Ausgabe 
23.12.1837
 
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Für den Fall, daß von den Eltern oder Angehörigen eines Kindes, welches einen Monat nach der nachgeſuchten Confirmation 13 Jahre und 6 Monate alt wäre, gegen eine abweiſende Entſchließung dez competenten Rabbinen in Beziehung auf die Zulaſſung zur Confirmation der Recurs ergriffen werden wollte, iſt derſelbe an den betreffenden Großh. Kreis- oder Landrath als hierüber zu entſcheiden competent, zu richten. Auch hat derſelbe, wenn eine Dispenſation zum Zwecke der Zulaſſung eines israelitiſchen Kindes von noch geringerem Alter zur Confirmation nachgeſucht wird, diejenigen Functionen auszuüben, welche hinſichtlich chriſtlicher Kinder in einem ſolchen Falle dem Großh. Ober-Conſiſtorium übertragen ſind,

Sie haben dieſes den Rabbinen und israelitiſchen Religionsgemeinden zu ihrer Bemeſſung bekannt zu machen, ſodann aber auch ſich darnach zu achten.

Darmſtadt am 29. November 1837. du Thi l.

B BL

Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Schießen in Städten und Dörfern in der Neujahrsnacht.

Die Verordnung vom 24. April 1775, wonach das Schießen in Städten und Dörfern, namentlich in der Neujahrsnacht, bei 10 Rthlr. Strafe verboten iſt, haben Sie ungeſaͤumt bekannt zu machen, und Beſcheinigung hierüber in Ihrer Regiſtratur aufzubewahren. Zugleich wird Ihnen anempfohlen, durch Befehligung des Polizeiperſonals, oder wo es erforderlich ſeyn ſollte durch Aufbietung von Sicherheits wache ſtrenge darauf achten zu laſſen, daß dies Verbot nicht übertreten werde.

Friedberg am 21. Dezember 1837.

Küchler.

Weihnachten.

Aber kaum beginnt die längſte Nacht, und ſiehe! da zuckt hier ein heller Lichtſtrahl in das Dunkel

und blitzet dort ein Lichterkranz durch die Scheiben, und es klingelt hier und klingelt dort, als werde ein frohes Feſt, ein lieber Gaſt uns angekündigt. Und wie tiefer es draußen dunkelt, um ſo heller wird es drinnen in den Wohnungen der Menſchen. Aber die Kinder harren erwartungsvoll, und die Herzchen ſchlagen immer ſchneller und es iſt ein Gewisper unter ihnen, und ein Hin- und Herlaufen in dem Hauſe,

und alles iſt geheimnißvoll.

Carové.

Hiſtoriſche Miszellen (Friedberg betreffend.) (Fortſetzung)

1378 wurde in Friedberg zum Hauptmann an⸗ genommen Henrich Grumbach um 102 Gulden jähr⸗ licher Beſtallung. In demſelben Jahre wurde ein Vertrag mit Agnes von Falkenſtein geſchloſſen, nach welchem u. A. die Friedberger ihr Vieh wieder zur Weide treiben dürfen, wie vordem.

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1383. In dieſem Jahr iſt der große Brand geweſen, dann die Burg hat Feuer in die Stadt geworfen; kann wohl ſeyn, daß durch Schießen oder Buͤchſen geſchehen, dann zwei Jahre zuvor, nämlich 1380, das teufliſche Inſtrument, die Büchſen, er⸗ funden worden.

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** 1393 In dieſem Jahre ſind

die Zunftbriefe der

Schucherte(Schuhmacher) zu Friedberg aufgeſchrie ben worden.

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1394. Die Wayſen zu Fauerbach erlauben, eine Wahrt und Landwehr im Schwalheimer Felde zu bauen und aufzurichten.

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1403 war Walter Schwarzenberger der Junge

Burgermeiſter zu Friedberg.

1406,Umb dieſſe Zeitt iſt der Raht vberkom men, vnd iſt auch allhie zu Friedberg alſo Her kommen, daß, wer Burger werden will, kaufft der eyns Burgers Tochter, oder ein Burgerſin, ſo gibt he nicht me, dan ein virtel Wins, des beſten, den Burgermeiſtern. Iſt he abir eyns Burgers ſon, ſo⸗ gibt he nicht. Iſt abir der, der Burger werden ſoll, eyn Ußman, vnd kaufft eyn Ußdirn, der ſal geben

unte Burggraf

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