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dieſelben zum Beſuche der Kirche, zur Ordnung und Reinlichkeit anzuhalten.
An der Wirkſamkeit der Lehrerin nehmen die Vorſteherinnen thaͤtigen Antheil. Sie beſuchen die Arbeitsſtunden und finden hier Gelegenheit genug, den Kindern durch freundliche Ermahnung und be⸗ lehrende Unterhaltung nützlich zu werden. Früher widmeten ſich namentlich die unverheiratheten Mit— glieder des Vereines dieſem ſchönen Geſchäfte. Sie gedachten der Worte. Luther's: wer keine Kinder zu erziehen verſtehe, verdiene niemals, Kinder zu haben. Auf dieſe Weiſe wurde auf eine den Kindern ſehr erfreuliche und, wie die Folge lehrte, auch nutz⸗ bare Weiſe, für die Grundlage ihres ſpäteren Le— bensglückes das Beßte gethan.
Für die Handarbeiten ſchafft der Verein al⸗— lerlei zu verarbeitende Stoffe an, die verfertigten Kleidungsſtücke werden verkauft, der Erlös wird für die Verfertige rinnen zurückgelegt und denſelben bei'm Austritte aus der Anſtalt eingehändigt. Es verdient bemerkt zu werden, daß manches Mädchen ſich während ſeiner Schulzeit die Summe von 20fl. an Arbeitslohn erſpart hat.
Dieſe Anſtalt beſteht nun ſeit beinahe 20 Jah- ren, koſtet jede Theilnehmerin monatlich nur 12 kr. Beitrag, und hat unverkennbar ſchon an Vielen ihrer Zoͤglinge die ſchönſten Früchte getragen. Viele Mäd- chen, welche aus der Schule des Frauenvereines her—⸗ vorgingen, haben ſich durch Geſchicklichkeit in weibli⸗ chen Arbeiten, durch Brauchbarkeit und Treue im Dienſte und namentlich durch unbeſcholtenen Lebens— wandel vortheilhaft ausgezeichnet und entſprechen noch täglich den Erwartungen ihrer Wohlthaterinnen.
Außer dieſem erſten und hauptſächlichſten Theile der Wirkſamkeit des Frauenvereines ſteht dieſer aber noch mit der Hülfsgeſellſchaft in näherer Ver⸗ bindung. Wenn es nämlich die Hülfsgeſellſchaft ſich zur Pflicht macht,„ſolche Kranke, die im Stillen an Allem Mangel leiden und daher weder ihren Unterhalt beſorgen, noch etwas zur Milde— rung ihrer Leiden oder zur Herſtellung ihrer ver— lornen Geſundheit ſelbſt thun können, mit thätiger Hülfe zu unterſtützen,“ ſo bietet der Frauenverein zur Erreichung dieſer menſchenfreundlichen Abſicht gerne die Hand. Die Frauen ſcheuen ſich nicht, das Elend an Ort und Stelle kennen zu lernen, erwägen mit liebender Sorgfalt, woran es am mei⸗
ſten fehlt und verauſtalten Alles, was zur Linde rung der Noth am zweckdienlichſten ſcheint. Für warme Speiſen, reine Waſche, für Pflege der Lei⸗ denden treffen ſie Fuͤrſorge und ſuchen die Bedräng— ten ſelbſt auf die Nothwendigkeit dringend aufmerk⸗ ſam zu machen, durch Ordnung und Reinlichkeit zur Herſtellung ihrer Geſundheit nach Kräften bei⸗ zutragen.
Gewiß, ehrenwerth und heilſam iſt das Beſtreben dieſes Vereines. Durch ſeine Schule will er künftigem Elende möͤglichſt vorzubeugen ſu⸗ chen und das Lebensglück der ihm Anvertrauten für Zeit und Ewigkeit ſicher begründen, durch ſeine Mitwirkung zu den Zwecken der Hülfsgeſellſchaft will er dem ſchon vorhandenen Leiden ſeine größeſte Bitterkeit rauben und den Tag der Rettung ſchleu—
niger herbeiführen. Und wer wäre gefühllos genug, das bei Gott! hochwichtige und ſegens— reiche Geſchenk gering anzuſchlagen, welches
dieſe Frauen durch Benehmen, Blick und Gebehrde überall zu ihrer Gabe hinzulegen, da die reinſte Menſchenliebe ihre Schritte leitet!
Möchten recht viele Frauen und Jungfrauen ſich noch zu den gegenwärtigen Mitgliedern des Frauenvereines geſellen, um Hand in Hand mit ih—⸗ nen das ſchöne Ziel weiter zu verfolgen, welches erkannt und treu verfolgt zu haben, ihnen zu wah⸗ rer Ehre und unvergänglicher Freude gereicht!—
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Nichts iſt ſchrecklicher, als ſcheintodt begraben zu werden!
In Nr. 13 d. Bl. haben wir durch Aufnahme eines Artikels aus dem Allg. Anz. der Deutſchen an die Nützlichkeit von Leichenhäuſern erinnert. Für die Nothwendigkeit derſelben ſpricht auf's neue folgender Vorfall, welchen wir als trauriges Sei⸗ tenſtück ſo mauches ähnlichen, der großh. heſſ. Zei⸗ tung vom 10. April d. J. entlehnen:
„In einem Dorfe des weſtlichen Frankreichs wurde kürzlich ein junges Madchen, welches an Er⸗ ſtarrung krank war, und kein Lebenszeichen gab, begraben. Am andern Tage hörten andere Mäd⸗ chen in dem Grabe lautes Schreien, eilten erſchreckt davon und riefen Leute herbei, welche das Grab wieder aufgruben und die Begrabene bei der Oeff⸗ nung des Sarges noch am Leben fanden.“
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