Einige Aerzte wollen adh dann 775 wann einen Fall beobachtet haben, wo die Krankheit plötzlich ohne vorhergegangene Diarrhöe eingetreten iſt. Eine ſehr ſorgfältige Unterſuchung über dieſen Punkt in dem Cholera⸗Hoſpitale, welches meiner Leitung an⸗ vertraut iſt, läßt mich an der Richtigkeit dieſer Be⸗ obachtung zweifeln; doch ſelbſt, wenn ſie wahr wäre, ſo können einzelne Fälle unter Tauſenden der Wich⸗ tigkeit der allgemeinen Erfahrung keinen Abbruch thun.— Dieſe wenigen Bemerkungen mögen zur Beruhigung Ihrer und Ihrer nächſten Umgebungen dienen. Den Aerzten, deren Bekanntſchaft ich mich erfreue, werde ich ſo ſchnell wie möglich ausführlichere
und wiſſenſchaftlichere Mittheilungen machen, da die
ungeheuer anſtrengende practiſche Beſchaftigung mir im ſtrengſten Sinne des Wortes keinen Augenblick der Muße giebt, um dies ſogleich zu thun.
Ueber kupferne und andere metalliſche Eß⸗ und Trinkgeſchirre. Die Eß⸗ und Trinkgeſchirre von Kupfer, Meſſing
und Zinn ſind in unſern Küchen und Haushaltungen wegen ihrer Bequemlichkeit und Dauer ſehr beliebt,
bedürfen aber, wenn ſie nicht nachtheilige Folgen
für unſere Geſundheit haben ſollen einer ganz beſon⸗ dern Beaufſichtigung. ſaure, ſcharfe, geſalzene, fette, öligte Mittel, mit Kupfer längere Zeit in Berührung geſetzt, Grünſpan, dieſes ſo gefährliche Gift, erzeugen, daß ſogar die atmoſphäriſche Luft nach und nach bei Hinzutreten von feuchten Stoffen, denſelben an den Gefäßen an⸗ zuſetzen vermag, daß der Grünſpan Koliken, Er⸗ brechen, frampfhaſte Beſchwerden und andere gefähr⸗ liche Krankheitserſcheinungen hervorbringt; nicht min⸗ der bekaunt ſind die nachtheiligen Wirkungen des in
den menſchlichen Körper gebrachten Bleies, welches
dem Zinn ſo häufig beigemiſcht iſt, es hierdurch zu ei⸗ nem gefährlichen Gifte macht und welches, bei dem Glaſiren der irdenen Gefäße benutzt, ebenfalls nach⸗ theilig wirken kann. Es ſſt deßhalb wichtig, die Ver⸗ hältniſſe kurz anzudeuten, unter welchen kupferne, zinnerne und glaſirte irdene Geſchirre ohne Nachtheil für die menſchliche Geſundheit gebraucht werden tonnen und auf die hier zu berückſichtigenden Vor⸗ ſichtsmaßregeln aufmerkſam zu machen.
19 Die kupfernen oder zinnernen Gefäße muͤſſen
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Denn bekannt iſt es, daß
ſtets ſehr rein gehalten werden, damit nicht ſcharfe ſaure, fettige Subſtanzen eine Zerſetzung erzeugen/ oder die in der Atmosphäre enthaltenen ſauren und feuchten Theile ſie angreifen. Meſſingene Mörſer, die ſo gewöhnlich in den Haushaltungen gebraucht werden, erfordern beſondere Vorſicht und müſſen ſtets nach dem Gebrauche wohl gereinigt werden.
2) Kupſerne Gefäße, die beſtimmt ſind, ſaure, ſcharfe, fettige Subſtanzen aufzunehmen, müſſen ver⸗ zinnt und ſtets in einem vollkommen guten Zuſtande erhalten werden.— Da aber das meiſte Zinn mit Blei verfälſcht iſt in dem Grade, daß ſogenannkes 9= oder 10pfündiges Zinn, d. h. ſolches, welches, auf 9 oder 10 Pfd. 1 Pfd. Blei enthält oder das für engliſches verkaufte, ſogenannte Roſenzinn, wel⸗
ches auf 15 Pfd. 1 Pfd. Blei enthält, für gut
gehalten wird, ſo iſt durchaus nöthig, daß zum Verzinnen nur ächtes, engliſches Blockzinn genommen und jeder Kupferſchmied verpflichtet werde, ſich die Kunſtgriffe anzueignen, ohne Blei, mit welchem es freilich weit leichter hergeht, und blos mit Salmiak zu verzinnen. Aechte Verzinnung ohne Blei wird durch folgende Zeichen erkannt: 1) der Glanz iſt lebhaft, 2) die Verzinnung hat beinahe die Farbe des feinen Silbers, 3) die Verzinnung ſitzt feſt auf dem Kupfer und kann nur mit Mühe von demſelben gelöſt werden. Unächte Verzinnung giebt ſich zu erkennen: 1) durch einen matten Glanz, 20 durch eine blaulichte Farbe, 3) dadurch, daß die Verzin⸗ nung nicht feſt iſt und bald leichter, bald ſchwieri⸗ ger ſich löſt, und 4) dadurch, daß bei dem Reiben der Finger ſchwärzlich gefärbt wird. 5
Die chemiſchen Kennzeichen der ächten und unäch⸗ ten Verzinnung gehören nicht hierher.
3) Zinnerne Gefäße muß man ſich nur zum kürzeſten Gebrauche bedienen und nie Speiſen län⸗ gere Zeit darin ſtehen laſſen, indem auch das reine Zinn etwas Arſenik, wiewohl in geringer Quantität enthält, welches ſchon durch, dem Anſcheine nach ganz unſchuldige Eier, die in etwas Brühe längere Zeit auf Zinn geſtanden hatten, ausgezogen und genoſſen wurde. Geſalzene Speiſen ſollten nament⸗ lich eben ſo wenig, wie ſaure und fette, in Zinn erwärmt werden oder ſtehen bleiben, weil ſie gewiß ſchädliche Theile aus demſelben ausziehen.— Zin⸗ nerne Becher, zinnerne Schenktiſche, bei welchen das abfließende Getränk ſoft wieder aufgefangen
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