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Intelligenzblatt
für die
5„ Provinz Mberhes sen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
M 5.
Sonnabend, den 4. Februar
1837.
Johannes Schweizer von Niedermörlen.
Chriſtian Schaͤfer
von Nauheim.
Die Urſache, warum dieſe beiden Männer hier erwähnt werden, liegt in dem lobenswerthen Sinn, der dieſelben beſeelt. Leider iſt die Veranlaſſung ſehr betrübend, welche den Genannten dargeboten wurde, von ihrer thätigen Menſchenliebe Zeugniß zu geben.
Am Aten Januar d. J. befanden ſich mehrere Knaben auf der an den meiſten Stellen zugefrornen
Weed in dem freiherrlich von Franckenſteiniſchen
Hofe zu Ockſtadt und beluſtigten ſich mit Schleifen. Plötzlich bricht die Eisdecke an einer Stelle ein und ein Knabe ſinkt unter. Angſtgeſchrei und Hülfe— ruf der Umſtehenden begleitet das Unglück. Kaum hatte der Zimmergeſelle Johannes Schweizer von Niedermörlen, der in der Nähe mit Holzſchneiden beſchäftigt war, dieß vernommen, als er zur Ret— tung ſchritt. Er ſetzte alle Rückſicht auf ſeine eigene Perſon aus den Augen, ſprang dem Knaben nach, fand und faßte ihn glücklich und entriß ihn dem nahen Tode. Allein ihm ſelbſt war es wegen des Eiſes unmöglich, ohne fremde Hülfe aus dem Waſ— ſer zu kommen, das ihm bis an den Mund reichte. Man mußte eine Leiter herbeiholen, auf welcher der Retter des Knaben aus dem Waſſer ſtieg. Nach⸗ dem derſelbe ſich getrocknet und mit anderer Kleidung verſehen hatte, fuhr er in ſeiner Arbeit fort. Seine Geſundheit hat nicht im mindeſten dadurch gelitten.
In jeder Beziehung von ganz anderem Erfolge begleitet waren die Bemühungen des Chriſtian Schä— fer von Nauheim, welcher die Rettung des zwölf— jährigen Franz Euler von hier verſuchte. Dieſer Knabe hatte in Geſellſchaft zweier andern die Un— vorſichtigkeit begangen, am vorigen Sonntage auf dem nur leicht zugefrornen„langen Weiher„, vor dem Seerthore dahier, Schlittſchuhe zu laufen. Sie trieben's eine Weile, da brach Euler ein. Er brei— tete im Sinken unwillkührlich ſeine Arme aus, er— hielt ſich dadurch in der Oeffnung ſchwebend und ſchrie um Hülfe. Chriſtian Schäfer kam gerade vorüber, ſprach dem Knaben Muth ein und ſtieg auf das Eis, um denſelben aus ſeiner lebensgefährlichen Lage zu befreien. Schon hatte Schäfer den Knaben ge— faßt, als die Stelle, worauf er ſelbſt ſtand, zuſam— menbrach. Nun ſtürzten Beide auf den ſchlammigen Boden des tiefen Waſſers hinunter. Seiner Kraft vertrauend, riß Schäfer den Knaben mit ſich aus der Tiefe herauf. Er ſchwamm mit demſelben auf der offenen Stelle des Weihers hin und her, konnte aber wegen des Eiſes auf keiner Seite das Ufer gewinnen. Seine Kräfte ſchwanden; Beide ver— ſanken zum zweitenmal. Nur mit größter Anſtren⸗ gung vermochte Schäfer ſich wieder empor zu ar— beiten und ſeinen Kopf über der Oberfläche des Waſſers zu erhalten.— Die Bewohner der Vorſtadt eilten ihm ſchnell zu Hülfe, allein es hielt ſehr ſchwer, ihn zu retten. Von dem untergeſunke⸗ nen Knaben zeigte ſich aber keine Spur mehr. Aller angewandten Sorgfalt und Mühe unerachtet, ge⸗ lang es erſt nach Verlauf einer halben Stunde, die


