Ausgabe 
26.8.1837
 
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pfangen und alle menſchlichen Verhältniſſe einen hoͤ⸗ heren und beſeligenderen Geiſt athmen.)) Glaubt nur daran, daß es möglich ſey, eine ſolche Muſter⸗ gemeinde zu bilden; bedenkt, daß es ſogar unſere Pflicht iſt darnach zu ſtreben:denn wer da weiß Gutes zu thun und thuts nicht, dem iſt's Sünde. Wer aber den Weg nicht kennt, den wir zu gehen haben, oder wer an dem Erfolge zweifelt, der be ſuche nur den Gottesdienſt fleißig: dort wird uns von den geachteten Männern, die ich vorhin erwähnte, der Weg angegeben, der dahin führt.

Was muß ſich nun nach dieſer Zuſammenſtellung uns anders aufdrängen, als der Vorſatz:wir wol- len mit Sorgfalt den Unterricht unſers ver⸗ ehrten Lehrers benutzen, wir wollen flei ßige Beſucher des Gottesdienſtes werden und was daſelbſt gelehrt wird in uns auf- nehmen und darnach thun.

Damit nun jeder Einzelne beweiſe, daß er dieſe Vorſätze gefaßt hat, ſo wollen wir gemeinſchaftlich laut und feſt ausrufen: wir wollen!

Dieſes:Wir wollen! erſcholl wie aus Einem Munde durch die Verſammlung und ſchlägt ſicher noch in dieſer Mittheilung entzückend an das Ohr aller Derjenigen, welche unerſchütterlich den Glauben bewahren, daß das Gute unter den Men⸗ ſchen überall einen freudigen Aufſchwung nimmt, wo man nur die rechte Würdigung deſſelben einmal her⸗ vor zu rufen vermag.

Welcher ſchönen Zukunft ſieht Friedberg entgegen, wenn ſeine Bürger ſo würdigen Beſtrebungen mit brüderlicher Herzlichkeit ſich weihen, und wenn die Beharrlichkeit im erkannten Guten, welche der Sing⸗ verein bewährt, zum allgemein anerkannten Merk⸗ male wird, woran man den ächten Friedberger er⸗ kennt!

*) Worte des Herrn Prälaten Dr. Köhler aus deſſen Rede bei Eröffnung des hieſigen evangeliſchen Prediger⸗ Seminars.

Das Brod. (Beſchluß.) Iſt nun, nach der Zugabe von Salz, der Teig

durch kunſtgerechtes Kneten durch und durch gleich⸗

artig geworden, und ſind alle Theile durch Zerdrücken und Verarbeiten gehörig und feſt miteinander ver⸗

bunden, ſo daß er zähe iſt und nicht mehr an die Hände klebt, ſo muß er eine zeitlang in Ruhe ge⸗ laſſen werden, damit er allmählig in die Höhe geht,

dann, abgetheilt, bis zu ſeinem völligen Aufgehen

ſtehen bleiben und auf kunſtgerechte Art in den Back⸗ ofen gebracht werden, damit das Feuer oder vielmehr die Hitze die Verfeinerung des Teigs und ſeine gänz⸗ liche Verwandlung in Brod bewirke, wobei nun Alles

auf den gehörigen Grad der Hitze und die Zeit, wie

lange das Brod im Ofen bleibt, abhängig iſt. Bei uns wird nun das Brod gewöhnlich aus Roggen und Gerſtenmehl bereitet, aber man kann es auch

von Mais, Hafer, Hirſe, Waizen und Buchwaizen

verfertigen, und in Zeiten der Noth werden Wicken, Bohnen, Eicheln, Kaſtanien, Buchekern, Kartoffeln, Graswurzel u. dergl. m. zum Brodbacken benutzt, welche Stoffe aber ein weit weniger nahrhaftes und geſundes Brod liefern als Roggen, Waizen, Gerſte ꝛc. In manchen Gegenden und bei großer Theuerung wird mit Kleien, Spelzen und den ſonſtigen Abgängen beim Mahlen Brod bereitet, welches aber ſchwer verdaulich und wenig nahrhaft iſt, ſowie in Lappland und andern nördlichen Gegenden die fein zerriebene, weiße, zu⸗ nächſt am Holze ſitzende Tannen⸗ oder Fichtenrinde zu Brod benutzt wird. Das ſ. g. Mergelbrod, welches aus einer eigenen Erdart bereitet wird, iſt ſehr nachthei⸗ lig für die Geſundheit und ganz zu meiden. Auf den Suͤdſeeinſeln wächſt der ſ. g. Brodbaum, deſſen Frucht den Bewohnern dieſer Gegend eine gute, nahr⸗ hafte unſer Brod erſetzende Koſt liefert.

Das Mehl und ſomit auch das Brod wird durch betrügeriſche Menſchen nicht ſelten mit mancherlei für die Geſundheit nachtheiligen Subſtanzen ver⸗ miſcht, ſo z. B. mit Gyps, Kreide, gelöſchtem Kalk, Knochenmehl, Alaun, Bleiweiß, Wismuth u. ſ. w.

Da aber alle dieſe Dinge der Geſundheit mehr oder

weniger nachtheilig ſind und nicht ſelten lebens⸗ gefährliche Folgen verurſachen, ſo dürfen ſie nie und unter keiner Bedingung zugemiſcht werden und bei Verdacht iſt die Entdeckung nicht ſchwer; ſo zeigt ſich z. B. der Kalk durch Aufbrauſen bei dem Zu⸗ thun von Eſſig; der Gyps wird entdeckt, wenn man ein mildes Oel mit dem verdächtigen Mehl zwiſchen Daumen und Zeigefinger nimmt und ein mörtel⸗ artiger Ueberzug ſich anſetzt; Alaun loͤſet ſich im Waſſer auf und man kann ihn durch Verdunſten des Waſſers in feſten Maſſen erhalten; Blei zeigt ſich

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