Leiche deſſelben aufzufinden. Die Verſuche, ihn in's Leben zurück zu rufen, waren erfolglos. Auch Schä⸗ fer iſt, ſo viel wir wiſſen, von der Gefahr noch nicht befreit, in der ſein Leben ſchwebte. Er hatte, als er ganz erſtarrt aus dem Waſſer gekommen war, in der Familie des Schuhmachers Joſt dahier freund— ſchaftliche Aufnahme und Pflege gefunden, blieb da— ſelbſt bis zum folgenden Tage, mußte aber auch da noch zu den Seinigen nach Haus gefahren werden. — Der unglückliche Ausgang benimmt dem wahren Verdienſte nichts an ſeinem Werthe. Das gute Vorhaben gereicht dem Menſchen zum Lobe, Glück und Unglück ſteht nicht in Menſchenhand. Oeffent⸗ licher, herzlicher Dank ſey darum den beiden Eh— renmängern hiermit dargebracht!
eee eg er.
Der 22te Januar war der Tag einer ergrei— fenden Feierlichkeit fur Oberrosbach. Ein edler Jüngling, der kaum erſt in der Gemeinde heimiſch geworden war, fand an ihm ein frühes Grab. Die letztverfloſſenen Oſtern hatte er das Schullehrer— Seminar zu Friedberg verlaſſen, die Liebe ſeiner Lehrer und ihre ſchönen Hoffnungen für ſeine Zu— kunft mit ſich nehmend, und hatte auch bald in der Nähe ſeiner Heimath(Zwingenberg) einen Wirkungs— kreis(zu Lampertheim) gefunden, in dem er ſich die Zufriedenheit ſeiner Vorgeſetzten erwarb. Demzu— folge ward ihm vor einem Vierteljahre das Vicariat der erſten Schulſtelle zu Oberrosbach übertragen. Mit raſtloſer Thätigkeit umfaßte er das ſchwierige Geſchäft, nicht achtend auf die Warnung der um ſeine Geſundheit beſorgten Freunde. Aber nur zu bald erlag ſein Körper den Anforderungen des unermüdlichen Geiſtes; ein heftiger Blutſturz endete ſchnell ſein Leben. An ſeinem Sarge weinten betagte Eltern und liebende Geſchwiſter, in namen— loſem Schmerze ſtarrend auf die nun regungsloſe Hulle einer reichen Seele, die ſie mit Stolz die Ihrige nennen durften; zwei geachtete Geiſtliche be— gleiteten ihn zur Ruheſtätte und ſegneten ſeine Aſche; von dem nahen Friedberg waren ſeine Freunde aus dem Seminar gekommen und ſprachen in frommem Geſange ihre Klage aus und ihre Hoffnung der Un— ſterblichkeit; die ganze Gemeinde und viele Fremde aus der Umgegend ſtanden naſſen Blickes um das offene Grab— aber Eines zeigte unabweislich jedem
Herzen die Gerechtigkeit der allgemeinen Trauer: es war wahrhaft erſchütternd, als der Sarg ver— ſank und die erſten Schollen auf ihn fielen, den lauten Jammer der unſchuldigen Kleinen, das faſt verzweifelnde Schluchzen der zahlreichen Jugend an— zuhören, die nur ſo kurze Zeit ſich ſeiner liebenden Wirkſamkeit erfreute und in ihrem Innerſten ſich umgewendet fühlte, und diefe Thränen rannen un⸗ aufhaltſam während der ganzen darauf folgenden Troſtrede des Geiſtlichen, ſelbſt bei dem flüchtigen Knaben, dem ſo leicht ein Eindruck den andern ver— drängt. Wahrlich, jedem Fühlenden, der dieſe Stun⸗ de theilte, wird ſie unvergeßlich und das Gedächt—⸗ niß des Redlichen wird im Segen bleiben. Was Liebe wirket iſt ewig; denn die ewige Liebe läſſet es nicht untergehen.
In einem der Redaction zugekommenen Schrei⸗ ben dankt der Schulvicar Biedenkapp von Nieder⸗ rosbach, in Auftrag der gebeugten Eltern, allen denen, welche den Vollendeten durch ihre Trauer ehrten, für ihre Liebe, und, in Auftrag ſeines abge— ſchiedenen Freundes ſelber, allen, welche während ſeiner Leidenstage ihm ſo warmen Antheil zeigten.
Gedraͤngter Umriß der Geſchichte der Stadt Friedberg. (Beſchluß.)
Aber wie ſo ganz verändert war nun das Bild jenes Friedbergs, das die deutſchen Kaiſer Monden lang beherbergt, das Privilegien und Freiheiten ſich rühmte, wie nicht leicht eine andere Stadt, das mit Frankfurt concurrirte und mit der mächtigen Burgritterſchaft in die Schranken treten konnte— es beſtand nur noch aus einer einzigen mäßigen Straße, öd' und verlaſſen, erlegen ſo hartem Druck! Hier ſagt ein alter Chronik- Schreiber:
„umb welche Zeit wiederumb viel ſchöner Häuſer „allhier abgebrochen und daß weiland ſchöne und „beliebte Friedberg wüſt und wie eine Wittwen „worden, das zuvor voll Volk's war.“ N
Schnell aber machte die rührige Buͤrgerſchaft ihr herbes Geſchick vergeſſen; Haus um Haus erhob ſich aus dem Schutte, Gewerbe und Handel regte ſich von Neuem und ſchon 56 Jahre ſpäter, 1706, konnte die Stadt der Burg die Pfandſchaft aufkün⸗ digen und erbot ſich den Pfandſchilling, den Karl IV. erhalten, abzutragen.— Allein die Burgrit⸗ terſchaft verweigerte die Auslieferung und erklärte die Pfandſchaft für unablößlich.— Von Kaiſer und Reich wegen dieſes Anſinnens in Strafe gezo⸗
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