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§. 10. Zum Zeichen ihrer offentlichen Dienſteigenſchaft erhalten die Wegwärter Schilde, und ſind ver— pflichtet, dieſelben bei ihrer Anweſenheit auf den Vicinalwegen beſtändig zu tragen.
Friedberg den Sten März 1837.
Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg
Küchler.
Ueber Pflanzung und Behandlung der Obſtbaͤume. (Beſchluß.)
3) Ferner herrſcht häufig das Vorur⸗ theil, man dürfe den Apfelbaum nicht tief pflanzen, ſo daß die Wurzeln nahe an der Ober⸗ flache bleiben. Wenn man aber bemerkt, daß der Apfelbaum in fettem Boden ſehr unbedeutende Wur— zeln treibt, die ihn nicht vor dem Umfallen bewah— ren können, wie die Erfahrung lehrt; ſo ergibt es ſich von ſelbſt, daß er in tieferem Grunde dem Winde ſowohl, als der Laſt des Obſtes beſſeren Widerſtand leiſtet. Die Erfahrung lehrt, daß Bäu— me, welche lange nach ihrer Verpflanzung mehrere Fuß tief mit Erde überſchüttet wurden, ein herrli— ches Gedeihen behielten, während oberflaͤchlich ge— pflanzte in dürren Sommern vertrockneten, oder in ſehr kalten Wintern erfroren.
4) Man verpflanzt nicht ſelten zu ſchwache Bäumchen mit niedrigem Stam⸗ me, und meint Etwas zu erſparen. Bedenkt man aber, daß ein kleines Bäumchen leichter ver— dirbt, viele Jahre länger ſtehen muß, bis es Früchte bringt, beſonders wenn man in den erſten zehen Jahren noch durch Abſchneiden der unteren Aeſte den Stamm erhöhen will, ſo wird klar, daß dieſe Erſparniß zu einem großen Verluſte führt.
5) Man kauft oft Bäume, ohne zu fra⸗ gen, ob ſie in mager em oder fettem Boden erzogen ſind. Hierauf ſollte man aber haupt⸗ ſächlich merken.
Im mageren Boden treibt der junge Baum mehr und viel ſtärkere Wurzeln, welche bei'm Aus- nehmen, Transportiren und Verpflanzen nicht ſo leicht vertrocknen. Der Baum aus fettem Boden wächſt langſam, ſelbſt wenn er in einen gleich gu⸗ ten Boden gepflanzt wird. Kommt er in einen ge⸗ ringeren Boden,— der darum noch gar nicht ſchlecht zu ſeyn braucht,— ſo trauert er, und nach vielen Jahren, wenn er ja noch lebt, iſt er ein Krüppel, der bei der beſten Pflege niemals ein Baum wird und ſeine Pflanzung nicht mit Früchten lohnt. Da⸗ gegen gedeihen junge Bäume aus magerem Boden, aus Kies, Lehm und Sand, in unſerm wetterauer Boden herrlich, ſelbſt wenn dieſer nach unſerm Be— griffe ſchlecht zu nennen iſt,(ganz rothe Eiſenerde ausgenommen, welche jedem Baume feindſelig iſt). Wer junge Bäume aus den Baumſchulen von Kro— nenbetg kauft, wird dieſe Bemerkungen beſtätigt fin⸗
den. An unſern neuen Chauſſee-Anlagen ſtehen meiſt ſolche und erregen Bewunderung durch ihren gewal— tigen Trieb.
6) Man wartet zu lange mit der Vere⸗ delung junger Bäume.
Es iſt bekannt, daß die zum Verkauf gebrach— ten Bäume faſt durchgehends unveredelt, oder— wenn ſie auch die Spuren der Veredlung an ſich tragen, doch mit einer ſchlechten, aber ſtark in das Holz treibenden Gattung gepfropft ſind: denn edlere Gattungen wachſen nicht ſo ſchnell.
Nun wartet man aber mit der Veredlung, bis der Baum eine bedeutende Stärke erlangt hat, und durch Abwerfen ſeiner ſtarken Aeſte bedeutend zu— rückgeſetzt werden, oder der Eigenthümer, wenn er nicht ſelbſt pfropfen kann oder will, für die vielen Köpfe eine bedeutende Summe ausgeben muß. Je ſtärker aber der Baum iſt, wenn er dieſe Operation erleidet, deſto mehr iſt er in Lebensgefahr, wenn er nicht mehrere Jahre mit Vorſicht ausgeputzt wird, und manche Bäume, wenn ſie auch nicht an der Operation ſterben, bleiben zeitlebens kränklich und gelangen zu keiner beträchtlichen Größe und Frucht⸗ barkeit.
Es iſt daher am ſicherſten und vortheilhafteſten, die jungen Bäume gleich in den erſten Jahren nach der Verpflanzung zu veredeln, wofern ſie gut ein— gewachſen und ſonſt kräftig ſind: ſie überſtehen denn leichter die Operation, tragen früher gute Früchte und die Veredlung koſtet weniger Mühe und Geld.
7) Wer eine Baumſchule anlegen will, ſammelt gewöhnlich Kerne von allen Sor⸗- ten von Aepfeln unter einander, und kann nun nicht begreifen, warum ein Theil der Bäumchen ſchon im erſten Jahre mehrere Fuß hoch wachſen, während andere kleiner, und noch andere völlige Krüppel bleiben. Der Kern iſt ein Product des Baumes und muß die Natur des Baumes anneh— men, ſo wie von verkrüppelten Thieren meiſt eine verkrüppelte Nachkommenſchaft abſtammt. Man neh— me alſo Kerne von geſunden Bäumen von kräftigem Wuchſe.
Von gewiſſen Obſtgattungen gedeihen die Säm— linge beſſer, weil in ihnen die Anlage zu einem ho— hen Wuchſe, und daher zu einer ſchnelleren Entwi⸗ ckelung liegt. Von Borsdorfer, Reinetten und an— dern, nicht groß werdenden, Gattungen nehme m daher keine Kerne, ſondern von ſolchen, welche ſich durch einen ſtarken Wuchs auszeichnen. Nur ganz
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wilde, ſogenannte Holzapfel, machen einr Ausnah⸗


