Ausgabe 
3.6.1837
 
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liche Aenne ee und e uͤber ie mitgetheilte Warnung von dannen.

97 michi Haß gegen das ganze weibliche Helen erfüllt, beſchloß er alle Heirathsgedanken auftuee, ben und ſich noch einige Zeit auf, Reiſen aaa ſtreuen, dann um irgend eine ſtabile Bedienſ vas umzuſehen, und lieber als Junggeſelle 1 1 5 Grab zu beſteigen, als ſich ſo hintergehen zu n Bei dieſem Entſchluſſe hatte das ela chen nun Zeit genug, ſich auszuruhen. illi 5 gelangte nach Ulm, wo er ſich trefflich zugute that, und mit ruhigem Herzen verſchiedenen auſtändigen Vergnügungen beiwohnte. Die ſchöne Jahreszeit lockte ihn in die romantiſchen Gegenden der Donau zu mehreren Spaziergängen. Er verweilte ſich einſt bis ſchon die Abenddämmerung hereinbrach er mußte nun ſeine Schritte verdoppeln, um noch vor der Nacht nach der Stadt zu gelangen. Plötzlich blieb er ſtehen, denn eine ungemein melo⸗ diſche weibliche Stimme ſchlug an ſein Ohr; noch nie dünkte ihn einen ſolchen angenehmen Geſang gehört zu haben. Er blickte auf, und ſah ſich 0 einem abſeits gelegenen ſehr netten Häuschen ſtehen, vor dem hinter Staketten recht niedlich georv nete Blumen blühten. Willibald konnte ſeiner Neu⸗ gierde nicht länger widerſtehen, er ſchritt langſam am Fenſter vorüber und erblickte ein herrliches Mid chengeſicht, ſein Schatten blendete, ſie blickte 125 e veruntt. Ole Beſcheidenheit hieß ihn weiter gehen und er kam ganz verwirrt nach Hauſe, denn noch nie hatte er ein ſolches weibliches Ideal ſeiner Wünſche erblickt. Die heftigſte Neugierde quaͤlte ihn, und er hatte ja auch ein Mittel in den Hän⸗ den, dieſelbe zu befriedigen.

Sogleich wurde das Männchen ſeiner Gewahr⸗ ſam entlaſſen und ihm der Auftrag eriheilt, ſich eines Nähern zu erkundigen. Erſt gegen Mitter⸗ nacht kam dieſer zurück.Ich habe, ſprach er, eines der ſeltſamſten Mädchen gefunden ſie iſt die Tugend and Sittſamkeit ſelbſt. Ihr Vater war Rottenmeiſter und blieb in einem Treffen, der Bruder iſt als Arzt abweſend, und ſie lebt nun bei ihrer Mutter, einer gutmüthigen Frau, wo ſich beide vom Nähen ernähren. Sie ſind arm, aber im Hauſe herrſcht die Reinlichkeit ſelbſt, ich fand auch nirgend etwas, das mir den geringſten Ver⸗ dacht hätte erregen können., Wie ſehr war Willi⸗ bald mit dieſem Berichte zufrieden, denn in ſeinem Herzen regte ſich nun zum erſten Male die wahre reine Liebe. Noch ein paar Tage mußte das Männchen ſpioniren, und immer wurde gleich gün⸗ ſtige Relation abgeſtattet. Endlich wagte er es ſelbſt, dort einen Beſuch abzuſtatten, unter dem Vorwande, daß er auf Anempfehlung Arbeit beſtel⸗ len wolle. Er wurde mit gutmüͤthiger Freund⸗ lichkeit aufgenommen, ſchon ſein Aeußeres war Zu⸗

eine neue Wirthſchaft ein.

trauen erregend kurz, es entſpann ſich allmählig ein Liebesverſtändniß zwiſchen ihm und der ſchönen Metta Willibald ging offen zu Werke, er machte

ſeinen Heirathsantrag, und man kann ſich denken,

daß er von Mutter und Tochter mit Freuden das Jawort erhielt. Nun wurden alle Anſtalten ge⸗ troffen er veräußerte ſein Haus in Augsburg, zog alle Gelder an ſich und richtete ſich in Ulm Schou war der Tag zur Verlobung beſtimmt, aber ſeit einer Zeit kam ihm Metta ganz verändert vor wenn die Mut⸗ ter nicht zugegen war, zitterte eine ſtille Thrane in ihrem Auge ihre Küße waren nicht mehr ſo leb⸗ haft wie ehemal, und tiefe Seufzer drängten ſich aus ihrer Bruſt.

Wergebens drang Willibald in ſie ſie be⸗ obachtete hartnäckiges Schweigen Verdacht keimte in ſeiner Seele auf. Einſt trat er in die Stube, als die Mutter mit Arbeit abweſend war. Metta war eingeſchlummert er verhielt ſich mäuschen⸗ ſtille, ſie ſeufzte laut im Schlafe.Er muß alſo ſterben der Geliebte? Und morgen ſchon ſoll der entſcheidende Tag ſeyn? Ach er iſt nicht mehr zu retten ich muß dem Verhängniſſe wei⸗ chen. Willibald bebte im Innerſten. Schwarze Gedanken ſtiegen in ſeiner Seele empor es dul⸗ dete ihn nicht länger mehr in der h 55 ſch in ud ilk mach pete ee 9 Gegen Abend lehnte er ſich an's Fenſter; mit einem Tuche über den Kopf ſchlich ein Mädchen vorüber das mußte Metta ſeyn. Raſch wurde ihr der Schwarze nachgeſendet. Er kam bald wieder zu⸗ rück.Du haſt dich nicht geirrt, ſprach er, es war Metta, ich habe auch eine Entdeckung gemacht, in ihrem Sacke trägt ſie zwei ſchneidende Inſtrumente und ein Fläſchchen mit Gift.Gift! ſchrie Willibald, und ſtürzte bewußtlos zu Boden. Er raffte ſich wieder auf Angſt, Verzweiflung tobte in ſeinem Innern raſch nahm er mit, was er an Werth zu Hauſe hatte, warf ſich auf fein Pferd und jagte fort.

Wohin der Weg ihn trug, war ihm gleich⸗ gültig. Viele Tage ritt er in der Irre umher, jedes Menſchen Anblick ſcheuend. Höllenqual bebte in ſeinem Innern. Oft war er im Begriffe, ſich in die Fluthen zu ſtürzen, aber immer noch hielt ihn ſein guter Genius zurück von der ſchrecklichen That Jetzt erinnerte er ſich an ſeinen unſichtba⸗ ren Gefährten er bedurfte ſeiner nicht mehr, denn er wollte ſich von allen Verbindungen abſon⸗ dern. Er rief ihn hervor und kuͤndete ihm ſeine Freiheit an..

Habe Dank, ſprach der Schwarze, ich habe dir redlicher gedient, als es mir zukömmt, und es iſt nicht meine Schuld, daß durch deinen raſchen Sinn Böſes entſtanden iſt. Der von Iſauren

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