, daß ſie Kaiſer beherbergte; auch abgeſehen davon, daß ſich viele Monumente, Brunnen, Keller und andere ſtumme Zeugen in der Umgebung befinden, ſchon aus dem Grund auf eine nicht gewöhnliche Ausdehnung ſchlie ßen, daß ſie mit Frankfurt, Mainz, Worms ꝛc. dc. concurrirte und daß bis zu dem Jahre 1340 die frankfurter Oſter⸗(Faſten⸗) Meſſe hier abgehalten wurde,da dann wie ein alter Hiſtori⸗ ker ſagtRaum und Platz genug geweſen, die Waaren da abzuladen und niederzulegen. Der⸗ ſelbe Gewährsmann erzählt weiter, daß nur der Unbequemlichkeit des Gütertransports halber, die

Faſten-⸗Meſſe 1340 nach Frankfurt a. M. verlegt worden ſey. Statt derſelben wurden ihr jedoch 4 Jahrmärkte durch kaiſerliches Privileg verliehen und vorzüglich der Zte, am Sonntag nach Trini⸗ tatis, als weithin berühmt geprieſen und das Spiel oder der Spiel-Markt genannt,dieweil von Al ters her die benachbarten Flecken und Dörfer mit beſonderer Solennität daſelbſt zuſammen kommen, unn die Bürgerſchaft die Paſſion oder eine andere Geiſtliche Comödiam, von wegen der Kirchweyhe und Dedication deß hohen Altars in der Pfar Kirchen geſpielet haben. b

Nicht leicht war eine andere Stadt ſo ſehr durch Privilegien und Freiheiten begünſtigt, als dieſe. Friedrich II. ernannte dieſelbe, wie oben an geführt, 1211 zur freien Reichsſtadt; König Richard verſprach 1257, keine Befeſtigung innerhalb der Ring⸗ mauern von Friedberg anzulegen; Rudolph von Habsburg gewährte ihr das Vorrecht, daß ihre Bür

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