Ausgabe 
15.4.1837
 
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zahlen. Solche Leute werden daher(auch wenn ſie noch ſo beſtimmt glauben, wegen der Kriegsdienſt freiheit ihrer Söhne ꝛc. ſicher ſeyn zu können) wohl thun, wenn ſie ſchon geraume Zeit vor der Muſte⸗ rung ihre Söhne ꝛc. bei der Staatsaſſecuranzanſtalt verſichern; werden dann dieſelben bei der Muſterung für frei erklärt, ſo erhalten ſie die Einlage nach Abzug von 4 fl. zurück.

Auch mache ich bei dieſer Gelegenheit wiederholt auf die Nothwendigkeit aufmerkſam, das Geld ſtets richtig gezählt und nur in ſolchen Münzſorten, welche bei den öffentlichen Kaſſen angenommen werden, an die Aſſecuranzkaſſe einzuliefern. Denn die bisherige Erfahrung hat gelehrt, daß insbeſondere die Einſendung unannehmbarer Münzſorten den Leuten öfters bedeutende Koſten und

Weitläuftigkeiten verurſacht hat.

Wenn die Bürgermeiſter keine Formulare haben, ſo können ſie dieſelbe bei mir empfangen. Al⸗ len denjenigen Leuten, welche Beitrittserklärungen unterzeichnen wollen, iſt hierbei auf das Bereitwilligſte an die Hand zu gehen, niemals aber dieſelben wegen jener Formulare und deren Unterzeichnung hierher

zu verweiſen. Friedberg den 12ten April 1837.

Küchler.

Ueber die Pflege der Obſtbaͤume. (Fortſetzung und Beſchluß.)

4) Der Apfelbaum muß vor übermäßi⸗ ger Fettigkeit gehütet werden. Wenn junge Bäume zu fett ſtehen, ſo wird die Rinde glänzend, weil der Baum ſchneller in die Dicke wächſt, als die Rinde mit der Ausdehnung folgen kann und dieſe daher, (welche überdies an fetten Bäumen dünner und mürber iſt), in Gefahr kommt, aufzuberſten. So bald man dies gewahr wird, oder ſchon aufgeſprun gene Stellen bemerkt, ſo ſchneide man aber nur auf der Nordſeite, weil ſie der Sonnenhitze nicht ausgeſetzt iſt und auf dieſer Seite, wegen der grö ßeren Flüſſigkeit des Saftes, die Wunde ſchneller verwächſt, mit einem dünnen und ſehr ſcharfen Meſſer aber ja nicht bis auf das Holz von den Aſten bis zur Wurzel eine Spalte in die Rinde. Dies bewahrt ihn vor dem Aufberſten und Abheben der Rinde, indem der überflüſſige Saft von der Luft verzehrt wird.

Hierbei muß aber an einen Mißgriff erinnert werden, den Viele mit der Anwendung dieſes Schnit tes machen. Sie wenden denſelben oft an bei Bäu⸗ men, welche in der Dicke des Stammes durch frü here fehlerhafte Behandlung zurückgeblieben ſind) und meinen hierdurch das Dickerwerden des Stam mes zu befördern, und richten dadurch den verküm⸗

*) Die jungen Stämmchen werden in der Baumſchule zu dieſem Fehler dadurch vorbereitet, daß man ſie unnöthi ger Weiſe an Stäben anbindet, und, um irriger Weiſe ihr Wachſen zu befördern, die Nebenzweige zu früh ab ſchneidet. Nur der ganz krumme Stamm muß eine Stange haben, uud die Aſte müſſen erſt im zweiten Jahre abgeſchnitten werden. Je mehr der Stamm vom Winde hin und her gewehet wird, deſto ſtärker wird er.

merten Baum, welchem durch den dünnen Stamm ſchon zu wenig Säfte zufließen, ganz zu Grunde. 5) Junge Bäume müſſen gegen den Brand geſchützt, oder, wenn er eingetreten iſt, davon befreit werden. 5

Bei aller Sorgfalt gibt es, beſonders an Apfel bäumen, zuweileu ſchwarze Stellen, wo die Rinde vertrocknet, endlich ſich ſtückweiſe abhebt und das gleichfalls dürre gewordene Holz bloß legt. Die Urſachen ſind mancherlei; die gewöhnlichſten aber Verletzung durch Stöße und Steinwürfe, durch Vollſaftigkeit, oder durch Sonnenbrand, welcher letztere während der Zeit einzutreten pflegt, wo der Baum ſich mit ſeinen Aſten nicht ſelbſt beſchatten kann. Daher findet man ſolche große Brandſtellen an Bäumen, welche ſich mit dem Stamme gegen Oſten neigen und durch dieſe Stellung die Wirkun gen der Sonnenſtrahlen auf ihre Rinde verdoppeln. Sobald eine ſolche ſchwarze Stelle oder an Birn bäumen eine kreuzweiſe geſprungene Rinde bemerkt wird, ſo beſtreiche man ſie mit etwas abgedampf ter, verdichteter Wagenſchmier, und wiederhole dies etwa noch ein Mal in demſelben Sommer, und der Baum wird geſund werden. Iſt die Brandſtelle krebsartig, ſo daß ſie weiter um ſich greift, das Holz anfrißt und ſich um die Wunde hohe Ränder bilden, welche doch äußerlich wieder abſterben, ſo ſchneide man Alles weg bis auf das Lebendige, be ſtreiche es mit Wagenſchmier und verbinde es ſo, daß Luft und Sonne abgehalten werden. Wenn die Schmiere trocken iſt, ſo wiederhole man den

Anſtrich, und der Erfolg wird erwünſcht ſeyn.

Wer geſunde und freudig wachſende Bäume haben will, der mache ſich nicht dee Grauſamkeit ſchuldig, den Apfelbaum zu dicht neben, oder gar

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