Ausgabe 
14.1.1837
 
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6) zu F. 19. Es ſollen inskünftige Einlagen,

500 fl. erreichen oder überſteigen, nur zu% verzinst werden.

welche im Einzelnen oder Ganzen die Kapitalſumme vol

Dem Geſammtausſchuß

wird jedoch überlaſſen, je nach den Umſtänden von dieſer Beſchlußnahme abzuweichen.

7 n d 21.

8) zu F. 25. 9) zu H. 31.

Von den Einlagen in die Kaſſe ſollen die Zinſen ebenfalls nur bis zu Ende des Jahres be rechnet werden, aber erſt am erſten April des folgenden Jahres gefordert werden können. Im Monat Januar und Juli ſollen zwei Zabliage, Mittwoch und Samſtag, ſtatt finden. In allen Fällen der Berathung über die Auslechaug von Aktivkapitalien, ſoll fernerhin nur

die Abſtimmung von drei Ausſchußmitglieder incl. des Directors erforderlich ſeyn.

Der gr. Kreisrath, Praͤſident des Mathilden-Stifts.

Friedberg den 11ten Januar 1837.

Küchler.

Ueber Luftreiſen im Allgemeinen.

Die vor Kurzem von einigen kühnen Euglän dern zur Unterſuchung der verſchiedenen Luftſchichten von London aus unternommene und bei Weilburg beendigte Luftfahrt gibt Veranlaſſung, Folgendes über Luftreiſen im Allgemeinen zu bemerken.

Luftreiſen möglich zu machen, gehörte ſeit den älteſten Zeiten zu den Problemen und vielerlei Vor⸗ ſchlage und Verſuche wurden hierzu gemacht, welche ſich in 4 Klaſſen theilen laſſen:

10 Am natürlichſten war es, daß man zuerſt den Flug der Vögel nachzuahmen ſuchte und daß man zur Erreichung dieſes Zweckes als erſte Aufgabe die Erfin⸗ dung eines Mechanismus ſtellte, welcher die den Menſchen fehlenden, Fittiche der Vögel erſetzen ſollte. Von Ittakus, welcher ſammt ſeinem Sohne, mit telſt Flügeln von Wachs in die Lüfte ſich erhob, bei dieſem Unternehmen aber verunglückte, bis zu dem Mechanismus Degen's, welcher mit ſeiner Flugma ſchine von Wien nach Schönbrunn reiſte, ſind zahl reiche derartige Verſuche gemacht worden, die theils mehr, theils weniger gelangen, meiſt aber gänzlich mißglückten.

2) Der Moͤnch Baca und nach ihm noch andere verſuchten hohle Kugeln dadurch zum Steigen zu bringen, daß ſie aus denſelben die Luft auszupum⸗ pen ſich beſtrebten; ihre Reſultate aber waren un⸗ vollſtändig und man ging von dieſem Wege gänz lich ab, als,

3) Montgolfier zuerſt Ballons zum Steigen brach⸗ te, in welchen er die atmosphäriſche Luft verdünnte, von dem phyſiſchen Geſetze ausgehend, daß derjeni⸗ ge Koͤrper in die Höhe gehoben wird, welcher leich⸗ ter iſt, als die ihn umgebende und mit ihm gleichen Raum einnehmende atmesphäriſche Luft. Er bediente

ſich zur Verdünnung der in dem Ballon enthaltenen

Luft des Feuers und ſeine Verſuche hatten ein er⸗ wünſchtes Reſultat. Lange aber wagte kein Menſch, mittelſt eines ſolchen Ballons in die Höhe zu ſtei gen, bis Pilatre de Rozier zuerſt es wagte, mit einer Montgolſiere(wie man dieſe mit verdünn⸗ ter Luft gefüllte Ballons nannte) die Luft zu be⸗ fahren. Bald aber ſah man das Gefährliche dieſer Montgolſières ein, indem ſtets Feuer unter⸗ halten werden mußte, welches ſo leicht den Ballon ergreifen und ze rſtören konnte. Deßhalb füllte man nun

4) Ballons mit Waſſerſtoffgas, welches 177 von Carendiſch entdeckt wurde und 15mal leichter iſt, als die atmosphäriſche Luft. Charles war der erſte, welcher 1783 einen Ballon mit dieſem Gaſe füllte und mit Robert die erſte Luftreiſe machte. Ueber die obere Hälfte des Ballons hing ein Netz, von welchem aus ſich Fäden an der Gondel verei nigten und ſie ſo mit dem Ballon verbanden. Zum Ballon benutzten ſie Taffet, welcher mit Gummi elasticum, in Terpentinöl aufgelöſt, überzogen war. Sie ſtiegen am 1ten Dezbr. 1783 von Paris auf, erreichten ſchnell eine Hohe von 2000 Fuß und ließen

ſich, etwa 30 Stunden von Paris entfecut, wohlbe⸗ Nach ihnen verſuchte der oben ſchon

halten nieder. genannte Pilatre de Rozier über den Canal zwi⸗

ſchen Frankreich und England zu fahren, durch Un⸗

vorſichtigkeit gerieth aber der Ballon in Feuer und Rozier fand in den Wellen ſein Grab. Blan⸗ chard, welcher von 1784 bis 1807 das Luftreiſen als Schauſteller betrieb, war glücklicher; er kam wohlbehalten über den Canal und machte überhaupt 66 Luftreiſen. Nach ſeinem Tode trieb ſeine Frau das Gewerbe fort, fand aber 1819 in Paris ihren Tod, indem ſie von einer großen Höhe in die Stra

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